Geschichte des 20. Jahrhunderts

Geschichte des Jahrhunderts. Die Vorlesung gibt eine Einführung in wichtige Themen der Geschichte des Jahrhunderts in Deutschland, Europa und der Welt.

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Anatomie und Biomechanik

Lange bestehende Handgelenksschmerzen sollten unbedingt durch einen erfahrenen Handchirurgen abgeklärt werden. Nicht selten sind alte, als

Diese Studien werden von Teilen der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft als unrealistisch kritisiert. Kritische Studien kommen zu dem Schluss, bei Zunahme des transatlantischen Handels könnte der innereuropäische Handel sogar abnehmen. Zudem werden eine gesteigerte makroökonomische Instabilität, ein negativer Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt sowie eine sinkende Lohnquote prognostiziert.

Zudem weisen Kritiker darauf hin, dass nicht nur Industriestandards wie DIN-Normen, sondern auch gesetzliche Standards in den Bereichen Umweltschutz , Verbraucherschutz , Gesundheit, Arbeit und Soziales als nichttarifäre Handelshemmnisse eingestuft würden. Diese privaten Schiedsgerichte sollen im Rahmen der Vertragsbestimmungen zum Investitionsschutz ohne die Möglichkeit einer unabhängigen staatlichen gerichtlichen Überprüfung über Schadensersatzansprüche von Unternehmen gegen die Vertragsstaaten entscheiden können.

Im Grundsatz, aber auch angesichts der Höhe zu erwartender Schadensersatzforderungen von Investoren sehen verschiedene Kritiker und Parteien dies als Gefahr für oder Angriff auf die Souveränität der Einzelstaaten, die Prinzipien der Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit an.

Des Weiteren wird der als intransparent beurteilte Verhandlungsprozess kritisiert. Schon die Veröffentlichung des Verhandlungsmandats, [6] also des grundlegenden Auftrags des Europäischen Rats an die EU-Kommission im Juni , erfolgte nach öffentlichen Protesten erst im Oktober Mittlerweile wurden unautorisiert mehrere interne Positionspapiere aufgrund von Informationsleaks im Internet veröffentlicht.

Die bekannt gewordenen Inhalte haben nicht zu einer Beruhigung der Kritik geführt. Nach Darstellung von foodwatch ist unklar, ob die nationalen Parlamente das Abkommen tatsächlich ratifizieren müssen: Dies kann jedoch erst festgestellt werden, wenn der fertige Vertragstext vorliegt.

Das durchschnittliche Zollniveau beträgt fünf bis sieben Prozent. Eine Gleichstellung der Wirtschaftssubjekte würde im jeweils anderen Wirtschaftsraum beispielsweise einer lettischen Baufirma gegenüber einer kalifornischen die gleichen einklagbaren Chancen bringen, den Bauauftrag für eine Brücke in Los Angeles zu erhalten.

Nach Aussage von Sigmar Gabriel vor der Während in Europa beispielsweise gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen und weitläufig verboten sind, verhält es sich in den USA völlig anders; 90 Prozent des verwendeten Mais , der Sojabohnen und der Zuckerrüben sind gentechnisch verändert.

Einige gehen davon aus, dass die Konsumenten in der EU der Gentechnik gegenüber negativer eingestellt wären als US-Konsumenten, dass Lebensmittelskandale z. Mai veröffentlichten geleakten. Setzt sich die US-Lobby durch, zöge dies Die Pharmaindustrie erhofft sich Erleichterungen bei der Zulassung von Medikamenten , die bisher nach unterschiedlichen Verfahren in Deutschland und den USA geprüft werden müssen. Nach Ansicht des Vorstandsmitglied der E.

Kritiker bezweifeln diese Vorteile. Dazu gehört etwa die Reglementierung und das teilweise Verbot riskanter Finanzprodukte , die weithin als einer der Auslöser der Krise angesehen werden.

