Deutsche in Kanada

Neben heimischen Themen unterstützt der Doch die Extravaganz von gestern wird zum 866866.pw

However, these efforts are too often undermined by conflicting policies. Nur dann könne Deutschland glaubwürdig auch auf internationaler Ebene von Entwicklungs- und Schwellenländern mehr Waldschutz fordern. Es gibt Lösungen für das Problem — man muss sie nur wollen.

Es ging nie um den Iran

Trump Daily News – 10 Steele wurde von John Kelly und von Trump ferngehalten aber er organisierte die Chinesen Russen und andere Nationen in eine.

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Yves Michel Deschenes Laval Kanada. Benoit Arsenault Saint-Jerome Quebec. Geben Sie jeder Teilseite ein eigenes Title-Tag. Wenn die Elemente im Seiten-Quellcode fehlen, werden von den Suchmaschinen Titel und Beschreibungen autogeneriert, deren Inhalt jedoch in den meisten Fällen sprachlich inadäquat ist und in keinem Zusammenhang mit der Thematik der Seite steht.

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Es liegen irgendwo noch ein Paar dunk- lere, diese bringen Sie, bitte, nicht. Der Steward eilt da- von. Rücken Sie mir doch noch das Kissen ein wenig höher, Sie haben mir das furchtbar un- bequem arrangiert.

So, danke bestens — also nicht wahr, die Hutnadel vergessen Sie nicht! Wo Sie dieselbe finden? Sagte ich's Ihnen denn nicht schon? Der Hut mit einer grauen Feder darauf liegt links im Schreibzimmer, auf dem kleinen Sopha; es stecken mehrere Nadeln darin, bringen Sie nur die mit Lapis lazuli — den Hut nehmen Sie gleich mit in mein Zimmer Nr.

Mit einem verbindlichen Lächeln ist der Steward nun entlassen — er fliegt davon. Oh, good morning, Mrs. Ich werde auch nie krank auf See, ich bin so daran gewöhnt, über den Ozean zu fahren. Warum ich einige Tage nicht bei Tisch erschienen bin? Ach, sehen Sie, ich hatte gar keinen Appetit, daran leide ich auch sonst sehr oft; aber seekrank werde ich nicht, ich fühle mich auf dem Meere wie zu Hause.

Ach nein, ich danke, aber Sie können mir eine recht schöne Orange und etwas Biskuit bringen; die kleine silberne Bonbonniere aus meinem Handtäschchen, das auf 6 dem Regal über meinem Bett liegt, bringen Sie auch gleich mit — meine Zimmernummer ist Das Buch haben Sie nun doch vergessen!

Ich habe nichts davon gesagt? Sollte ich das übersehen haben? Nun, da müssen Sie schon noch einmal hinunterspringen — ich belästige Sie ja sonst so wenig; das Buch liegt sicher irgendwo in meinem Zimmer oder im Gesellschaftssaal, es hat einen dunkelblauen Ein- band und Goldschnitt. Der Steward lächelt und versichert, in dieser Beziehung könne er nicht klagen.

Die Ventilation der Schlafzimmer ist sehr gut, über die Verpflegung ist nicht nötig zu sprechen, und der Dienst ist in jeder Beziehung exakt. Wir gelangen an der Vancouver- Insel vorüber, auf deren südlicher Spitze die Hauptstadt Viktoria gelegen ist, dann gleitet der Dampfer in die herrlichen Straits of Georgia ein.

Von Yokohama über Hawaii nach San Franzisko. Wir meinen die Hawaiian Eingeborenen-Heim auf Hawaii. Hawaii besteht aus zwölf Inseln, von denen indessen nur sieben bewohnt sind; sie um- fassen zusammen Qu. Cook erhielt im Jahre den Auftrag, die nörd- liche Verbindung zwischen dem Stillen und Atlantischen Ozean aufzusuchen, was ihm natürlich nicht glückte; aber er entdeckte dafür die Hawaiischen Inseln, deren Bewohner ihm mit Freundlichkeit entgegenkamen.

Diese Meinung hielt so lange vor, bis Cook bei Gelegenheit einer feindlichen Attacke verwundet wurde und dabei Schmerz zu erkennen gab. Doch unter- 9 halb derselben befinden sich reiche und liebliche Gefilde, deren immergrünende Flächen in tropischer Vegetation prangen. Die Berge sind so ungeheuer hoch der Mokua- weoweokrater z.

An manchen Stellen erreichte der feurige Strom eine Breite von einer Meile, und wenn er sich mitunter über mächtige, senkrechte Felswände stürzte, bildete er eine enorme Kaskade von Feuer, deren Massen aufschlagend Millionen glänzender Sterne und Raketen in die Luft schleu- derten. Den Ort zu erreichen, von wo aus das elementare Schauspiel der Eruption des Jahres am besten zu sehen war, erforderte eine ziemlich beschwerliche Berg- kletterei, aber jene Glücklichen, die in so unmittelbare Nähe des ungeheuren Aufruhrs des Erdinnern gelangen konnten, sind entschädigt worden durch ein Naturschauspiel, wie es noch wenig lebende Wesen zu Gesicht bekommen 11 haben.

Von hier aus ist der Abstieg in den Krater bis hinunter nach dem riesigen Feuersee mit Leichtigkeit auszuführen. Aus Spalten und Klüften sehen wir fortwährend Dampf- und Rauchwolken aufsteigen; wenn man also von einer Untätig- keit des Vulkans spricht, so ist dies nur komparativ zu verstehen.

Dieser eruptive Zustand des Kraters wiederholt sich fast jedes Jahr mehrere Male, und wer das Glück hat, diesen Feuer- see dann des Nachts zu sehen, hat einen Einblick getan in das grausige Schaffen der Unterwelt.

Es bilden sich Kas- kaden, zerspringen in Raketen und Sterne, fallen zischend wieder zurück oder zerschellen unter Knallen und Prasseln an den Felswänden. Mit donnerndem Geheul schlagen die roten Wellen an den Kraterwänden empor, zerschellen und leuchten in allen Farben des Regen- bogens. Und wie unvergleich- lich schön ist die Flora! Die Fluren sind von Blumen in verschwenderischster Fülle und nie gesehener Farbenpracht bedeckt, sie schmücken die Abhänge und überspannen die Schluchten, ohne auch nur einen Tag weniger Pracht zu entfalten.

Das Volk, das früher allein in diesem Garten Gottes weilte, bestand aus reinen Kindern der Natur, die mit ihrem Sinn für alles Schöne ein beneidenswertes Dasein in Glück und Zufriedenheit verbrachten. Bei Festen schmückten sie sich mit Guirlanden von prächtigen Blumen und Blättern, indem sie solche um Brust und Nacken hingen, sie zierten das Haupt durch eine Blumenkrone und gingen nackt, ohne das Gefühl der Scham zu kennen.

