Bundespräsident (Deutschland)


Manche Angehörige hingegen besuchten ihr Familienmitglied, wann immer es möglich war.

Einleitung


Denn die Kommune sah alles. Die Medien wurden erstmals auf die Burgenländer Kommune aufmerksam. Die Kinder wurden von zwei Jugendpflegerinnen untersucht und die Lebensverhältnisse amtlich festgestellt. Wurde der Einzug triumphal durch die ganze Kommune gefeiert, so war der Auszug ein stilles, unauffälliges Verlassen oder eine heimliche, nächtliche Flucht. Die Gründe für den Auszug wurden nie ernsthaft untersucht. Anstatt selbstkritisch interne Veränderungen einzuleiten, wurde dem scheidenden.

Mühl witterte nervös bei allen Gästen nach "aufsässigen" Naturen mit "Autoritätsproblemen". Er war der Chef und forderte absolute Unterordnung. Einige Male schienen sich die Schildbürger am Friedrichshof versammelt zu haben.

Vor einer dringenden Fahrt nach Wien sollte noch schnell der Reifen gewechselt werden. Der Wagen wurde in die kommuneeigene Werkstatt gefahren. Die Mechanikergruppe wechselte das Rad, der Wagen steht nach einigen Minuten fahrbereit vor der Werkstatt. Man steigt ein, fährt los, als nach einigen hundert Metern der Wagen von rechts überholt wird. Das gewechselte Hinterrad wackelte gemächlich in den Acker.

Die Mechaniker hatten vergessen, die Schrauben wieder anzuziehen. Der Stolz der Transporter. Der Wagen wird bestens behandelt, frühzeitig wird ein Ölwechsel durchgeführt. Danach lief der Laster nicht wie geschmiert, sondern nach wenigen Kilometern gab der Motor für immer seinen Geist auf. Für alles gab es einen Plan.

Fast hundert Wagen waren im Besitz aller Gruppen, eine verantwortungsvolle Aufgabe. Wer auszieht, erhält seinen Besitz abzüglich der Ausbildungskosten des ersten Jahres. Relativ mitgliederschwache Kommunen - z. Die Entscheidung fiel am Friedrichshof, wer nicht einverstanden war, zog aus. Gemeinsame Arbeit und Produktion. In vertrautem Kreis gab er auch gern mit dem an, was er öffentlich leugnete. Der Applaus seiner Führungsdamen war ihm sicher. Das, was sich jemand wirklich denkt, das wird als plump, unkünstlerisch und lästig empfunden.

Das will niemand wissen. Wer kritisch ist, ist undiplomatisch. Er hat keinen Erfolg. Etwa eine Woche später kam es am Wochenende vom 2. September auf Bitte der Friedrichshofer in Oslo zu einem Treffen zwischen uns fünf Ehemaligen - von den sieben, die beim Stern -Artikel mitgearbeitet hatten, waren nur noch fünf übrig - und drei KommunardInnen, die wir aussuchen konnten. Obwohl wir in der Gruppe mit den dreien gut befreundet gewesen waren, war ein persönliches Gespräch in diesen Tagen kaum möglich.

Nur hin und wieder blitzten kurz Gemeinsamkeit und alte Beziehungen durch. Die meist verwendete Floskel in diesen Tagen war, "alles hat sich geändert" bzw.

Am letzten Tag des Treffens besprachen wir noch einmal zu fünft unsere weiteren Ziele und unser Vorgehen. Dabei kam es zu einer heftigen Diskussion. Die anderen hatten Bedenken, den Spiegel-Redakteur B. Dörler zum damaligen Zeitpunkt bei seinen Recherchen zu unterstützen. Zum einen, um die "am. Das Sanktionsmittel der Struktur wird abgeschafft. Mühl zieht sich aus seiner öffentlichen 'Allgegenwart' zurück, "Palaver" und "Kinderpalaver" sind abgeschafft.

Neuwahlen in der 'Kooperation' und in den beiden Genossenschaften werden erzwungen, die alte Führung wird in allen Gremien abgewählt. Die Kinder sind bei ihren Eltern in den Stadtgruppen und besuchen weitgehend öffentliche Kindergärten und Schulen. Die ideologische Lenkung der Kindererziehung durch Mühl und seine Frau ist beendet.

Die laufenden Zahlungen werden drastisch reduziert; in vier Monaten soll sich die Gruppe am Friedrichshof selbst ernähren. Otto auf dem Gelände des Friedrichshofes höchstens in Begleitung von fünf bis sechs Personen spazierengeht;. Otto seinen Rücktritt und seine freiwillige Einschränkung in den genannten Punkten schriftlich allen Gruppenmitgliedern mitteilt.

Die Verwalter des Geldes sind von der Wirklichkeit des Gelderwerbes abgetrennt und stehen vor einem Füllhorn, das scheinbar ohne Grenzen war. Die angebliche Basisdemokratie verkommt zum monomanischen Künstlerregime mit dem Führungsgremium der Schlafzimmerregierung. Mangelnde Kompetenz wird durch ideologischen Hochmut mehr als ersetzt. Gegen unsere Selbstliebe hilft nur das Gold, das im Feuer gereinigt ist: Es ist der Geist der Demut und der Sanftmut.

Petrus 1, ; Vers 7. Der Messias ist der Reiniger des menschlichen Herzens Maleachi 3, Korinther 5, ; Vers 3 , wenn der Messias wiederkommt. Thessalonicher 2,13 durch unseren Erlöser Jahuschuah. Wir brauchen es, damit unsere Charaktere umgewandelt und wir tauglich für den Himmel gemacht werden können. Jahuschuah wird es uns mit Freuden umsonst geben. Siehe, Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme! Sich selbst zu erkennen ist sehr wichtig.

Echte Selbsterkenntnis führt zur Demut und das gibt Jahuschuah die Möglichkeit, unser Herz zu verändern und unseren Charakter zu formen.

Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ja, woher kommen die Kämpfe und Streitigkeiten unter uns? Es ist unser Egoismus, unser Stolz. Wir wollen immer recht behalten, wir sind stur und unbelehrbar.

Wir streiten, aber nicht um die Sache JaHuWaHs, sondern um unseren Willen durchzusetzen, damit wir immer recht behalten und unser Ego weiter pflegen können. Wir streiten, wir kämpfen, wir wissen alles immer besser. Wir geben anderen die Schuld für unser eigenes Versagen und wir müssen uns ständig rechtfertigen, in jeder Situation.

Dabei bleibt jedoch die Demut bzw. Ein demütiger Mensch strebt jedoch nach der Liebe, welche niemals zu solch hässlichen Streitigkeiten, Verleumdungen und manchmal sogar zu Hass führt: Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan.

Während die Liebe nie vergehen wird, werden aber unsere Sprachen, unsere Erkenntnisse und unsere Weissagungen vergehen.

Weil sie nur Stückwerke sind. Es ist nicht falsch, Glaubenspunkte ausführlich zu diskutieren. Wenn es jedoch den Anschein hat, dass die Diskussion nur dem Selbstzweck dient oder eine Partei oder auch beide, grundsätzlich nicht bereit sind, die Dinge aufrichtig zu prüfen, jeder vielmehr nur seinen Standpunkt verteidigen will, ist es klüger, die Debatte zu beenden.

Es gibt Menschen, die nur immer weiter argumentieren und diskutieren, damit sie nicht zugeben müssen, dass sie falsch liegen. Sie prüfen nicht ehrlich und aufrichtig die Beweislast für oder gegen eine bestimmte Ansicht.