Bei den Zulassungsverfahren müssen Fahrzeuge beispielsweise ganz unterschiedliche Crashtests absolvieren. Im Folgenden werden die transatlantischen Handelsströme für Güter und Dienstleistungen für das Jahr dargestellt: Merkel meinte im Februar Das geplante Abkommen wird von Teilen der Politik, Journalisten, Verbraucherschutz - und Umweltschutzorganisationen sowie Nichtregierungsorganisationen massiv kritisiert.

So werde es von Lobby-Vertretern der Industrie unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne tatsächliche parlamentarische Kontrolle der nationalen Parlamente oder des EU-Parlaments und damit faktisch ohne demokratische Kontrolle verhandelt.

Die zu erwartenden positiven wirtschaftlichen Effekte für die Bevölkerung der Teilnehmerstaaten seien sehr gering und würden von zahlreichen gravierenden Nachteilen begleitet. So würden durch das Abkommen Umwelt- und Gesundheitsstandards untergraben und Arbeitnehmerrechte aufgeweicht. Das dadurch ausgelöste Race to the bottom führe zu weiteren negativen Globalisierungseffekten. Die Europäische Kommission und der Bundesverband der Deutschen Industrie BDI verweisen darauf, dass eine Senkung von Standards nicht beabsichtigt sei und eine Harmonisierung oder gegenseitige Anerkennung nur auf der Basis bestehender hoher europäischer Standards erfolgen solle.

Sie verweisen auf schon bestehende Handelsabkommen, auf deren Grundlage Konzerne etwa gegen ein Moratorium vorgehen, das die Gasförderung mittels Fracking aussetzt, oder auf Entschädigung wegen des Atomausstiegs in Deutschland pochen. Im Zuge des geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommens würden Konzerne anstreben, Kennzeichnungspflichten für gentechnisch veränderte Lebensmittel und das Verbot von unter Einsatz von Hormonen erzeugtem Fleisch zu kippen. Die Vorteile, die das Abkommen den Unternehmen bieten soll, wären zudem bindend, dauerhaft und praktisch nicht mehr veränderbar — weil jede einzelne Bestimmung nur mit Zustimmung sämtlicher Unterzeichnerstaaten geändert werden könnte, sobald der Vertrag in Kraft getreten sei.

Diese Zahlen gäben den Gesamteffekt an. Dieser beziffert die ökonomischen Effekte des Abkommens am Ende einer Anpassungsphase von etwa 10 bis 20 Jahren, also auf lange Sicht. Zwei Szenarien wurden simuliert. Die Abschaffung der Zölle allein wäre fast wirkungslos. Neben der wachstumsorientierten Argumentation argumentieren viele Befürworter des Abkommens auch machtpolitisch: Durch TTIP entstehe ein geopolitischer Block, der auf Jahrzehnte die Produktstandards und Konditionen des Welthandels diktieren könnte, was Ängste bei China und Indien auslöst, über diese nahezu globalen Standards nicht mitverhandeln zu können.

Die amerikanische Handelsrechtsexpertin und Aktivistin Lori Wallach schrieb:. Den meisten bisherigen Prognosen liegt die Annahme zugrunde, dass Zollsenkungen stets eine starke Wirtschaftsdynamik auslösten — was empirisch längst widerlegt ist. Verzichtet man auf diese dubiose Annahme, dann — räumen die Autoren der Studie ein — schrumpft der potenzielle BIP-Zuwachs auf statistisch irrelevante 0,06 Prozent.

Die von der EU-Kommission selbst in der Öffentlichkeit angegebenen Zahlen seien nicht das wahrscheinlichste, sondern das optimistischste Szenario , und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Innerhalb der Staaten gibt es dazu noch jeweils unterschiedlichste Regionen. Die angegebenen zwei Millionen neue Arbeitsplätze beziehen sich auf den gesamten Freihandelsraum mit über Millionen Menschen. Nach dem Diskussionspapier eines Doktoranden [59] des Global Development and Environment Institute der US-amerikanischen Tufts University [60] würde die Zunahme des transatlantischen Handels durch eine Abnahme des innereuropäischen Handels kompensiert.