Dann kam der Mann der Zivilisation — er meinte es gut, aber er brachte Un- heil über die harmlosen Eingeborenen der weltabgelegenen Inseln, und das Resultat war ein allmähliches Eingehen der gesamten eingeborenen Rasse. Über das ganze Land ver- streut finden wir jetzt leere Hütten ohne Zahl und ver- lassene Dörfer; von der ursprünglichen Zahl der Einwohner 14 finden wir jetzt nur noch den achten Teil vor.

Ein wohlbekannter Missionar schrieb darüber den folgenden Bericht: Die Masern, von Kalifornien herübergebracht, rafften ein Zehntel der Bevölkerung hinweg. Die Blattern, fünf Jahre später ebenfalls aus Kalifornien eingeschleppt, ver- richteten ebenso fürchterliche Arbeit, und so brachte Krank- heit über Krankheit schreckliches Unheil, bis die Leprose, ein Vermächtnis aus China, das grausamste Kapitel zu der traurigen Geschichte einer dem Untergange geweihten Rasse hinzufügte.

Auch der Vorwurf des Kannibalismus ist ganz unbegründeterweise erhoben worden und konnte nicht aufrecht erhalten werden; nur ein bedauerlicher Irrtum trug die Schuld an der Ent- stehung des Märchens. Noch mehr Schaden als die Epide- mien haben dem beklagenswerten Volke die Laster der 15 Wollust und Trunksucht gebracht, die sie nicht gekannt haben, solange sie von der verdorbenen Welt abgeschlossen waren.

Der Hawaiianer fiel als leichtes Opfer der Laster anderer, und wahrlich nicht ihn trifft die Schuld; es hat keinen Zweck, die traurigen Begebenheiten vertuschen zu wollen.

Die Hawaiianer werden in absehbarer Zeit aus- sterben, und die Rasse wird dann nur noch in Erinnerung an die Kamehamehas und ihre Taten fortleben. Schon jetzt ist von dem ursprünglichen Leben und Trei- ben dieser Naturkinder nicht mehr viel zu sehen. An ihre Stelle sind hauptsächlich Japanesen und Chinesen getreten; letztere bilden etwa 40 Prozent der Bevölkerung, und die ersteren repräsentieren mindestes dreiviertel jenes Prozent- satzes. Hawaii war auf dem besten Wege, japanisch zu werden, hätten nicht die Vereinigten Staaten der Einwanderung aus Japan einen Riegel vorgeschoben.

Die Unterzeichnung der Annexions- urkunde durch Mc. Wir behalten uns die nähere Beschreibung für später vor, da wir San Franzisko auf unserer Reise durch Kalifornien wieder mit berühren. Und wahrlich, es lohnt sich, hier zu verweilen, nicht Tage und Wochen, sondern Monate. Santa Fe-Express in Pasadena. Aber zur Zeit des Winters ist die Saison auf ihrer Höhe, dann ist das schöne, blumenreiche Land ein Bild der Lust und Freude, das seinesgleichen schwerlich hat.

Die Tem- peratur des südkalifornischen Winters ist der mildesten Frühlingszeit des Ostens sehr ähnlich, und die Wasserwärme des pazifischen Ozeans ist dann die gleiche wie diejenige des atlantischen im Sommer. Wir befinden uns in den Wintermonaten inmitten einer Blumenpracht, die hinsicht- lich ihrer Fülle und Schönheit jeder Beschreibung spottet und die Erwartung jedes Touristen weit übertrifft.

Nicht immer ist Süd-Kalifornien das Paradies gewesen, als welches es uns jetzt erscheint. Diese Halbinsel, km lang und an einigen Stellen 13 km breit, hat wenig mehr als 47 Einwohner.

Der Teil Kaliforniens, der zu den Vereinigten Staaten ge- hört, bietet hingegen ein vollkommen anderes Bild. Das Gebiet mit einem Flächeninhalt von qkm ist be- wohnt von Einwohnern. Der ganze lange, schmale Staat ist von einem Gebirgszug durchschnitten, der sich fast direkt von Süd nach Nord erstreckt.

An manchen Stellen erreichen die Pflanzen eine wundervolle Üppigkeit und eine seltene Höhe, wie z. Des Tierreichs vor- nehmster Vertreter ist der Bär, dann folgen Berglöwe und Wolf, während der Büffel fast gänzlich ausgerottet ist Federvieh ist überreich vorhanden, ebenso Fische und Austern. Die Weinkultur hat sich neuerdings sehr emporgeschwungen, da die Einführung guter, europäischer Reben mit Erfolg gekrönt gewesen ist; ein stattliches Sortiment einheimischer Tafel- weine hat einen wohlverdienten Ruf.

Kalifornien wurde zuerst im Jahre von Missionaren besiedelt, die von Mexiko kamen, und zahlreiche, aber meist sehr verfallene Missionen legen noch ein stilles Zeug- nis von dem Eifer jener ersten Ansiedler ab. Februar an die Vereinigten Staaten abgetreten.

In demselben Jahre entdeckte man in der Nähe des American River das erste Gold, und bald darauf fanden sich auch an anderen Orten reiche Spuren dieses kostbaren Metalls. Die märchenhaften Erzählungen von den ungeheuren Goldschätzen waren sogar bis nach China ge- drungen, und so landeten am 2. Sie überfluteten jede Arbeitsbranche, verdienten viel Geld mit Saloons, und da sie ihre Familien nicht mitgebracht hatten, sandten sie fast ihren ganzen Verdienst nach China.

Die Reise durch Süd-Kalifornien. Wenn der Reisende, aus der Republik Mexiko kommend, die Vereinigten Staaten zuerst in El Paso betritt, wird er freudig überrascht sein von der plötzlichen Veränderung, die sich ihm in vieler Beziehung sofort bemerkbar macht.

In El Paso angelangt, ist man wieder von pulsierendem Leben und Bewegung umgeben, man findet wieder Hotels, die an Sauberkeit und Verpflegung nichts zu wünschen übrig lassen, kurz und gut, man atmet auf. Mit der Beschreibung der 28 stündigen Eisenbahnfahrt von El Paso bis Los Angeles durch New Mexiko und Ari- zona wollen wir unsere Leser nicht aufhalten; es ist anzu- raten, auf dieser Tour möglichst viel Zeit zu verschlafen, denn die Landschaft bietet rein nichts.

Erst wenn wir den Staat Kali- fornien erreichen, gewinnt dieselbe an Reiz. Die bedeutenden Salzablagerungen bei Salton haben sich jedenfalls durch das Austrocknen der damals zurückgebliebenen Binnenseen gebildet. Bei Colton erscheinen bereits bedeu- tende Obstkulturen, und von da an gestaltet sich die Vege- tation fortwährend reicher.

Weiterhin geht die Fahrt durch das herrliche San Gabriel Valley, und alsbald nähern wir uns Los Angeles, das infolge der lieblichen Lage, wie auch seines wunder- baren Klimas wegen einen Weltruf erlangt hat. Süd-Kalifornien hat sich seit nicht viel mehr als 25 Jahren aus sehr bescheidenen, ja primitiven Verhältnissen zu der jetzigen Bedeutung aufgeschwungen; es ist geradezu phä- nomenal, was amerikanische Tatkraft aus diesem Landes- teil, der früher nur wegen seiner Viehzucht bekannt war, zu machen vermochte.