Am Ende können dabei sehr eigenartige und teilweise recht törichte Argumente herauskommen. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Lehren und Auslegungen auch immer wieder überprüft werden. Und wenn wir auf offensichtliche Fehlauslegungen hingewiesen werden, können wir das dankbar annehmen. Geduld ist so wichtig; aber wie schnell verlieren wir sie anderen gegenüber? Wir müssen auch immer bedenken, dass jeder Mensch auf einem anderen Erkenntnisstand ist.

Jeder von uns hat sicherlich schon mal erfahren, dass er zu einer bestimmten Zeit, unter den damals herrschenden Umständen, eine bestimmte Lehre abgelehnt hatte, die er später plötzlich als richtig erkannte. Man hegt eine gewisse Ansicht über einen längeren Zeitraum, obwohl bereits Hinweise gegeben werden, dass sie mit den biblischen Angaben nicht übereinstimmt; erst später werden uns plötzlich die Augen aufgetan.

Unser Himmlischer Vater ist sehr geduldig mit uns. Auch wir sollten diese Geduld für Andere aufbringen. Wir können nie wissen, was im Inneren des Anderen vor sich geht, wir können nicht in die Herzen sehen. Wir werden uns wohl einmal wundern, wie sehr wir den anderen falsch eingeschätzt haben.

Es steht niemandem zu, den Anderen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Aus Stolz wollen wir unsere eigenen Ideen, Erkenntnisse und unsere eigene Art und Weise, alltägliche Dinge zu erledigen, anderen aufdrücken. Dabei ist oft Streit und Trennung die Folge. Denn die Ansicht der Anderen möchte man gar nicht hören, weil man von der eigenen Handlungsweise so sehr überzeugt ist. Wenn der andere meist entnervt aufgibt, kommt es zu unschönen Diskussionen und Streit, im schlimmsten Fall hat es die Trennung zur Folge.

Ein solches Verhalten ist nicht weise. Es entbehrt völlig den Geist des Messias und ist luziferisch. Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmütigkeit, die aus der Weisheit kommt! Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit! Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische.

Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich etwas sagen , ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften. Allerdings, wie wir in diesen Versen sehen können, erfordert Demut und Sanftmut auch geistliche Reinheit in der Lehre. Die Einheit und der Friede dürfen niemals auf Kosten der Wahrheit gehen!

Das würde dann Einheit in Sünde bedeuten. Er versucht uns so oft die Wahrheit zu vermitteln und uns aus unserer Misere herauszuhelfen. Aber aus lauter Ichsucht und Sturheit lassen wir es nicht zu. Diesen Weg ging z. Er wollte davon aber nichts hören und sein Herz verhärtete sich immer mehr. Er wurde allen Beweisen gegenüber taub und blind. Ein weiser, demütiger Mensch hat kein Bedürfnis, sich selbst dauernd als richtig beweisen zu müssen und die anderen als falsch.

Ein Demütiger kann seine Schuld eingestehen und sich entschuldigen, wenn er etwas Falsches getan oder gesagt hat. Ein stolzer und rechthaberischer Mensch hingegen kann nicht demütig seinen Irrtum zugeben und die Schuld für seine Sünde und seine Fehler auf sich nehmen, weil er von Stolz geblendet ist und deshalb denkt, er sei im Recht.

Ein Beispiel dafür ist Adam. Er schob sein Fehlverhalten sofort auf Eva und sogar auf Seinen Schöpfer! Adam aber beschuldigte erst einmal seine Frau, weil sie ihm die Frucht gegeben hatte, und dann beschuldigte er seinen Schöpfer, weil Er ihm diese Frau gegeben hatte 1.

Ein Beispiel für ein demütiges Schuldbekenntnis ist hingegen der Schächer am Kreuz. Er gestand sofort ein, dass er schuldig war und die Strafe verdiente. Weiter oben haben wir die Rebellion unmittelbar gegen den Schöpfer selbst betrachtet. Es gibt jedoch auch die indirekte Rebellion gegen Seine eingesetzten Ordnungen auf Erden. Dieser rebellische Stolz betrifft die gesamte Lebensstruktur von der Familie über die Gemeinde, bis hin zu den staatlichen Ordnungen.

Der rebellische Stolz ist oft bereits in der Familie vorherrschend. Mose 20,12 ; 1. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern Fehler in der Erziehung machen; kein Mensch ist vollkommen, das gilt auch für Eltern. Demütige Kinder werden vielmehr daraus lernen und es mit der Hilfe Jahuschuahs mit ihren eigenen Kindern besser machen. Fürsorgliche Eltern werden nichts tun, was ihre Kinder zum Bösen reizt Epheser 6,4.

Rebellion gegen die Eltern bedeutet ebenso Rebellion gegen den Schöpfer. Es kann aber auch sein, dass der Mann seine Stellung missbraucht. Warum Eva nach dem Sündenfall dem Adam unterstellt wurde, hat einen einfachen Grund. Wären beide im Gehorsam zu ihrem Schöpfer geblieben, hätten sie in glücklicher Harmonie unter dem Gesetz der Liebe leben können.

Eva hat als erste die Anordnung des Schöpfers missachtet. Sie hat es getan, weil sie etwas Höheres anstrebte, als das, was JaHuWaH für sie bestimmt hatte; und das trotz ihres glücklichen Lebens an der Seite ihres Partners in einer paradiesischen Umgebung. Es handelt sich bei dieser Sünde um eine direkte Rebellion gegen den Schöpfer.

Eva wollte sich über die, ihr vorgesehene Position erheben, und fiel tief. Auch Adam sündigte, nachdem sie ihn überredete, auch davon zu essen. Seine Motive waren wohl eher anderer Natur, aber auch nicht zu entschuldigen. Zukünftig konnten beide nur in Frieden miteinander leben, wenn einer dem anderen untergeordnet war. Aus den genannten Gründen wurde sie nun dem Adam unterstellt 1.

Leider missbrauchte der Mann, diese ihm gegebene Vorrangstellung ziemlich schnell, was der Frau allzu oft das Leben sehr schwer gemacht hat. Wenn sich der Mann auch tatsächlich diesem Haupt unterstellt, und sich von Seinem Geist leiten lässt, kann die Frau als ebenbürtige Partnerin dem Mann zur Seite stehen und die Verantwortung des täglichen Lebens mit ihm teilen.

Nur wenn er sie liebt, wie sein eigenes Fleisch und Blut Epheser 5,28 , wird es eine gesegnete Ehe sein und die Partnerin hat dann keinen Grund sich aufzulehnen und eigene Wege zu gehen. Solange sich der Mann nicht völlig unter die Herrschaft des Erlösers gestellt hat, kann er nicht Haupt der Frau sein. Wenn der Ehemann unvernünftig ist und seinen Willen gegen den des Schöpfers durchsetzen will, ist es die Pflicht einer jeden Frau, ein solches Verhalten nicht mitzutragen.

Denn das Haupt ist immer Jahuschuah selbst. Unter Umständen ist es angemessen, wenn eine Ehefrau unabhängig und eigenverantwortlich von ihrem Mann handelt, und das tut, was sie als vor JaHuWaH richtig erkannt hat.

Nachdem David vor Saul geflohen war, hatte er sein Lager in der Nähe der Besitztümer Nabals aufgeschlagen, wo er dessen Herden und Hirten diese ganze Zeit, in der er dort war, vor Plünderungen beschützte Verse Nabals Frau Abigail erfuhr jedoch von der Hartherzigkeit ihres Mannes gegenüber David durch einen seiner Knechte, der sie bat, etwas dagegen zu unternehmen, denn er befürchtete, dass es schlimme Folgen für Nabal haben könnte Vers Abigail erkannte, dass sie etwas tun und die Verantwortung übernehmen musste.