Durch die TTIP würden Zudem werden eine gesteigerte makroökonomische Instabilität, ein negativer Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und eine sinkende Lohnquote prognostiziert. Der methodische Unterschied zu anderen Studien beruht darin, dass nicht ein Allgemeines Gleichgewichtsmodell , sondern das United Nations Global Policy Model verwandt wurde. Er erwartet für den Verbraucher sinkende Preise, jedoch einen erhöhten Konkurrenzdruck für die Unternehmen, von denen manche vom Abkommen profitieren könnten, andere jedoch nicht.

Absicht des Einzel-Ziele umfassenden Aktionsplans war die engere politische, militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. April wurde die Rahmenvereinbarung zur Vertiefung der transatlantischen Wirtschaftsintegration zwischen der Europäischen Union und den USA unterzeichnet.

April tagte, gehörten nach Ansicht der Nichtregierungsorganisation attac vor allem liberale Technokraten u. Vertreter von Businesseurope und der Bertelsmann-Stiftung an, von denen keiner ein demokratisches Mandat besitze.

Februar in einer gemeinsamen Erklärung für eine Freihandelszone ihrer beiden Wirtschaftsblöcke aus. Der audiovisuelle Wirtschaftsbereich Film- und Musikproduktionen wurde von den Verhandlungen auf Wunsch Frankreichs vorerst ausgeklammert.

Die Aufnahme der Verhandlungen wurde am Die Verhandlungen führt auf europäischer Seite die Europäische Kommission. Sie wurden den US-Vertretern bei der ersten Verhandlungsrunde vorgelegt. Nach der sechsten Verhandlungsrunde veröffentlichte die Europäische Kommission ein Papier mit dem aktuellen Stand der Verhandlungen. In der siebten Verhandlungsrunde wurde über die Vereinheitlichung der Vorschriften für Technik und Sicherheit für Kraftfahrzeuge verhandelt. Die Regeln für Chemikalien sollen nicht harmonisiert oder gegenseitig anerkannt werden, lediglich bessere Klassifizierungen sollen verhandelt werden.

Die achte Verhandlungsrunde wollte über Regulierungen und Standards in folgenden Bereichen verhandeln: Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Das umstrittene Thema Investitionsschutz blieb bei den Gesprächen weiterhin ausgeklammert. Weitere Verhandlungsrunden folgen im April und im Juni. Die Beratungen sollen Ende abgeschlossen werden. In der zehnten Runde ging es um die Absenkung von Zöllen, eine Annäherung von Standards im Maschinen- und Anlagenbau, Energie- und Rohstofffragen, Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen und den Schutz von Herkunftskennzeichnungen im Agrarsektor.

Juli ihre Stellungnahmen abgeben. In der elften Runde verhandelten die über Unterhändler im relativ unstrittigen Kapitel Warenhandel und Zölle darüber, möglichst 97 Prozent aller Zölle — z.

Beim umstrittenen Thema regulatorische Zusammenarbeit , einer zukünftigen möglichst weitgehenden Harmonisierung von Normen und Vorschriften, wurden Vorschläge zu Pharmaprodukten und medizinischen Geräten, Textilien und Kraftfahrzeugen, Chemikalien und Pestiziden sowie neuerdings auch Energie, Rohstoffen und Finanzdienstleistungen diskutiert. September [96] wurde erst im November und damit nach Abschluss der Runde an die USA übermittelt. Runde in Brüssel vom Februar ging es um den Investitionsschutz Schiedsgerichte , die regulatorische Kooperation, Nachhaltigkeit und öffentliche Auftragsvergabe.

April in New York, in der es um Marktzugang und Regulierungsfragen ging, [] gaben sich die beiden Chefunterhändler optimistisch: August ausgestrahlt wurde: Juli in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin den Stopp der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen sowie eine verantwortungsvolle Politik für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft. In einem offenen Brief an den US-Handelsbeauftragten fordern mehr als 40 Organisationen, darunter Bürgerrechtsbewegungen, Naturschutzbünde und mehrere Kirchen, eine Streichung des Investitionsschutzes aus den Verhandlungen.