Die Bevölkerung Süd-Kaliforniens betrug im Jahre gegen 65 Einwohner, und heute ist die Zahl auf gestiegen. So wie Hawaii ist auch Süd-Kalifornien ein Paradies zu nennen, in klimatischer Beziehung ist das eine so gesegnet wie das andere. Die Folge derartiger günstiger Temperaturverhältnisse ist natürlich eine unge- wöhnlich üppige Vegetation.

Die Reich- haltigkeit und Güte der Früchte ist überraschend, daher ist die Obstkultur eine der wichtigsten Abteilungen in der Land- wirtschaft. Millionen Orangenbäume sind in Kalifornien angepflanzt, und diese Kultur allein wirft jährlich 4—5 Millio- nen Dollars ab. Wintergemüse gehen in Wagenladungen täglich nach allen Richtungen der Vereinigten Staaten und Mexiko.

Die Stadt hat Einwohner und liegt 15 englische Meilen von der Küste des Ozeans entfernt, mit dem sie 26 durch den Hafen von San Pedro verbunden ist. In jüngster Zeit ist damit begonnen worden, diesen vorteilhaft gelegenen Platz als Tiefseehafen auszubauen. Das majestätische County Court House beherrscht die Stadt, dieser stilvolle, rote Sandsteinbau ist von allen Seiten her sichtbar.

Für das Publikum befinden sich mehrere idyllische Parks in verschiedenen Bezirken der Stadt, die hinsichtlich ihrer geschmackvollen Anlage, der üppigen Vegetation und Sauber- keit nicht leicht ihresgleichen finden. Jung und alt ist hier, fern vom Treiben der Stadt, vereinigt, Herren und Damen lagern sich auf den schattigen Rasenplätzen, und die Jugend er- freut sich an sportlichen Spielen. Öffentliche Parks sind in Amerika nicht nur zum Anschauen und Promenieren da, 27 sondern sie stehen dem Publikum zur freien Benutzung offen; man wird daher nicht wie in Europa überall ange- schrieben finden: Durch fruchtbares Gelände und ausgedehnte Obstkulturen fahren wir in 30 Minuten nach dem lieblichen Kurorte Pasadena.

Die unglaublich erschienenen Berichte bestätigten sich in- dessen vollständig, und jetzt ist diese Merkwürdigkeit eine allbekannte Sache. Den Hauptsammelplatz der vornehmen Welt bildet in Pasadena während des Winters das prachtvolle, inmitten schöner Anlagen erbaute Hotel Green. Altadena ist Station für die Bergbahn auf den Mount Lowe. Wir waren nicht wenig gespannt, diesen Aussichts- punkt kennen zu lernen, der uns als einer der schönsten der Welt geschildert worden war.

Treppen führen etwa eine Meile aufwärts zu lauschigen Plätzchen mit Tischen und Bänken, sehr geeignet zur Abhaltung von Picknicks, die ja der Amerikaner so sehr liebt. Es kann aber auch nichts Reizenderes geben, als eine solche Gesellschaft jugendfroher Menschen, zwanglos ge- lagert im schattigen Waldesgrün. Unter Lachen und Scherzen werden in harmloser Ungezwungenheit die mitgebrachten Kostbarkeiten verzehrt; das Mahl ist gewürzt von dem herr- lichen Duft des Waldes, in dem sich die fröhliche Kinder- schar tummelt.

Die schön bewaldeten Höhen der Sierra Madre rücken näher, während die weite Ebene mit den freundlichen Ortschaften scheinbar in die Tiefe versinkt. An grausigen Abgründen entlang, über zahlreiche Schluchten und kühne Brücken, sowie weiterhin durch prachtvolle Waldungen klimmt der Wagen im schnellen Tempo, scharfe Kurven und lang- gestreckte Windungen beschreibend, empor.

Ein reizendes Chalet, fast ganz im Walde versteckt, bietet Sommer und Winter ein anmutendes Unterkommen. In Winterszeit sind alle die umliegen- den hohen Berge mit Schnee bedeckt, und auch auf der Fahrt von Echo Mountain nach Alpine Tavern ist für kurze Zeit reichlich Schnee anzutreffen ; dann kann man das Ver- gnügen haben, sich auf der Höhe mit Schneebällen zu werfen, zwei Stunden später in Pasadena, umgeben von blühenden Rosenbüschen, Orangen von den Bäumen zu pflücken und sich gegen Mittag in Santa Monica durch ein Seebad zu erquicken.

Wir benutzen die Eisenbahn bis San Pedro und besteigen hier einen für die Überfahrt bestimmten Dampfer. Die 2 y 2 stündige Seefahrt ist meistens eine sehr angenehme, da ungünstiges Wetter eine Seltenheit bildet. Schon aus weiter Ferne sehen wir das Inselgebirge Santa Catalina aus der Meeresfläche heraus- wachsen, ein Gebirgsmassiv in einer Ausdehnung von 22 Meilen, dessen sonnigem Gestade wir uns, der Bucht von Avalon zusteuernd, nähern.

Klimatisch besonders begünstigt, eignet sich die Insel mit der reizenden Bucht für Sommer- und Winteraufenthalt, die Hochsaison 31 aber fällt auf die Monate März, April und Juli bis Sep- tember. Aber auch abgesehen von dem herrlichen Klima besitzt Santa Catalina noch manches, was den Reisenden anzieht, so vor allen Dingen einen ungewöhnlichen Reichtum an Fischen.

Einer der in der Nähe der Insel sehr zahlreich vorkommenden Sportfische ist der Black Sea Bass, der eine besondere Anziehungs- kraft auf den Angler ausübt. Fische im Ge- wicht von Pfund sind keine Seltenheit, sie sind in der letzten Zeit oft gefangen worden. Er ist der widerstands- fähigste Angelfisch, und in vielen Fällen befreit er sich noch nach stundenlangem Kampfe. Dieser Fisch kommt bis zu einem Gewicht von Pfund vor.

An der Küste von Santa Catalina entlang gleicht der Ozean einem wundervollen, natürlichem Aquarium, und diesem Umstand Rechnung tragend, hat man hier zu Ver- gnügungsfahrten gedeckte Boote mit Glasböden konstruiert, durch die es möglich ist, alle Herrlichkeiten des Meeres- grundes zu bewundern.

Die Pracht, die sich dem Be- schauer da unten in der vom Sonnenlicht hellerleuchteten Tiefe darbietet, in die man aus dem dunkelgehaltenen Boote hinabblickt, ist unbeschreiblich. Höhlen und Schluchten sind reich bewachsen mit allen erdenkbaren Seepflanzen, die ganze Wälder bilden und infolge der Bewegung des Wassers beständig hin- und herwogen. Wir sehen lang- faserige Moose in wunderbarer Farbenzartheit, zwischen denen sich Hunderte von Seetieren aller Art, goldglänzende und smaragdenschimmernde Fische, Seesterne, Seeglocken und Polypen mit den langen, beweglichen Saugarmen hin- durchbewegen.