Und sie tat es, ohne sich vorher mit ihrem Mann zu besprechen Vers 19 , denn auch sie wusste, dass er sich nichts sagen lassen würde Vers Er hätte ihr wohl auch nur entgegnet, dass er der Mann und Herr des Hauses sei und sie als Frau das zu tun habe, was er ihr sagte.

Abigail ging dieses Risiko nicht ein, sondern packte Vorräte ein, um sie David zu bringen, denn sie wusste, dass er sich an Nabal für sein Verhalten rächen würde Verse Er sicherte ihr zu, dass er keinem etwas zuleide tun würde Verse Abigail, im Gegensatz zu ihrem Mann, wusste, dass der Allmächtige durch David wirkte. Sie entschuldigte die Unverschämtheit ihres Mannes nicht, bat aber trotzdem um sein Leben.

Er sicherte ihr zu, dass er auch später, wenn er über Israel herrschen würde, sich nicht an Nabal rächen werde. Nabal hingegen gab während dessen zu Hause ein Festessen und betrank sich besinnungslos mit seinen Freunden: Zehn Tage später starb er Verse Es steht weder dem Mann noch der Frau zu, über den anderen willkürlich zu herrschen.

Jeder, ob Mann oder Frau, ist grundsätzlich immer dem Schöpfer gegenüber für sein Tun verantwortlich. Keiner sollte dem anderen seinen Willen aufzwingen. Mit Liebe hätte das nichts zu tun. Keiner muss seine Persönlichkeit in die des anderen verschwinden lassen, im Gegenteil:.

Diese Liebe kann nur mit echter Demut erreicht werden. Sie hat grundsätzlich das Wohlergehen des anderen im Blick und sieht grundsätzlich seine oder ihre guten Eigenschaften. Diese Liebe ist es, die auch in Ewigkeit noch herrschen wird 1. Seine Liebe ist der Antrieb für alles Gute. Es gibt keinen kostbareren Schatz als diese Liebe zu besitzen. Deshalb sollten wir sie alle unbedingt anstreben. Rebellion gegen die eheliche Ordnung, ist Rebellion gegen den Schöpfer.

Alle demütigen Nachfolger Jahuschuahs werden sich grundsätzlich einander unterordnen Epheser 5,21 , so werden sich jedoch auch die Jüngere den Älteren unterordnen, weil JaHuWaH den Hochmütigen widersteht 1. Keiner wird etwas aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen tun, sondern einer achtet den anderen höher als sich selbst Philipper 2, Denn nur so kann Einigkeit trotz aller Unterschiedlichkeit des Einzelnen erreicht werden und so kann jeder sein Talent bzw.

Gabe voll zum wohl aller einbringen. Rebellion gegen diese gemeinschaftliche Ordnung ist Rebellion gegen den Schöpfer. Dann ist da noch der Stolz, der sich darin bemerkbar macht, dass Regeln und Gesetze verabscheut werden. Der Messias und auch die Apostel zeigen sehr deutlich auf, dass es nicht uns zusteht, über Obrigkeiten und Regierungen zu urteilen und zu richten oder gar den Gehorsam den regierenden Gewalten und Behörden zu verweigern.

Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!

Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. Diese Aussagen dürfen jedoch nicht falsch verstanden werden. Und wenn eine weltliche Macht Menschen aufgrund ihrer ethnischen Abstammung oder Religion verfolgt und gar umbringt, dann dürfen wir selbstverständlich nicht schweigen.

Generell aber ist es nicht unsere Aufgabe, uns gegen die derzeitige Staatsform, Behörden oder Beamte aufzulehnen. Wie wollen Messias-Nachfolger, die sich heute bezüglich weltlicher Angelegenheiten mit den Behörden und dem Staat anlegen, noch die Botschaft der Liebe Jahuschuahs verkündigen? Wer will ihnen diesbezüglich noch glauben, wenn sie sich ständig gegen die eingesetzten Obrigkeiten auflehnen und streiten?

Es werden Zeiten kommen, in der der Glaubenstreue sich tatsächlich gegen die Gesetze der Regierungen stellen muss, und zwar dann, wenn Gesetze erlassen werden, die offensichtlich im Gegensatz zum Gesetz JaHuWaHs stehen. Wie aber will man dann Zeugnis für unseren Erlöser ablegen siehe Matthäus 10,18 , wenn man schon vor dieser Zeit als streitsüchtig, lieblos, feindselig, besserwisserisch und rebellisch, oder gar als Gesetzesbrecher und Vorbestrafter in weltlichen Angelegenheiten bekannt ist?

Was ist unsere Aufgabe als glaubenstreue Jahuschuah-Nachfolger: Diese Welt einen besseren Ort im politischen und wirtschaftlichen Sinne zu gestalten, gegen die derzeitige Politik und Wirtschaftsform zu demonstrieren und weltliche Gesetze zu boykottieren?

Oder doch eher möglichst vielen Menschen das Evangelium zu verkünden, damit sie von dieser, dem Untergang geweihten, sündigen Welt gerettet werden können? Können wir dieser Aufgabe nachkommen, wenn wir uns ständig mit den weltlich-politischen Angelegenheiten beschäftigen und unsere ganze Kraft aufwenden, um gegen die Regierung und Behörden zu kämpfen?

Regierende, der sein Amt missbraucht, wird sich einmal vor seinem Schöpfer verantworten müssen. Der heidnisch-römische Statthalter Pilatus traf deshalb auch weniger Schuld an der Verurteilung des Messias, als die Juden Sein vorgebliches Volk , die Ihn auslieferten. Jahuschuah sprach zu Pilatus:. Dieser Messias kritisierte sie jedoch als Heuchler und stellte klar, dass Er keineswegs ein irdisches Königreich errichten würde.

Er vermittelte ihnen vielmehr, wie sie das ewige Himmlische Königreich einnehmen können, es jedoch nicht erreichen werden Matthäus 8, , weil sie Ihn nicht annehmen. Dann stellten sie Ihm die Frage:. Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sie gaben Ihm einen Denar. Er fragte sie daraufhin, wen sie auf dieser Münze sehen würden.

Sie antworteten, dass es der Kaiser sei. Er gab ihnen nun die kluge Antwort:. Er hielt ihnen vor Augen, dass sie durch den Gebrauch der Münze des Kaisers auch dessen Regierung anerkannten.

Auch damit zeigt er ihnen, dass Seine Mission keinesfalls bedeutete, irgendeine weltliche Regierungsform oder ein irdisches Königreich aufzustellen und damit den römischen Kaiser zu ersetzen.

Auch als Ihn einer aus dem Volk bat, ihm bei Erbschaftsangelegenheiten zu helfen, erwiderte Er: Die Erben stritten sich um das Erbe aus Habgier und der Messias wollte ihnen klar machen, dass es nicht Seine Aufgabe war, solche weltlichen Streitigkeiten zu schlichten. Dafür waren die weltlichen Behörden zuständig. Regierungen stellen gewisse Dienstleistungen für die Bevölkerung zur Verfügung und gewährleisten auch durch Gesetze Schutz und Vergeltung bei Straftaten.

