Chinas Märchen von der niedrigen Arbeitslosigkeit

Die Flughäfen sehen so aus wie überall in der Welt, die Bahnhöfe sind ähnlich sauber/dreckig wie bei uns (außer den Toiletten, die überall in China eine Katastrophe sind), die Überlandstraßen sind gut, aber auch nicht besser als in Mitteleuropa.

Obwohl sie in den Städten lebten und arbeiteten, blieben sie in der Statistik auf dem Land als Bauern registriert. In China gib es ein besonders strenges und inflexibles Einwohnermeldewesen, den sogenannten Hukou: Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen.

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Wie groß ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland also wirklich - und welche Personen sollten dazu gezählt werden? Eine Rechnung für den Februar Eine Rechnung für den Februar 1.

Vor Beginn der Weltwirtschaftskrise lag sie bei glatten vier Prozent. Nur im Frühjahr war die Zahl für kurze Zeit nach oben geschossen. Doch schon das erste Konjunkturpaket drückte sie wieder nach unten.

Auf wie viel Prozent? Aktuell liegt die Quote bei 4,1 Prozent. Kein Wunder, dass kaum ein Ökonom, der etwas auf sich hält, die offizielle Arbeitslosenzahl wirklich ernst nimmt. Die offiziellen Zahlenwerke des Landes dienten bisher eher als loser Anhaltspunkt zur Lage der Nation.

Sie hat auch damit zu tun, wie die Daten erfasst werden. Gezählt wird nur die Arbeitslosigkeit in der städtischen Bevölkerung. In China gib es ein besonders strenges und inflexibles Einwohnermeldewesen, den sogenannten Hukou: Wer in der Stadt geboren ist, wird als Stadtbürger registriert.

Wer auf dem Lande geboren ist, behält praktisch sein Leben lang eine Registrierung als Bauer. Und als Bauer ist man in der Volksrepublik nicht ohne Arbeit. Man ist eben Bauer. Die strenge Unterteilung in Stadt- und Landbewohner hat sozialpolitische Gründe. Weil die Volksrepublik lange Zeit nicht allen ihrer 1,3 Milliarden Menschen eine Sozialversicherung finanzieren konnte, erhielten nur Stadtbürger dieses Privileg.

Die Menschen auf dem Land bekamen zur Kompensation ein Stück Land zugeteilt, was sie zur Selbstversorgung bestellen konnten.

Die Überschüsse konnten sie den Bürgern in den Städten verkaufen. Doch im Zuge der Industrialisierung haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr Bauern ihre Parzellen verlassen. Sie sind in die Industrieregionen gezogen, um als sogenannte Wanderarbeiter in den Fabriken ihr Auskommen zu bestreiten. Obwohl sie in den Städten lebten und arbeiteten, blieben sie in der Statistik auf dem Land als Bauern registriert. Nicht wenige von ihnen haben inzwischen sogar studiert oder sind auf anderen Wegen beruflich aufgestiegen.

Einige arbeiten längst in schönen Büros in der Stadt. Offiziell sind sie aber weiterhin als Bauern gemeldet. Wenn nun wie in den vergangenen Jahren auch in China die Konjunktur zum Teil erheblich schwankt, dann tut sie das überwiegend in Branchen wie der Exportindustrie, dem Bauwesen oder der Werftenindustrie, wo eben vor allem Arbeiter vom Lande beschäftigt sind.

Ob sie Arbeit haben oder nicht, taucht in der Statistik aber nicht auf. Offiziell sind sie ja weiter Bauern.

So steht derzeit der Verdacht im Raum, dass angesichts des deutlichen Exportrückgangs vor allem nach Europa und in die USA die tatsächliche Arbeitslosenzahl in China dramatisch gestiegen ist. Am Perlflussdelta vor den Toren Hongkongs, wegen seiner Exportindustrie bis vor Kurzem noch bekannt als Werkbank der Welt, ist dieser Rückgang derzeit besonders deutlich zu spüren.

Viele der ehemaligen Fabrikarbeiterinnen und Fabrikarbeiter sind nun zurück nach Hause aufs Land gezogen und bestellen wieder ihre Felder. Kronberg im Taunus GodmodeTrader. Anleger müssen sich vor allem auf das BIP-Wachstum verlassen, um die wirtschaftliche Lage einzuschätzen, wie Freddy Wong, Rentenfondsmanager bei Fidelity International, in einem Marktkommentar schreibt.

Zwar veröffentliche China bislang vierteljährliche Arbeitslosenzahlen. In den letzten 15 Jahren habe die Arbeitslosenquote demnach bei etwa vier Prozent gelegen. Diese Quote gebe die Beschäftigungslage im bevölkerungsreichsten Land der Welt allerdings nicht umfassend wider. Alle diesjährigen Ziele des Nationalen Volkskongresses seien stark auf die Beschäftigung ausgerichtet: Angestrebt werde etwa ein Anstieg der Haushaltseinkommen parallel zum BIP-Wachstum, während die neue urbane Arbeitslosenquote auf unter 5,5 Prozent gesenkt werden solle.

Für Anleger habe eine verlässliche Arbeitslosenquote im Wesentlichen drei Auswirkungen: Es herrscht Kaufpanik — mit zwei guten Gründen. Aber was ist davon zu halten? Quartalszahlen, Konjunkturdaten, Interviews und Expertenkommentare - mit unseren Nachrichten steht Ihr Investment auf einem soliden Fundament.

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