Eine andere fremde Welt tut sich uns auf, wenn wir mit einem kleinen Dampfer eine Fahrt nach dem nur eine halbe Stunde entfernten Sealrocks unternehmen. An dem wildzerklüfteten Gestade der interessanten Küste entlang gelangen wir zu einer Stelle, wo eine Unmenge Felsenriffe schroff aus den scharf gegen diese anbrandenden Meeres- fluten emporragen.

Bei unserer An- näherung kam sofort Leben in die fremdartige Gesellschaft; mit Hilfe ihrer Flossen sich aufrichtend, streckten die Tiere Hals und Kopf hoch empor, so auf wogenumbrausten Felsen einen wundervoll majestätischen Anblick darbietend. Die Tiere, harmlos in jeder Beziehung, stehen in Amerika unter be- hördlichem Schutz und sind von der Jagd ausgeschlossen. Diese intelligenten, von Natur aus sehr scheuen Tiere sind infolgedessen nicht sehr ängstlich, doch für ihre Jungen stets besorgt.

Da wir jedoch die Gelegenheit nicht versäumen wollten, die Gruppe der Seelöwen zu photographieren, suchten wir trotz der dringlichen Warnung des Familienoberhauptes nach einer Landungsstelle, um ein Bild zu ermöglichen. Nun entstand unter fortwährendem Auf- und Niedertauchen ein wahrer Höllenlärm durch das empörte Bellen sämtlicher Seelöwen, was uns aber nicht hinderte, die Szene zu photographieren. Im Vorder- grunde liegt die halbkreisförmige anmutige Bucht von Avalon mit den gleich Wächtern aus dem Meere aufragen- den, hohen Felsenriffen.

Eine Zweigbahn bringt uns in 40 Minuten am Strande entlang nach La Jolla, wo sich von den Meeres- fluten gebildete Strand- höhlen befinden. Die Bahn kommt an der ältesten Mission Kaliforniens vorüber, d. La Jolla bildet ein langgestrecktes Plateau, das auf mehrere Meilen hin am Ufer entlang eine Reihe merkwürdiger Gebilde aufweist, die von den Wogen bei hohem Seegange in die Wandungen der Klippen gearbeitet worden sind.

Staunend erblicken wir da hohe, fast ganz runde, einzeln stehende Säulen und viele andere wunder- bare Gebilde. Wenn die Flut eintritt und die See hochgeht, strömen die heranstürmenden Wogen mit furchtbarer Gewalt in alle Vertiefungen, und mit donnerndem Getöse pressen sie die Luft aus denselben heraus.

Durch alle Räume eilen sie zischend und brausend, um neue Arbeit am tausendjährigen Werke zu verrichten. Ist dann das Wasser wieder abgeflossen, so wimmelt es in den kleinen, teichartigen Vertiefungen des Bodens von zahlreichen Seetieren, welche die Meeresfluten nicht wieder erreichen konnten. In San Diego durchfahren wir den eleganten, geschäfts- reichen Stadtteil, dann nimmt uns ein Ferryboot auf und bringt uns in wenigen Minuten nach Coronado-Beach.

Wenn wir nach erfolgter Landung die mit prächtigen Pal- men besetzte Avenue hinabfahren und am Ende derselben einen mit Türmen und Erkern geschmückten Prachtbau inmitten eines herrlichen Parkes erblicken, so vermuten wir eher, uns einer fürstlichen Besitzung als einem Hotel zu nähern. Entfaltet sich schon im Sommer hier ein sehr reges Leben, so erreicht der Ver- kehr doch erst im Winter seinen Höhepunkt.

Wenn die Hotelverwaltung in ihrer Broschüre sagt: In den Vereinigten Staaten sind Zeltlager bezw. Auch Santa Monica ist das ganze Jahr hindurch offen, es existiert kaum ein Tag, an dem man nicht eine zahlreiche 38 Badegesellschaft hier am Strande antrifft.

Ein fesselndes, fröhliches Bild entfaltet sich in der starken Brandung — Herren, Damen und Kinder jauchzen im bunten Durch- einander, wenn die hochgehenden Wellen ihnen über die Köpfe schlagen, wenn sie den Halt verlieren und im näch- sten Augenblicke von der Woge gehoben an den Strand ge- worfen werden.

Nach Redlands und Riverside. Die Tour bildet eine Rundfahrt; der Reisende kommt daher nie am gleichen Orte wieder vorüber, er nimmt fortwährend neue Eindrücke in sich auf. Die Hauptpunkte, die wir berühren, sind: Pasadena, San Bernardino, Redlands und Riverside. In Riverside wurde die kalifornische Orangenkultur zuerst begründet, dann breitete sie sich über die ganze Umgegend aus.

Die Szenerie erhält hier im Winter den gleichen eigenartigen Reiz wie in Pasadena; unten das herrliche, grünende Tal mit dem üppigen Blumenflor und den saft- strotzenden Früchten, die sich von dem satten Grün lebhaft abheben, in der Höhe die massige Bergkette mit der schnee- igen Krone. Darüber wölbt sich der wolkenlose, südliche Himmel, Tag für Tag heiteren Glanz und erquickende Wärme über die paradiesischen Gefilde ausbreitend.

Wenn wir sagen, die Kultur der Orangen werde hier wissenschaftlich betrieben, so ist dies vollständig richtig, denn es gibt keinen Ort auf der Welt, wo diese Industrie mit so viel Intelligenz und Kunst behandelt wird. In Riverside befinden sich noch die Stammeltern fast aller Pflanzungen in Kali- fornien. Als die meist mittellosen und trägen Mexikaner das Land in Besitz hatten, glich dieses jetzt so reiche Ge- biet einer Wüste. Die Hauptbedingung für das Gedeihen der Orangen ist genügend viel Wasser, und dies fehlte hier gänzlich.

Aber amerikanische Energie sah hierin kein Hindernis; vom Santa Ana River aus wurden durch die hoch gelegenen Gegenden des Tales Kanäle gebaut, die, mitZementwandung versehen, einem Wasserverlust vorbeugen. So befördern drei bedeutende Zuflüsse die Wassermengen 40 9. Vernal Falls im Yosemitetal. Dann werden in den Pflanzungen allerwärts mäch- tige Feuer angezündet, wodurch es gelingt, die nötige Wärme in den Kulturen zu erhalten.

Zwischendurch verteilt sehen wir stolze Magnolien, Zypressen, Grivelias und viele andere Zierbäume, die eine lebhafte Abwechslung in die Anlage bringen. Auf dieser Fahrt erhalten wir in dem kurzen Zeitraum weniger Stunden eine richtige Vorstellung der ungewöhnlichen Vegetation dieses gesegneten Teiles des Landes. Für einen Besuch liegt die Farm in Pasadena bequemer als die zu Fallbrook und ist daher auch bekannter geworden; alltäglich wird sie von vielen Touristen aufgesucht. Der sehenswerteste Platz in der Farm ist der Ort, wo sich die soeben erst ausgebrüteten Jungen aufhalten.