Und das ist die Lehre des Paulus, der selbst von der römischen Regierung aufgrund seines Glaubens hinter Gitter gebracht wurde und dem man sogar nach dem Leben trachtete Apostelgeschichte 21, Und trotzdem stellte er die römische Regierung nicht infrage.

Das ist nicht seine Aufgabe als treuer Messias-Nachfolger. Seine Aufgabe war es einzig und alleine das Evangelium zu verkündigen, dass er dabei von römischen Beamten festgenommen wurde, nahm er demütig in Kauf.

Auch die anderen Apostel lehnten sich nicht auf, als der römische Statthalter sie gefangen nehmen wollte; sie stellten seinen Regierungsauftrag nicht infrage. Sie sprachen sich jedoch keinesfalls negativ gegen die Beamten des Hohen Rates des Statthalters aus.

Paulus betonte vielmehr vor Gericht, dass er sich vor den jüdischen als auch vor den kaiserlichen Gesetzen nichts habe zuschulden kommen lassen Apostelgeschichte 25, Die Apostel als auch der Messias stellten sich niemals gegen das politische Programm oder System der Römischen Staatsmacht. Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes.

Daniel am Hofe Babylons ist dafür ein wichtiges Beispiel. Er bemühte sich mit jedem am Königshof in Frieden zu leben und verhielt sich bei allen Angelegenheiten, die nicht im Widerspruch mit dem heiligen Gesetz seines Schöpfers standen, seinen irdischen Vorgesetzten und dem König gegenüber ehrerbietig und gehorsam. Und so bat auch Paulus diesbezüglich den Titus:. Ein weiteres Symptom des Stolzes sind Kritiksucht und Lästerei.

Wir sind uns leider oft überhaupt nicht bewusst, welche schrecklichen Folgen das mit sich bringt. Man be- und verurteilt den anderen damit nicht nur, sondern stellt ihn vor unseren Mitmenschen in ein schlechtes Licht. Es kann soweit gehen, dass der Ruf eines Menschen völlig zerstört wird. Negatives über die Mitmenschen zu reden bzw. Kritiksucht und Lästerei fangen bereits im Elternhaus an.

Eltern sollten zum einen darauf achten, dass sie ihre Kinder nicht ständig unnötig kritisieren, denn das entmutigt sie nur, ohne dass Veränderungen eintreten. Verletzende Worte können für Kinder verheerende Folgen haben und dazu führen, dass sie selbst anfangen, andere zu verletzen. Es ist viel wertvoller und zielführender, sie für das Gute zu ermutigen.

Zum anderen sollten sich die Eltern hüten, einander oder Dritte ständig zu kritisieren oder über Andere zu lästern. Ständige Kritik und Nörgelei am Partner kann eine Beziehung vergiften, wirkt lähmend und ist lieblos. Man fängt an, sich gegenseitig zu beobachten, und schon mit den Blicken wird das Opfer verurteilt. Das ständige Suchen nach den Fehlern der Anderen, auch der Glaubensgeschwister, ist teuflisch.

Es gibt immer wieder Leute, die ihre eigenen eigenwilligen Anschauungen über bestimmte Dinge zu einem allgemeingültigen Gebot machen. Oft wird dann Nebensächliches zu einer Frage auf Leben und Tod erhoben und diejenigen, die sich nicht daran halten, werden kritisiert. Leider fallen gerade solche Menschen in einer Gruppe am meisten auf, sie selbst merken es jedoch nicht. Gerade das Suchen nach dem Bösen im Anderen bewirkt Böses in einem selbst.

Sie haben Schwächen und Fehler, die sie zudecken wollen, indem sie die Fehler der anderen aufdecken. Einige sitzen stolz und selbstgerecht auf einem so hohen Ross, dass sie selbst den Balken in ihrem eigenen Auge gar nicht mehr sehen können.

So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Ja, die Zunge, wenn wir nicht lernen, sie im Zaum zu halten, wird uns einmal verurteilen. Andere Menschen für ihre Verfehlungen anzuklagen, ist eine schreckliche Sünde.

Wie reagierte unser Erlöser auf die Anklage der Pharisäer über die Ehebrecherin? Jahuschuah war selbstverständlich gegen Ehebruch, denn es war eine schwerwiegende Sünde. Aber die noch schlimmere Sünde ist der richtende und anklagende Geist des Menschen. Dieser Geist ist der Geist Satans, des Anklägers.

Jeder, der diesen Geist hat, schadet sich damit selbst massiv. So finster wie die Nacht, so finster war es in seinem Herzen. Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz; wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes.

Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat, zu retten und zu verderben; wer bist du, dass du den anderen richtest? Ja, wer sind wir, dass wir einen anderen richten? Wir sind alle lausige Sünder. Und derjenige, der den anderen richtet, noch viel mehr. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen!

Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen! Oft, wenn über einen Anderen etwas Negatives weitergetratscht wird, sind die Hintergründe und Fakten gar nicht bekannt. Es führt zu Uneinigkeit und Streit, wo Friede herrschen sollte. Der Messias segnet deshalb diejenigen, die Frieden stiften Matthäus 5,9. Negative Kritik und Lästerei verhindern Friede und Liebe.

Es kommt auch vor, dass einem Mitmenschen seinen Fehler, den er einmal begangen hat, immer wieder vorgehalten wird, obwohl ihm der Allmächtige längst vergeben hat. Als David Uriah ermorden lies, um seinen Ehebruch mit dessen Frau zu verheimlichen, wurde er von den Anderen für den Rest seines Lebens verurteilt Psalm 13, Dabei war ihm von Seinem Schöpfer längst durch das zukünftige Blut Seines Sohnes vergeben, denn David hatte aufrichtig seine schwere Sünde bereut Psalm Denn wenn uns unsere eigene Sündhaftigkeit bewusst wird, werden wir aufhören auf die Verfehlungen Anderer zu schauen.

Wir werden vielmehr unsere Eigenen genauer unter die Lupe nehmen und dafür um Vergebung bitten. Jedes schlechte und falsche Wort, das wir über unsere Mitmenschen sprechen, wird im Himmel aufgezeichnet. Am Gerichtstag werden wir dafür verantwortlich gemacht Matthäus 12,36 ; 2.

Korinther 5,10 ; Römer 14, Sind wir bereits unseren Schöpfer am Gerichtstag zu begegnen? Oder sind wir immer noch dabei, über andere zu tratschen, zu lästern und zu urteilen? Es gibt natürlich auch eine konstruktive Kritik, die nichts mit Kritiksucht oder Lästerei zu tun hat.

Eine solche Kritik ist für jeden wichtig, der sie empfängt. Eine solche Rückmeldung zum eigenen Verhalten ist segensreich, denn oft erkennt man selber seine Fehler gar nicht und konstruktive Kritik gibt uns die Chance, etwas in unserem Leben zu verändern. Anstelle über unseren Nächsten schlecht zu reden und ihn negativ zu kritisieren, sollten wir versuchen, ihn zu ermutigen.

Ermutigung zeigt nicht Verachtung für den Anderen, wie bei der Kritiksucht, sondern Wertschätzung. Wir sollten immer die guten Eigenschaften im Anderen sehen und hervorheben und ihn ermutigen die Schlechten abzulegen, weil wir ihn lieben.

Eifersucht, Geiz und Habsucht gehen Hand in Hand: Ich will nichts von meinem Besitz und Eigentum abgeben, denn es ist meins. Zudem möchte ich auch noch das, was mein Nachbar hat. Warum habe ich nicht so eine gute Ausbildung, so viel Geld, eine solche Begabung, eine so gute Stellung?