Wenn einem der noch in der Schale festgehaltenen Genossen die Kräfte versagen, sich ans Tageslicht zu arbeiten, bemühen sie sich eifrig, den noch halb gefangenen Bruder herauszupicken. Nicht weniger interessant ist ein Besuch der separierten Familien. Ein Schlag mit dem Kopfe genügt, einen Mann zu Boden zu werfen. Die Missionen in Kalifornien.

Es war um die Mitte des Durchführung ihres Kolonisierungsplanes zu errichten. Heutzutage ist es uns kaum noch möglich, die Begeisterung jener Männer genügend zu würdigen, die nötig war, ein so ungemein gefahrvolles Unternehmen auszuführen, wie es die Verbreitung des Christentums unter diesen wilden 44 Völkerstämmen war.

Die erste Mission wurde zu San Diego errichtet, eine andere zu Monterey und eine dritte zwischen diesen beiden Plätzen. Infolge der hohen Lage und soliden Konstruktion der Gebäude boten dieselben Sicherheit gegen eventuelle feindliche Angriffe.

War der Balken alsdann für den Trans- port bereit, so segneten die Priester denselben, nach wel- cher Zeremonie er auf die Schultern einer langen Reihe Indianer gehoben und über Berg und Tal bis zum Bestim- mungsorte getragen wurde. Auf diese Weise sind oft schwere Balken 40 — 50 Meilen weit fortgeschafft wor- den!

Nichts kann an der ganzen kalifornischen Küste gefunden werden, das malerischer wirkt 47 und sich in besserer harmonischer Stimmung befindet, als diese Gebäude. Vater Junipero war anfangs tief betrübt über den 48 So wurden sie alsbald sehr brauchbare Mitglieder der Gesell- schaft, die für ihren Lebensunterhalt ehrlich arbeiteten, Ackerbau trieben und sich mit Viehzucht beschäftigten.

Als Mexiko später zu dem Entschlüsse kam, alle Mis- sionen und Klöster einzuziehen und deren Eigentum zu konfiszieren, war das Werk der Franziskaner - Mönche, unter so schwierigen Verhältnissen aufgebaut, mit einem Streiche wieder vernichtet.

Sobald indessen die Franziskaner ihres Einflusses auf die Einge- borenen wieder verlustig gegangen waren, fielen diese zu- rück in ihre alten, üblen Gewohnheiten, in denen Hinterlist die Hauptrolle mit gespielt hat. Dieses berühmte Tal, das bekanntlich an landschaftlicher Schönheit so reich ist, liegt auf dem Wege von Los Angeles nach San Franzisko, und dasselbe kann auf drei verschiede- nen Routen erreicht werden: Die verschiedenen Verbindungsgelegenheiten bringen die Annehmlichkeit mit sich, den Weg hin und zurück über zwei verschiedene Stagerouten machen zu können.

Dies ist empfehlenswert, da die Reise mit dem Wagen sehr lang ist und der Reisende daher, wenn er auf seiner Rückfahrt gar nichts Neues mehr sieht, ermüdet.

Die zwischen Los Angeles und San Franzisko verkehrenden Reisenden können jede dieser Routen benutzen, je nach- dem sie die Bahnstation für die Weiterfahrt mit der Stage wählen. Die europäischen Alpen sind voll von wilder und ro- mantischer Schönheit, sie enthalten viele dazwischen ge- streute herrliche Täler, staunenerregende Berge; aber es würde vergeblich sein, nach einem Orte zu suchen, dieser Perle der Sierra Madre vergleichbar.

Nahe dabei steht der Half Dome, eine solide Granitmasse, die, wie der Name andeutet, den Eindruck macht, als sei sie in senkrechter Richtung mitten durch- geschnitten worden. Weit zurück liegen die Vernal und Nevada Falls, undunweitder- selben hebt sich als dunkle, scharfgezeich- nete Silhouette der Dome, die Krone des Ganzen, wie die Kup- pel einer gewaltigen Kathedrale vom Hori- zont ab.

Wir waren daher nicht wenig erstaunt, als wir zur Weiterfahrt aufgefordert wurden, und sahen der Entwicklung des Weges mit Span- nung entgegen. Bald nach Beginn der Talfahrt wird unsere Auf- merksamkeit durch ein Geräusch, dem leisen Murmeln der Wellen gleich, in Anspruch genommen, das nach und nach immer deutlicher wird, bis wir uns plötzlich einem der schönsten Wasserfälle gegenübersehen. Oben in der Höhe quillt das Wasser, einer kolossalen Traube gleich, hernieder, aber im Weiterschweben über die schwindlig steile Wandung herab löst es sich auf in einen duftigen Sprühregen, der wie eine flüssige Wolke herniederwallt.

Die Sonnenstrahlen fallen hinein in den wolkigen Nebel und brechen sich in den milden Farben des Regenbogens, die sich in eigentümlichem Kontrast zu dem mürrischen Dun- kel des dahinterliegenden Felsens befinden. Die Fahrt ins Tal ist nun zurückgelegt, und wir sind zufrieden, die müden Glieder ein wenig der Ruhe über- lassen zu können; wir quartieren uns im Sentinel-Hotel ein, das nach drei Seiten hin mit himmelanstrebenden Felsen- vesten ganz umgeben ist.

Am nächsten Morgen jedoch sind wir zu guter Zeit auf, um den berühmten Mirror Lake zu besuchen, welcher zauberhafte See frühzeitig in seiner ganzen Schönheit prangt. Die Klarheit der Spiegelung ist überraschend — die ganze Umgebung, bis hinauf zu den Gipfeln der Berge erscheint in der blaugrünen Wasserfläche noch viel deutlicher als in der Natur, weil der graue Dunst durch die Färbung ab- sorbiert wird. Der Rand des feurigen Balles erscheint jetzt auf dem Grunde des Sees und rückt über die scharfgezeichnete Kuppel des Felsenmassivs langsam vor, von einer Sekunde zur andern Glanz und Herrlichkeit steigernd.

Nun hat sich die Scheibe von dem Felsen voll- ständig losgelöst, und der ganze See strahlt wieder in ihrem Lichte — das packend Märchenhafte des Zwielichtes ist ge- wichen, die geheimnisvolle Dämmerung entflohen, der Zauber vom Licht des Tages zerstört.

Ein kaum wahrnehmbarer Luftzug weht hin über die stille, spiegelnde Fläche, die- selbe in zitternde Bewegung versetzend, leichte, kräuselnde Wellen zerstören die entzückende Spiegelung, verwandeln dieselbe in ein Zerrbild.

Vom flackernden Licht geblendet blicken wir in den strahlenden Tag, verschwunden ist das schöne Bild, gleich einem Traume. In der Tiefe angekom- men, eilen die Fluten zischend und kochend weiter, sich mit Mühe durch die sie einengenden Felsen zwängend, auf 55 ihrem Wege bilden sie eine ganze Reihe kleiner Kata- rakte.

Ohne sich eines Schauders erwehren zu können, ist man nicht imstande, in den sich da unten öffnenden Hexenkessel zu schauen, wenngleich man sich hier in vollständiger Sicherheit befindet. Wenn wir auf dem Vor- sprunge des Felsens stehen und hinunterblicken in den furchterregenden Abgrund, sehen wir den Mercedes River in die schreckliche Tiefe stürzen.

Die aufgeregten Wasser- mengen wüten gegen die tiefer lie- genden Felsen, werden zurückge- worfen und zu Schaum geschlagen — so geht es immer weiter, an- stürmend und abprallend, bis die ganze Masse wolkenbruchartig im Tale anlangt. Die Nevada Falls bilden unbedingt einen der schönsten Wasser- fälle der alten und neuen Welt, einzig übertroffen vielleicht vom Niagara und jenen des Hardangerfjord in Norwegen, der bekanntlich die höchsten Wasserfälle inmitten wunder- voller Szenerie aufzuweisen hat.

Zunächst führt uns der Reitweg wieder ein be- deutendes Stück langsam abwärts, aber sobald der Anstieg 57 beginnt, gestaltet sich derselbe ziemlich steil. Wenn wir an der hohen Wand in der Richtung nach dem Hotel zu emporklimmen, wird der Ausblick auf das Panorama des Hochgebirges mit jeder Minute umfassender, seine Schön- heit entfaltet sich bei jedem Schritte immer mehr.

Das Tagesgestirn neigte sich bereits dem westlichen Horizont zu, wenige Minuten noch, und das glänzende Licht, von dem die Land- schaft jetzt noch Übergossen war, erstarb langsam, an seine Stelle trat der milde Schimmer der Abenddämmerung.

Aber auch diese Färbung erstarb alsbald, und blaugrau lag der gewaltige Gebirgszug, wie zum Schlafe bereit, vor uns. Tiefe Dämmerung hüllte nun das Tal ein, in welchem sich der Mercedes River mit seinem gewundenen Laufe, einem silber- nen Bande gleich, abzeichnete. Obgleich die Sonne nun schon längst untergegangen war, lagerte doch nicht vollständige Dunkelheit über der Gegend, es war im Gegenteil höchst merkwürdig, mit welcher Deutlichkeit man noch viele Einzel- heiten zu erkennen vermochte.

Der Himmel erschien jetzt in einer brillant violetten Färbung, die einen wunderbaren Kontrast zu dem hellgrauen Tone der Kuppel des Half Dome bildete.

Von dieser Höhe aus fällt hier die Felswand senkrecht ab bis ins Tal. Nur solche Menschen, denen das Gefühl von Schwindel vollständig fremd ist, kön- nen es wagen, auf die noch dazu etwas nach oben gerundete 59 Platte hinauszutreten; es ist ein Anblick, der das Blut er- starren macht, wenn man jemand hinausschreiten sieht auf diesen in so grauenhafter Höhe frei in die Luft hinaus- hängenden Stein Bild 8.

Zweifel- los ist der lange, schmale Block einst von der Höhe herab- gestürzt, hat an dieser Stelle ein Hindernis gefunden, das ihn auf seinem Wege zu Tal an einem Ende hemmte und ihm die Kraft zum Weiterspringen entzog.

Die Gänsehaut überläuft einem, wenn man vorübergeht und nach dem unheimlichen, drohenden Ungetüm hinaufblickt. Wie dem Wanderer zum Hohne führt der Pfad nach der Tiefe immer und immer wieder an dem steinernen Gesellen vorüber, und man kann sich nicht helfen, wiederholt nach ihm in Angst zurückzuschauen, ob er noch in seiner Position verharrt. Der nächste Tag fand uns zeitig auf dem Wege nach den- Yosemite Falls. Ein guter Pfad leitet bis hinauf zum Gipfel, wer indessen nicht ans Berg- steigen gewöhnt ist, wird sehr ermüdet von der Tour zurück- kehren.

Die vorstehend beschriebenen Punkte des Yosemite-Tales umfassen alle diejenigen Orte, die, als am meisten sehens- wert, von fast sämtlichen Touristen, deren Zeit knapp b - 61 messen ist, besucht werden.

Der indianische Name für diesen Berg war: Auf der gegenüberliegenden Seite tritt der malerische Sentinel Rock kühn hervor, ein Felsengebilde, das lebhaft an die Dolomiten Tirols erinnert, und zu welchem die sich daneben erhebenden Cathedral Spires ein würdiges Gegenstück bilden. Foleys Yosemite Souvenir and Guide, in dem sich alle Touren vorfinden.

Auf diese Weise entstanden sogar nach und nach Tunnels durch die mächtigsten der Stämme, die mit der Zeit immer mehr erweitert wurden. Nicht wenig überrascht ist man daher, wenn man dann auf der Fahrt durch eine ausgedehnte Waldung so mächtiger Bäume kommt. Starb ein Baum, so war die Ursache gewöhnlich Blitzschlag, wenn nicht Menschenhände ihm Schaden zufügten. So ist es eine volkstümliche Annahme, die letztere Hälfte als diejenige zusammenzufassen, die nördlich von den sechs südlichsten Counties liegt.

Wer auf beiden Eisenbahnlinien reiste, wird nicht wenig über die Mannig- faltigkeit der Temperatur und Vegetation erstaunt gewesen sein, die sich ihm auf seinem Wege darbot. Hinabsteigend in die Täler, gelangen wir durch Gebiete, die bedeutend unter dem Meeresspiegel gelegen sind.

Wir werden bekannt gemacht mit allen er- denkbaren klimatischen Verhältnissen, von der vernichtenden Wüstenhitze bis zur bitteren Kälte des Hochgebirges und treffen mit einer Bevölkerung zusammen, die aus allen Erdenwinkeln hierher geströmt ist. Mexikaner, Indianer, Chinesen und Europäer, alle haben sich vereinigt, um durch ihre Erfahrung zur Förderung des Handels, der Industrie und des Ackerbaues beizutragen. Die Hälfte von allem Getreide, das in Kalifornien wächst, wird in diesem Tale geerntet; wir können Farmen von — Acker Land sehen, auf denen die Felder mit Dampfmaschinen gepflügt werden.

Zur Erntezeit arbeiten Maschinen, die, von 20 — 30 Pferden gezogen, hinausfahren und das Ge- treide mähen, es ausdreschen und in Säcke füllen.

Wenn wir für die Reise die Southern Pacific R. Wir kommen vorüber an Weinkulturen mit strotzenden Trauben, an Obst- gärten mit üppigen Früchten und sehen in den Parkanlagen die prächtigsten Koniferen und Eukalyptusbäume. Hier in der Nähe befindet sich auch das berühmte Lick Observatorium, das, auf dem Mount Hamilton gelegen, von San Jose aus leicht mittels Stagefahrt zu er- reichen ist. Der 26 Meilen lange Weg dahin windet sich anfänglich durch das wun- dervolle Santa Clara Valley, wenn derselbe aber zu steigen beginnt, erweitert sich die Aussicht, und der Blick wird weit hinaus über die Ufer des Meeres frei.