Während der Neid mehr der Groll ist, den man in sich hineinfrisst, weil andere mehr haben als man selbst, wie Ansehen, Status, den Besitz oder Reichtum, ist die Eifersucht mehr das Gefühl der Konkurrenz mit der Person, von der man denkt, sie ist erfolgreicher, und man müsse das nun aufholen oder irgendwie kompensieren.

Er wollte das haben, was er nicht hatte und ihm vom Schöpfer auch nicht zugedacht war. Jeder Krieg auf Erden beginnt mit dem Neid und der Habsucht. Neid erregt Hass, der so weit gehen kann, eine Straftat zu begehen.

Wenn man dem Neid und der Eifersucht nicht Einhalt gebietet, kann es schlimme Folgen mit sich bringen, wie viele Überlieferungen in der Bibel zeigen. Kains Werke waren hingegen so verkehrt, dass der Allmächtige ihm dafür Seinen Segen verweigerte. Sein Opfer, die Früchte des Feldes, waren grundsätzlich annehmbar vgl. Mose 34,26 , aber es fehlte etwas Entscheidendes: Das Blut eines geschlachteten Lammes, welches das zukünftige Opfer des Messias vorschattete 1. Korinther 5,7 , machte die Opfer überhaupt erst notwendig.

Kain fehlte der Glaube auf die zukünftigen Erlösung Jahuschuahs aus der Sündenknechtschaft. Anstelle zu bereuen und ein annehmbares Opfer im Glauben zu bringen, wurde er eifersüchtig auf Abel. Ein weiteres Beispiel ist Ahab, ein König Israels. Leider war er zu allem Übel auch noch mit einer Frau verheiratet, die noch schlimmer war, als er selbst. Er war sehr reich, wollte aber mehr. Als er eines Tages den Weinberg Nabots sah, wollte er diesen unbedingt haben, weil er sich in der Nähe seines Palastes befand.

Er bot Nabot an, dass er ihm dafür einen bessern Weinberg geben würde oder ihm diesen bezahlen würde 1. Nabot wollte den Weinberg jedoch nicht verkaufen, weil JaHuWaH angeordnet hatte, dass die jeweiligen Ländereien, die bei Besitznahme eingenommen wurden, für immer in der jeweiligen Familie bleiben sollten.

Er reagierte auf die Absage völlig dumm und trotzig wie ein kleines Kind. Kann es sein, dass wir auch manchmal so reagieren, wenn wir etwas nicht bekommen, was wir aber gerne hätten? Als sie erfuhr, warum ihr Gatte so missgelaunt war, schmiedete sie den Plan, Nabot einfach umbringen zu lassen, und ihr Plan ging auch auf. Habsucht hat zum Mord eines unschuldigen Mannes geführt.

JaHuWaH aber hat alles gesehen. Ahab und Isebel hatten bereits viele schreckliche Sünden angehäuft, aber diese brutale Tat an Naboth hat das Fass zum Überlaufen gebracht Verse , allerdings hat Ahab seine Tat bereut, im Gegensatz zu Isebel. Auch der Messias wurde aus Neid den Römern ausgeliefert:. Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder … [Jahuschuah], den man … [den Messias] nennt? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten.

Und auch die Apostel wurden aufgrund des Neides der Juden verfolgt. Solange wir die Qualität unseres Lebens an unserem Besitz, unseren tollen Fähigkeiten, unserer guten Ausbildung, unserer Arbeit, unseres Bankkontos, usw. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?

Zum Teil werden diese Massenveranstaltungen auch über TV übertragen. Oft wird dabei ein ständiger Appetit nach mehr Wohlstand und Reichtum geweckt, was die TV-Prediger selbst bereits erreicht haben.

Keinesfalls will man auf etwas verzichten oder gar Schmach oder Leid ertragen müssen. Es ist eine Freiheit, welche die echte Beziehung zu unserem Schöpfer offenbart. Der Stolze ist neidisch auf den Anderen, wenn er etwas erreicht hat oder wenn er Ehre bekommt. Der Demütige wird alles geben, und zwar immer zum Besten für die ganze Gruppe oder Gemeinde; ihm ist es gleichgültig, wer die Ehre bekommt, solange das Gute und Richtige getan wird. Seid gleich gesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug!

Ein stolzer Mensch hat zuweilen auch Probleme, sich mit anderen zu freuen, wenn ihnen Gutes wiederfahren ist oder sie Anerkennung bekommen. Er hätte es gerne für sich selbst. Andererseits kann er nicht mit Anderen in ihrem Leid mitfühlen, weil er denkt, dass sie es verdient hätten.

Von dem spanischen Missionar und Philosophen Raimundus Lullus ist uns der weise Spruch überliefert: Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. So ist das Ohr zum Hören da, aber der Mund zum Sprechen. Welches Organ ist wertvoller? Vielmehr tut sich das eine schwer ohne das andere. Deshalb muss niemand neidisch sein auf das, was der Andere hat.

Ein Hausherr ging jeden Morgen los, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. Der Hausherr wirbt zu verschiedenen Tageszeiten Arbeiter an. Die Ersten, die er früh morgens einstellt, gibt er einen bestimmten Lohn, den sie zuvor vereinbart hatten. Andere, die später kommen, überlassen die Höhe des Lohnes ihrem Arbeitgeber, sie vertrauten ihm, dass er sie gerecht bezahlen würde. Als er alle am Abend entlohnte, gab er denjenigen, mit denen er frühmorgens den Lohn aushandelte, den vereinbarten Silbergroschen.

Aber auch den anderen, die später kamen, gibt er einen Silbergroschen. Diejenigen, die länger arbeiteten, beschwerten sich, weil sie es ungerecht empfanden, dass nun die anderen genauso viel bekamen, wie sie selbst. Das Ergebnis ist oft ganz anders, als wir Menschen es erwarten.

Es geht nicht darum, wie lange wir schon in Seinem Dienst sind und wie viel wir geleistet haben, sondern für JaHuWaH zählt die innere Herzenshaltung.

Sie waren verbittert, als sie erfuhren, dass den Heiden dieselben Segnungen zuteil werden sollten, obwohl sie schon so viele Jahrhunderte in Seinem Dienst standen. Wer anderen die Belohnung missgönnt, vergisst, dass er selbst nur aus Gnade gerettet ist. Unser Erlöser will, dass wir uns vollständig auf Ihn verlassen, ohne ständig nach dem Lohn zu fragen.

Der Beweggrund der Jahuschuah-Nachfolge sollte nicht die Belohnung sein, sondern die Liebe zu unserem Schöpfer und unseren Mitmenschen. Allerdings ist dieses Gleichnis keinesfalls eine Entschuldigung für die, denen zuerst Arbeit angeboten wurde, die es aber ablehnten, in den Weinberg JaHuWaHs zu gehen.

Die Arbeiter hatten ihre Arbeitskraft angeboten, wurden aber nicht eingestellt Verse Das Gleichnis will vielmehr aufzeigen, wie schlecht Eifersucht und Neid sind. Wer eine wahrhaftige Liebe für seine Mitmenschen hat, stellt keine neidischen Vergleiche an. Er kann lediglich die Vollkommenheit des Messias mit seiner eigenen Unvollkommenheit vergleichen. Wer einmal begriffen hat, worum es hier auf Erden tatsächlich geht, wird nicht mehr an den irdischen Dingen hängen. Er wird nicht mehr eifersüchtig oder neidisch auf das sein, was sein Nächster hat.