In der Ferne zeigt sich die San Franzisko-Bai, und wenn der Tag zufällig ein recht klarer ist, vermögen wir in nörd- licher Richtung Hunderte von Meilen weit zu schauen, bis dahin, wo der altehrwürdige Mount Shasta sein eis- umgürtetes Haupt gen Himmel hebt.

Eine ausgezeichnete Linse steht dem Publikum jederzeit zur Verfügung, wöchentlich einmal aber kann man die 68 nächtlichen Himmelswunder durch das Riesenteleskop be- trachten. Wir kommen nun nach Monterey, an der südlichen Ab- flachung der gleichnamigen Bai gelegen, dem Ideal eines Winteraufenthaltes, das zugleich eins der schönsten Hotels der Vereinigten Staaten sein eigen nennt. Damals war die Stätte von ziemlicher kommerzieller Be- deutung, doch das so schnell aufblühende San Franzisko stellte den Ort gar bald in den Schatten.

Die Stadt macht heute einen schläfrigen, konservativen Eindruck, aber als Sommer- und Winterkurort besitzt sie eine bedeutende Popularität. Hotel Monterey be- findet sich in herrlicher Lage, es bildet einen beliebten Rendezvous-Ort für Ausländer während des Winters, aber die Bewohner von San Franzisko ziehen vor, in den Sommer- monaten hier zu weilen, um den kalten Passatwinden und den damit verbundenen Nebeln zu entfliehen, die in dieser Zeit dort vorherrschen.

Als sehr schöne Ausflüge in die Umgebung wollen wir nur nennen: Aber nicht allein instruktiv ist die Zusammenstellung aller existierenden Pflanzen dieser Gattung, die wunderbaren Formen und Farben der Blüten bilden auch eine herrliche Augenweide. Diese Rund- fahrt bringt uns mit nach Santa Cruz, berühmt durch den wundervollen Strand, die malerische Küste und eine ver- schwenderische Vegetation.

San Franzisko und Umgebung. Die Bai ist 50 Meilen breit und 10 Meilen lang, sie ist bekannt als einer der schönsten Häfen der Welt. Eine hoch aus dem Wasser emporragende Insel, Goat Island, nimmt alsbald unsere Aufmerksamkeit in Anspruch; auf diesem malerischen Punkte befindet sich ein Leuchtturm sowie eine Schule für Seekadetten.

In der Ferne entfaltet sich bereits eine umfassende Aussicht auf die Stadt. Kommen wir mit der Santa Fe R. Auf diesem Wege passieren wir die Bai nahe dem Golden Gate, welches von einer natürlichen Festung, aus hohen, schroffen Felsen bestehend, bewacht wird; es ist ein amerikanisches Gibraltar, das mit Batterien entsprechend besetzt ist. Hier befindet sich das Fort Winfield Scott, eine veraltete Befestigung, hinter welcher indessen moderne, widerstandsfähige Bollwerke errichtet worden sind; die Tiefe beträgt an dieser Stelle 23 Faden!

Golden Gate ist zweifel- los der am besten befestigte Hafen der Vereinigten Staaten, und es wäre sicherlich kein geringes WagstSck für die Kriegsschiffe fremder Nationen, die Einfahrt erzwingen zu wollen.

Die am meisten vorge- schobenen Punkte sind die Heads, auf dessen einem vor dem Erdbeben das Cliff House stand, während direkt im 73 Kanal die befestigte Insel Alcatraz mit einer Torpedo- station liegt. Bevor wir nun unsere Rundtour in San Franzisko be- ginnen, wollen wir uns mit der frühesten Geschichte der Hauptstadt des pazifischen Küstenlandes näher bekannt machen. Wir haben bereits erzählt, wie und wann Kalifornien von den Spaniern besiedelt wurde , aber jene Niederlassungen gingen nördlich nicht weiter als bis Monterey.

Das erste feste Gebäude ist im Juli dort errichtet worden, 75 wo sich jetzt Chinatown befindet, und im Jahre be- zifferte sich die Bevölkerung erst auf Seelen. März brachte ein Schiff Ansiedler, bestehend aus Ameri- kanern und Europäern, nach San Franzisko, die sich dem Innern zuwandten, um Entdeckungen zu machen und Aben- teuer zu erleben.

Das erstere erfüllte sich über alles Er- warten! Marshall war am Januar damit be- schäftigt, eine Sägemühle in Coloma, etwa 45 Meilen von Sakramento, zu errichten, und einen Graben für den Lauf des Wassers ausstechend, fand er eine Quantität Gold.

Am Ende des Jahres bereits war die Bevölkerung von auf gestiegen, und im Juni des folgenden Jahres landeten Ansiedler.

Natürlich blieben nicht viele der Neuankömmlinge in San Franzisko, sondern sie begaben sich in die Berge, um ihr Glück zu versuchen. Aber trotzdem war die Einwohnerzahl in der City bis zum Januar auf gestiegen. Die Zu- 76 stände, wie sie damals auf der Halbinsel herrschten, kann sich so leicht niemand vorstellen.

Es ist wahr, viele von ihnen erwarben Vermögen in unglaublich kurzer Zeit, aber verglichen mit den Tausenden, die elend in den Bergen umkamen, ist dies nur eine Handvoll Glücklicher gewesen. Am klügsten handelten jene, die mit den Bedürfnissen der vielen Abenteurer rechneten, ihnen Lebensmittel und Be- darfsartikel wie auch Werkzeuge für die anzustellenden Grabungen lieferten. Sie konnten flotte Geschäfte machen und ungewöhnlichen Nutzen erzielen.

In der ersten Zeit, die auf die Entdeckung folgte, war das Ergebnis monatlich Dollar, das im folgenden Jahre schon auf andert- halbe Million Dollar und auf drei Millionen Dollar monatlich stieg. Auch der Name Klondike hat in den letzten Jahren einen magischen Klang erhalten, der sich an reiche Goldminen daselbst knüpft, aber ein tiefer Schatten ver- dunkelt den Namen, wenn die offiziellen Zahlen des Exportes an Gold aus Kalifornien zu sprechen beginnen.

Die Aus- 77 grabungen des Jahres ergaben Dollar und jene während des Jahres 54 Dollar. Es bestätigte sich da treffend das bekannte Wort: Viele Menschen vermochten nicht, ihren schlechten Leidenschaften Zügel anzulegen, alle Laster wur- den öffentlich verübt. Nach- dem eine Anzahl der schlimmsten Verbrecher gehängt und andere aus der Stadt vertrieben worden waren, entstand wenigstens etwas ähnliches wie Gesetz und Ordnung, je- doch nicht für lange Zeit, denn fünf Jahre später, , be- gann das gesetzlose Element die Stadt von neuem zu terrori- sieren.