Er wird nicht mehr danach streben, immer mehr zu wollen und immer mehr an Besitz oder eigener Ehre anzuhäufen. Jedem wahren Nachfolger des Messias wird bewusst sein, dass er hier auf Erden als Fremdling lebt. Das wusste bereits Abraham, Isaak und Jakob Hebräer 11, Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Er selbst, unser Erlöser, wird einem Jeden eine Wohnung bereiten.

Hier auf dieser finsteren Erde, die dem sicheren Untergang entgegen geht, ist jeder Reichtum und jedes Talent sinnlos, wenn es nicht angewandt wird, um anderen Menschen zu helfen, damit auch sie aus der Sklaverei dieser Welt frei werden können. Es wird immer Dinge im Leben geben, die uns tief verletzen. Wenn wir darüber nicht hinwegkommen und demjenigen, der uns verletzt hat, oder auch uns selbst, oder gar unserem Schöpfer, nicht verzeihen können, wird die Wurzel der Bitterkeit in uns wachsen.

Und wenn sie lange gehegt und gepflegt wird, kann sie wie ein Tumor wuchern und sogar schlimme Depressionen auslösen. Groll und Bitterkeit haben verschiedene Ausdrucksformen. Eine Form der Bitterkeit kann sich gegen den Schöpfer selbst richten, weil man z.

Warum hast Du meine Gebete nicht beantwortet? Du sorgst Dich ja gar nicht um mich, und das macht mich traurig und wütend. Um darüber hinwegzukommen, können wir einzig unser Vertrauen in die allmächtige Weisheit unseres Schöpfers setzen. Denn ist unser menschlicher Verstand mit Seinem vergleichbar? Wir müssen einfach akzeptieren, dass der Allmächtige bestimmte negative Dinge auf dieser Erde zulässt. Bitterkeit kann jedoch auch gegen die eigene Person selbst gerichtet sein.

Man trägt eine Last mit sich herum, weil man denkt, man habe es verdient und muss es nun tragen; man ist ja auch stark genug, es zu ertragen.

Auch das ist ein selbstzentrierter Stolz, der eine Vergebung durch den Schöpfer und auch durch andere zurückweist. Es führt zu Selbstmitleid, denn man hegt diese Bitterkeit förmlich, indem man sich einredet, es wäre JaHuWaHs Strafe, weil man das oder jenes nicht hätte tun sollen. Wenn wir die begangene Sünde im Namen unseres Erlösers Jahuschuahs bekannt haben, müssen wir auch an das Versprechen glauben, dass uns auch tatsächlich vergeben ist 1. Wenn ich überzeugt bin, dass JaHuWaH mir vergeben hat, dann kann ich mir auch vergeben.

Wenn ich das nicht kann, fehlt mir das Vertrauen, dass Er mir vergeben hat und wir tragen die Schuld ständig mit uns herum. Man bestraft sich so immer wieder, indem man die Sünde ständig wieder ablaufen lässt.

Zum anderen führt dieses Verhalten tatsächlich zu einem Gefühl der Wertlosigkeit, was das Gebetsleben behindert und die Beziehung zu unserem Schöpfer stört. Zudem bringen wir uns mit diesem auf uns selbst gerichteten Geist der Unversöhnlichkeit um die Freude, von der unser Schöpfer möchte, dass wir sie von Herzen haben.

Häufig sind die innere Wut und die Bitterkeit jedoch gegen eine andere Person gerichtet. Jeder von uns wurde in seinem Leben sicher schon mal von einer anderen Person tief verletzt.

Oft wird man von denjenigen verletzt, die einem am nächsten stehen; vielleicht gibt es schlimme Kindheitserinnerungen. Diese Verletzungen können so tief sitzen, dass wir uns gar nicht bewusst sind, dass wir immer noch einen gewissen Groll oder Wut in uns gegen die Person tragen, die uns verletzt hat. Eine lang gehegte innere Wut kann in Bitterkeit umschlagen und uns tief unglücklich machen.

Das Heilmittel ist Vergebung. Das Gleichnis vom undankbaren Knecht in Matthäus 18, zeigt, wie wichtig Vergebung ist. Der Messias erzählte dieses Gleichnis nachdem Petrus Ihn fragte, ob es genug sei, jemanden, der gegen einen gesündigt hatte, sieben Mal zu vergeben.

Dann machte Er mit dem Gleichnis deutlich, dass es keine Sünde gegen uns gibt, die man nicht vergeben kann, denn JaHuWaH hat uns bereits für weit mehr vergeben, als wir je einem anderen vergeben könnten.

In dem Gleichnis erlässt ein König seinem Knecht eine hohe Geldsumme, weil dieser ihn um Gnade bat, da er sie nicht zahlen konnte. Später traf der Knecht einen Kollegen, der ihm eine viel geringere Geldsumme schuldete.

Als der König davon erfuhr, sprach er zu dem Knecht: Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest; solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hatte, was er ihm schuldig war. Während dem bösen Knecht die gesamte Schuld erlassen wurde, bat dessen Mitknecht diesen, nur um Aufschub der Rückzahlung der viel kleineren Schuld.

Der Messias erklärte den Jüngern:. Unversöhnlichkeit ist eine Sünde, die vom Himmlischen Vater nicht vergeben wird:. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. Wenn die Sonne untergeht und wir haben uns nicht versöhnt, wird man die ganze Nacht und den nächsten Morgen ein schlimmes Gefühl haben und man kann sich so hineinsteigern, dass die Wut immer mehr zunimmt.

Wir sollten allezeit den Frieden suchen und ihm sogar nachjagen 1. Wir müssen unbedingt lernen zu vergeben und auch zu vergessen. Wir müssen nicht mehr an dem festhalten, was jemand uns angetan hat; es ist nicht mehr von relevant, wir müssen es nie wieder hervorholen, es ist Vergangenheit.

Wenn du einer Person vergeben hast, dann belasse es dabei und bring nicht immer wieder deren Verfehlungen aus der Vergangenheit hoch. Und so wandelt die mit Bitterkeit beladene Person durchs Leben, einen Groll im Bauch gegen sich selbst, gegen den Schöpfer und gegen andere.

Das Leben wird nicht nur für die Person selbst miserabel, sondern färbt auch auf alle Menschen um sie herum ab. Wir sollten nie in der Vergangenheit verweilen und wir sollten der Vergangenheit nie erlauben, unsere Gegenwart zu bestimmen. Man hat zwar die Erinnerung nicht verloren, aber diese Dinge sind nicht mehr wichtig. Wir sind jetzt eine neue Schöpfung in Jahuschuah, dem Messias. Wir sind keine Opfer der Vergangenheit mehr — ungeachtet dessen, wie schlimm unsere Erfahrung auch war.

Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt , und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gott [JaHuWaHs] in … [Jahuschuah, dem Messias]. Vergebung kann sehr schmerzhaft sein, weil es nicht einfach ist, sich selbst, unseren Schöpfer und unsere Mitmenschen mit unseren Verfehlungen zu konfrontieren.

Ein unversöhnlicher Geist durchdringt jedoch unser gesamtes Leben, es trennt uns vom Schöpfer und unseren Verwandten und Freunden. Unversöhnlichkeit macht uns nicht nur unglücklich, sondern kann uns auch krankmachen. Oft fühlen sich beide Seiten vom anderen schlecht bzw. Es kommt auch vor, dass wir nur annehmen, der Andere hat uns etwas angetan, was in Wahrheit gar nicht der Fall ist; wir haben möglicherweise etwas missverstanden. Jeder wartet nun auf den anderen, dass er sich für sein Handeln bei ihm entschuldigt.

Dabei kann viel Zeit vergehen, in der die schlechten Gedanken und falschen Verhaltensmuster sich weiterentwickeln. Man sollte den Streit so schnell wie möglich beilegen. Wir müssen jetzt verzeihen, wir dürfen nicht auf die Zeit warten, die es verblassen lässt. Wir müssen daran denken, dass Vergebung nicht nur für den Anderen wichtig ist, sondern besonders auch für uns selbst.

Denn es kann durchaus sein, dass der Andere seine Verfehlungen nie bereut und sein Verhalten auch nicht ändert.

Es ist unsere Verantwortung, von der Bürde der Unversöhnlichkeit freizukommen. Wenn die Bitterkeit in dir hochkriecht, dann fange an zu beten. Bete so lange, bis sie verraucht ist. Am besten ist es, nicht nur für dich selbst zu beten, die Bitterkeit und der Zorn mögen verschwinden, sondern auch für denjenigen, der dich verletzt hat. Versuche liebevoll über diese Person zu denken.

Du kannst dir alle guten Eigenschaften dieser Person, auf die du ärgerlich bist, vor Augen führen. Du kannst auch versuchen herauszufinden, warum sie so gehandelt und dich damit verletzt hat.

Versuche dich in sie hineinzuversetzen. Hättest du unter diesen Umständen anders gehandelt? Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch … [JaHuWaH] euch vergeben hat in … [dem Messias]. Wenn wir aus tiefstem Herzen vergeben haben, werden die negativen Gefühle gegenüber einer bestimmten Person verschwinden.

Wir werden auch die Menschen, die uns verletzt haben, akzeptieren so wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen. Denn ändern wird sich eine Person nur dann, wenn sie selbst erkennt, dass sie falsch handelt und sie sich auch von Herzen verändern möchte. Auch wenn wir tatsächlich schlimm verletzt wurden, es rechtfertigt nie den Zorn und die Bitterkeit.

Unsere eigene Bitterkeit wird mehr Schaden anrichten, als jede Verletzung, die wir von anderen je zugefügt bekommen haben. Unser Erlöser gibt uns den Rat, sogar unsere Feinde zu lieben:.

Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist! Jeder von uns möchte von den anderen akzeptiert und geliebt werden, was nicht verwerflich ist. Allerdings ist das ständige Haschen nach Aufmerksamkeit und die immerwährende Suche nach Anerkennung eine Form des Stolzes, die sich vordergründig nur schwer ausmachen lässt.

Damit verbunden ist oft der Wunsch nach Einzigartigkeit bzw. Wenn uns die Anerkennung unserer Mitmenschen so wichtig ist, wird das aber nur eine Enttäuschung nach der anderen zeitigen. Solange wir Anerkennung und Ehre durch Menschen brauchen, um glücklich sein zu können, und unseren persönlichen Wert bei den Menschen suchen und nicht bei unserem Schöpfer, jagen wir einem Götzen hinterher. Manch einer versucht die Anerkennung der Menschen dadurch zu erhalten, dass er sich ständig in den Vordergrund drängt und viel redet, besonders auch über sich selbst.

Man plustert sich gerne auf, um etwas zu sein, was man nicht ist, und betrügt sich damit nur selbst Galater 6,3. Andere wieder reden ständig nach dem Mund ihrer Mitmenschen oder schweigen, wo Widerspruch angebracht wäre, damit die Anderen nicht schlecht von einem denken.

Der ständige Fokus darauf, wie man bei anderen Menschen ankommt, wie man bei ihnen Anerkennung und Lob bekommt, ist ein Leben, das sich nur um einen selbst dreht. Es ist ein stolzes Leben. Es gibt Leute, die sich z. Aber aus Angst vor dem Verlust des Ansehens und der Ehre durch die Menschen schweigt er und geht seinen Weg wie gewohnt weiter. Ein recht trauriges Beispiel, die Anerkennung der Menschen über die des Erlösers zu stellen, zeigt Johannes 12, Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes.

Häufig müssen wir im Leben zwischen der Ehre der Menschen und der unseres Schöpfers wählen. Wir können diesbezüglich nicht beiden gleichzeitig gefallen. Sehr treffend erklärt Paulus:. Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Messias. Der Wunsch nach Anerkennung liegt in unserer alten sündigen Natur vgl. Auch Pastoren und leitende Gemeindepersonen können der Beliebtheit und der menschlichen Ehre zum Opfer verfallen.

Der Wunsch nach Ansehen und Anerkennung kann dazu führen, dass sie falsche Lehren einführen 2. Petrus 2,1 , und ihre Mission so ausrichten, dass sie ihre übergeordneten Dienstherren sowie den Gemeindemitgliedern mehr gefallen 2. Er hat nie zugelassen, dass Stolz aufkam bzw. Sie wollten Ihn zum irdischen König krönen Johannes 12, ; vgl. Wir leben nicht auf dieser sündigen Erde, um uns selbst einen Namen zu machen. Unser Himmlischer Vater ist es, der uns bewertet, Er wird uns wertschätzen, nicht die Menschen.

Ob sie uns anerkennen und ehren oder uns verachten, es ist einem wahrhaft Demütigen egal, solange er von seinem Schöpfer wertgeschätzt wird. Er wird nicht weltliche Ehre und Anerkennung anstreben. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Selbstmitleid ist sehr tückisch.

Hier schleicht sich der Stolz über die Hintertür ein und besetzt bzw. Es führt zu einer verzerrten Sicht auf die Realität. Selbstmitleid wirkt höchst zerstörerisch und ist süchtig machend. Ein solches, damit angefülltes Leben ist sehr, sehr schwer. Jeder, der solche Gedanken hegt, sollte sich unbedingt vor Augen führen, dass er kein Opfer der Lebensumstände ist, sondern ein Opfer seines Stolzes. Die Wurzel des Selbstmitleids ist der Stolz in Höchstform. So wie die Selbstzufriedenheit ein Stadium des Stillstands ist, so ist es mit dem Selbstmitleid.

Letzteres ist jedoch viel zerstörerischer. Selbstmitleid ist die Antwort auf den Stolz des Leidens. Selbstmitleid ist die Stimme des Stolzes im Herzen des Schwachen. Angeberei klingt nach Eigenständigkeit. Selbstmitleid klingt nach Selbstaufopferung. Selbstmitleid sieht deshalb nicht nach Stolz aus, weil es so bedürftig erscheint.

Aber diese Bedürftigkeit kommt von einem verwundeten Ego. Es kommt nicht von einem Gefühl der Unwürdigkeit. Es ist eine Antwort auf einen nicht beachteten Stolz.

Selbstmitleid kann uns schneller zerstören als irgendetwas anderes. Man sabotiert sich damit ständig selbst. Da man die Probleme nicht angehen will, um etwas zu verändern, deckt man sie mit Selbstmitleid zu.

Man hat immer Ausreden, weil man ja gerade wieder so leidet und nichts gegen die Umstände tun kann. Und so wird selbst der Misserfolg in allen Dingen des Lebens einzementiert.

Und je mehr wir scheitern, umso mehr bedauern wir uns und verfallen in noch tieferes Selbstmitleid. Das führt wiederum dazu, dass wir uns erlauben, grundsätzlich weniger zu geben, als unser Bestes. Mancher treibt es so weit, dass er gar einen Lustgewinn im Leiden findet und sich das Mitleid seiner Mitmenschen erzwingt. Gerade wenn wir vorgeben, gläubige Messias-Nachfolger zu sein, wie kann es dann sein, dass wir uns ständig selbst bemitleiden, wenn wir doch Seinen Geist in uns wohnen haben?