Durch den feigen Mord aber, der an dem U. Es wurden Barrikaden gebaut, eine Miliz organisiert, und eine kleine Flottille patroullierte die Bai 78 ab. Die gefährlichsten Subjekte hängte man auf, andere wurden im Verhältnis zu ihren Verbrechen bestraft, und eine städtische Verwaltung trat ins Leben.

Wenn sich auch der Verlust an Menschenleben glücklicherweise nicht annähernd so fürchterlich erwiesen hat, wie z.

Das Erdbeben des April, im Verein mit Feuer- schrecken, hat die gewaltigste Katastrophe gezeitigt, von welcher San Franzisko je heimgesucht worden ist. Anfangs war die Erschütterung eine allmählich sich entwickelnde, bald nahm sie jedoch an Heftigkeit zu. Die Schornsteine begannen zu fallen, und die Gebäude wankten und krachten in ihren Grundfesten. Viele der Unglücklichen hatten sich aber nur aus den wankenden Häusern gerettet, um von den fallenden Trümmern erschlagen zu werden.

Diejenigen, welche inner- halb der Gebäude geblieben waren, kamen besser weg; sie erlitten meist nur Verwundungen, retteten jedoch das Leben.

Andere Städte würden so ernste Katastrophen gar nicht überlebt haben, aber San Franzisko stieg immer wieder, einem Phönix gleich, schöner aus der Asche empor. Die Anpflanzung des Weines ist den guten Paters zu danken, die zwar im Interesse der Missio- nen keine Beschwerden scheuten, ihren Wein aber nicht gern missen wollten. Der kalifornische Boden schien sich für die spanischen Reben nicht gut zu eignen. Wenn sie auch einen angenehmen Tafelwein in beträchtlicher Menge lieferten, so war derselbe doch ohne kommerziellen Wert, weil er nicht die Versendung vertrug.

Einige Sorten Ciaret kommen dem besseren Bordeaux ziemlich nahe, während andere Marken zwar ein gutes Resultat ergeben, aber der Original- sorte in der Heimat absolut nicht gleichen, eine Erschei- nung, die auch bei den Rheinweinen vorherrscht. Am berühmtesten sind kalifornische Sherry- und Portweine; sie sind kaum geringer als die spanischen und portugiesischen Sorten.

Wir wollen nun zunächst einen Blick in die Vergangen- heit der Stadt werfen und eine Wanderung beschreiben, die wir vor dem verheerenden Brande vorgenommen haben, was wir für um so zweckentsprechender halten, als der Reisende, der in späteren Zeiten San Franzisko besuchen wird, wohl ungefähr das gleiche Bild wieder vorfinden dürfte.

Nachdem wir in- dessen dem Leser das entschwundene Bild vor Augen ge- führt haben werden, wollen wir noch über einen Streifzug Bericht erstatten, der am Tage nach der grauenvollen Ver- nichtung stattgefunden hat; nur so kann man eine Vor- stellung von dem Umfang des kolossalen Unglücks erhalten.

Die Schwierigkeiten wurden mit Hilfe einer Kabel- linie, bei der das Drahtseil unter der Erde läuft, über- wunden, ein System, das nun allerdings nach und nach der elektrischen Anlage weicht, ausgenommen da, wo die enorme Steilheit nicht genügende Sicherheit bietet. Bald genug aber erwies sich das System als gänzlich ungefährlich und zuverlässig.

Heutzutage denkt kein Mensch mehr an eine Gefahr, denn es haben sich in der ganzen Zeit des Be- stehens nur einige kleine Unfälle ereignet. Vom Ende der Market Street, dem Ferry-Gebäude aus, fährt man für fünf Cent bis hinaus nach dem Cliff House, das ist eine Entfernung von sieben Meilen, wobei man an den interessantesten Punkten der ganzen Stadt vorüberkommt. Das Postoffice hat lange Jahre hindurch als Gebäude der Stadt keine Ehre gemacht, denn es war so unwürdig wie möglich für San Franzisko ; das ist nun allerdings anders geworden, der Neubau an Mission und 7th Street bildet eins der schönsten Postgebäude der Vereinigten Staaten.

Ein Besuch der Münze ist sowohl interessant als auch instruktiv. Die enormen Quantitäten der hier aufgehäuften Gold- und Silbermünzen wirken auf jeden Besucher geradezu verwirrend und blenden das Auge.

Auch die Akademie der Wissenschaften ist ein Institut von Be- deutung. Im Verhältnis zur Höhe ist das Gebäude ziemlich schmal, und der kuppel- artige Aufbau desselben trägt noch mit dazu bei, das Auf- fallende in der Erscheinung zu vermehren. Von oben er- öffnet sich eine wundervolle Aussicht weithin über die ganze Stadt, die schöne Bai und den Ozean.

Ganz abgesehen von der Schönheit der ungeheuren Anlage ist die Energie bewundernswert, mit der dieser herrliche Park einem Stück Erde abgerungen worden ist, das sich hart- näckig weigerte, der Befruchtung zugänglich zu sein. Das Wunder vollbracht zu haben, rechtfertigt den Stolz der Be- völkerung auf dieses mühereiche Werk.

Diese Dünen sind die Überbleibsel jener, auf denen sich der Park 87 jetzt ausbreitet; zur Zeit als die Stadt an der Bai entstand, war hier überall nichts als Sand, überall nur vom Sturm hin- und hergewehter, öder Sand. Mehr und mehr nimmt diese noch übrige wüste Gegend in der Richtung nach dem Meere zu ab, denn es liegt die Absicht vor, den Park bis un- mittelbar an die Küste auszudehnen.

Die weitere Ausbreitung derselben ver- minderte diesen Übelstand bedeutend, aber es war immer- hin noch ganz unmöglich, junge Bäume und Pflanzen am Leben zu erhalten, da der wehende Sand die Vegetation im Keime erstickte. Auf diese Weise entsteht unter dem Sande ein förmliches Netz von Wurzeln, das denselben fesselt. Viele Tausende dieser Pflanzen wurden nun in die Dünen gesetzt, und nicht lange währte es, so lag der lose Sand fest und unbeweglich an seinem Platze.

Seen und Springbrunnen, eine künstlerische Tonhalle, Statuen be- rühmter Männer zieren die wundervollen Anlagen; ein monu- mentales Warmhaus mit seltenen tropischen Pflanzen, ein Tierpark, in dem wir auch noch eine Anzahl der wenigen Büffel beisammen sehen, sowie eine Voliere mit einer überraschend schönen Auswahl einheimischer und fremder Vögel bieten im- mer wechselnde Unterhal- tung.

Eine Spazierfahrt durch diesen einzig schönen, der Erholungund dem Vergnügen gewidmeten Park bildet das Entzücken jedes Besuchers. Wie im Fluge ziehen da die grünen Matten mit den friedlich weidenden Bisons an uns vorüber, auf den kleinen Seen wimmelt es von allerhand Geflügel, und die auf der Wasserfläche hin und her eilenden Ruderboote erfreuen das Auge.