Wie können wir uns ständig bedauern, wenn es in diesem irdischen Leben nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, da wir doch die Hoffnung auf das Ewige Leben haben? Sollte unsere Konzentration nicht darauf gerichtet sein? Und auch darauf, unseren Mitmenschen durch unser Vorbild ein zufriedenes, mit dem Heiligen Geist angefülltes, freudiges Leben zu offenbaren? Wie können wir mit einer finsteren Mine, geprägt voller Bitterkeit und Selbstmitleid herumlaufen, wenn doch Jahuschuah das Licht ist, das aus uns scheinen sollte?

Minderwertigkeitsgefühle sind genauso eine Folge des Stolzes, wie die Überheblichkeit. Es wird gerne mit einer Überbetonung und zur Schaustellung bestimmter Fähigkeiten und Qualitäten kompensiert, die oft gar nicht wirklich vorhanden sind. Das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit werde ich haben, wenn ich nicht akzeptieren kann, dass ich nicht so toll, so talentiert, so wohlhabend oder so schön bin, wie ich gerne sein möchte. Ich will aus eigener Kraft das erreichen oder sein, was ich gar nicht vermag.

Ich will alles alleine bewältigen. Ich will mich und anderen ständig beweisen, dass ich etwas wert bin, dass ich etwas kann. Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht? In unserem Getrenntsein vom Schöpfer und in unserem Stolz versuchen wir ständig, uns selbst zu erhöhen, und vergessen, dass die Demut eine gewaltige Macht darstellt.

Wir müssen unsere Hilfsbedürftigkeit erkennen und uns von unserem Himmlischen Vater durch Seinen Sohn Jahuschuah helfen lassen. Wir müssen erlauben, dass Jahuschuah ein Teil unserer Entscheidungen und Handlungen unseres täglichen Lebens wird.

Nur durch den uns begleitenden heiligenden Geist Jahuschuahs werden wir von Minderwertigkeitsgefühlen frei, da wir niemandem mehr etwas beweisen müssen. Wir haben einen mächtigen Helfer an unserer Seite, der uns führt und leitet. Sind wir einmal in dem bedauernswerten stolzen Zustand, voller Selbstmitleid und Minderwertigkeitsgefühle, dann werden wir uns auch ganz schnell gekränkt und beleidigt fühlen, wenn uns jemand kritisiert.

Wir wollen nicht sehen und hören, dass wir Schwächen haben. Er lernte Glauben, Lieben, Hoffen und sah von fern schon den Himmel offen.

Kein Feind konnte ihn erschlagen — und doch müssen wir ihn jetzt beklagen! Ein kleines Wort nur, das ihn erschlug, weil seine Seele es nicht vertrug. Wie war es möglich, wie kam es so weit? Waren die Geisteswaffen nicht mehr bereit? Ihm fehlte eine, die Demut — die Unverletzbarkeit. Solange das eigene Ego lebt, wollen wir uns vor jeder Kritik, Kränkung oder Beleidigung schützen. Wenn wir aber selbst in, durch und mit dem Messias gestorben sind und unser Leben von Seinem Geist angefüllt ist, werden uns selbst unberechtigte Kritik, Vorwürfe, Spott und Kränkung nichts anhaben können.

Wenn wir ein demütiges Herz haben, dann können wir auf Kritik positiv reagieren, ohne dabei gleich in die Verteidigungshaltung gehen zu müssen, egal ob die Kritik berechtigt oder unberechtigt ist. Wir müssen uns nicht immer gleich angegriffen fühlen und emotional reagieren. Und wenn sie berechtigt ist, können wir daraus lernen, was eine Verbesserung in unser tägliches Leben bringt.

Die Folge ist der Tod. Wenn wir den Stolz des Selbstmitleids durch die Augen von Golgatha sehen, werden wir diese Sünde zunehmend verabscheuen. Der einzige Mensch, der tatsächlich ein Recht zu Selbstmitleid gehabt hätte, ist der Messias Jahuschuah, der ohne Sünde war. Der einzige unschuldige, sündenfreie Mensch, der sich selbst bemitleiden könnte, tat es nicht. Er hat für uns gelitten, hat Seine hohe Stellung im Himmel aufgegeben, kam als Mensch in einem von Sünde bereits degenerierten Körper auf die Erde Philipper 2,7 ; litt Hunger, Durst und Schmerz; wurde verspottet, verfolgt, verklagt, geschlagen und getötet.

Wie können wir, als Seine Nachfolger, in Selbstmitleid schwelgen? Wir müssen uns keinesfalls und in keiner Lebenslage, egal wie schlimm sie sein mag, selbst bemitleiden, denn unser Heiland hat das Leid für uns getragen:. Die ganze Heilige Schrift hindurch versichert uns unser Himmlischer Vater immer wieder, dass Er möchte, dass wir unsere Schmerzen und Leiden vor Ihn bringen sollen, damit Er uns trösten kann.

Wir müssen uns nicht selbst bemitleiden, denn Er hat Mitleid für uns Psalm , Er ist nun unser Hohepriester und hat Mitleid mit all unseren Schwächen, weil Er alles selbst durchlitten hat Hebräer 4, Wenn wir Ihn in unser Herz lassen, dann wird Er uns verteidigen und unsere Kämpfe für uns führen; und Er wird uns zum Sieg führen Jesaja 61, Paulus gibt ein wunderbares Beispiel für ein selbstloses Leben ohne Furcht vor menschlicher Feindschaft, Urteil und Kritik, sowie Leid aufgrund seiner Messias-Nachfolge:.

Denn ich bin mir nichts bewusst; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern … [JaHuWaH] ist es, der mich beurteilt. Paulus war es völlig egal, ob und wie er von anderen Menschen beurteilt wurde.

Er ging einfach seinen Glaubensweg mit Jahuschuah, wissend, dass er aus sich selbst heraus dazu unfähig wäre. Und da er ein tiefes Vertrauen auf Ihn setzte, konnte er ausgeglichen, frei und freudig durchs Leben gehen, ohne sich durch Kritik und Anschuldigungen anderer aus der Bahn werfen zu lassen.

Dabei hatte er viele Qualen zu ertragen siehe 2. Korinther 11, , die für ihn aber auch immer ein Anlass zur Freude und Dank Seinem Schöpfer gegenüber waren Apostelgeschichte 16, Aus dem Gefängnis heraus schrieb er an die Gemeinde in Philippi:. Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Paulus war seinem Schöpfer so dankbar und ertrug alles für Ihn, weil er wusste, was Er für Ihn tat.

Er sah, was die Sünde anrichtete und welches unendliche Opfer der Himmlische Vater und Sein geliebter Sohn vollbrachten, damit wir davon frei werden können. Wie unser Heiland und Erlöser, sowie seine Nachfolger demütig ihren Glaubensweg gingen, so wird uns Demut befähigen die Berufung für unser Leben zu erkennen, unseren Fokus nicht auf uns selbst zu richten und wird uns von unserem Selbstmitleid, Minderwertigkeit und Unzufriedenheit heilen.

In bestimmten Fällen können Depressionen eine Folge des Stolzes sein. In vielen Fällen ist es das aber sicher nicht, wie wir noch sehen werden. Ängstlichkeit, Panik und ständige Sorgen über alles und jeden, sind jedoch Früchte des Unglaubens.