Ein öffentlicher Gerichtshof für Investoren werde die Rechtssetzungsbefugnis der Mitgliedsstaaten und der Union zu stark beschränken. Es fehle ihm zudem die nötige Rechtsgrundlage.

Das Verfahren zur Ernennung der Richter genüge nicht den internationalen Anforderungen an die Unabhängigkeit von Gerichten. Bei den Mitgliedstaaten handele es sich um Rechtsstaaten, welche allen Rechtsuchenden den Zugang zum Recht über die staatliche Gerichtsbarkeit eröffnen und garantieren.

Es sei Aufgabe der Mitgliedstaaten, den Zugang zum Recht für alle sicherzustellen und durch die entsprechende Ausstattung der Gerichte dafür zu sorgen, dass der Zugang auch für ausländische Investoren gangbar ist. Auch die Unabhängigkeit der Richter in einem Sondergericht sei fraglich. Der Deutsche Richterbund forderte den deutschen und den europäischen Gesetzgeber des Weiteren auf, den Rückgriff auf Schiedsverfahren im Bereich des internationalen Investorenschutzes weitgehend einzudämmen.

Eines der in der öffentlichen Diskussion kontroversesten Elemente des geplanten Abkommens ist die Einbeziehung von Klauseln zum Investitionsschutz , bei deren Verletzung Investoren gegen den verletzenden Staat vor Schiedsgerichten auf Schadensersatz klagen könnten Investitionsschiedsverfahren. Mit einem Fragebogen konnten Unternehmen und Privatpersonen bis zum 6. Juli war geplant, die Position der EU zum Investitionsschutz zu überdenken und die Verhandlungen transparenter zu gestalten: Insbesondere die Sicherheit unserer Lebensmittel und der Schutz personenbezogener Daten der EU-Bürgerinnen und -Bürger sind für mich als Kommissionspräsident nicht verhandelbar.

Ebenso wenig werde ich akzeptieren, dass die Rechtsprechung der Gerichte in den EU-Mitgliedstaaten durch Sonderregelungen für Investorenklagen eingeschränkt wird. Rechtsstaatlichkeit und Gleichheit vor dem Gesetz müssen auch in diesem Kontext gelten.

Deswegen sei es gut, dass die EU-Kommission die Verhandlungen darüber ausgesetzt habe und ein Konsultationsverfahren durchführt. Oktober wurde nicht weiter über Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren verhandelt: Dieser soll aus einem Gericht erster Instanz und einem Berufungsgericht bestehen, Urteile sollen von öffentlich ernannten Richtern mit hoher Qualifikation gefällt werden, die vergleichbar ist mit der von Mitgliedern anderer ständiger internationaler Gerichte wie des Internationalen Gerichtshofs und des WTO -Berufungsgremiums, die Möglichkeiten von Investoren, einen Fall vor das Gericht zu bringen soll genau definiert werden und die möglichen Klagegründe auf Fälle wie gezielte Diskriminierung wegen Geschlecht, Rasse oder Religion, Staatsangehörigkeit, Enteignung ohne Entschädigung oder formelle Rechtsverweigerung festgelegt werden.

Zudem trage die unterliegende Partei die Kosten. In Österreich steht nicht nur Liberalismus gegen Absolutismus. Die Lösung dieser Probleme gelingt nicht. Die Niederlage gegen Frankreich und Sardinien im italienischen Befreiungskrieg macht einen Systemwechsel notwendig. Unterstützt wird er von Kirche und Heer. Der Präsident hat diktatorische Vollmachten , die Gewaltenteilung wird beseitigt. Das Plebiszit vom November macht Napoleon III.

Seine Wahl zum ersten Präsidenten der französischen Republik Dezember verdankt Napoleon III. Charles Louis Napoleon Bonaparte den konservativ eingestellten und mit den sozialen Verhältnissen unzufriedenen Bauern sowie dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht. Auch der Name 'Napoleon' spielt eine Rolle. Vor der Februarrevolution hatten die französischen Demokraten ein allgemeines und gleiches Wahlrecht, ein Einkammersystem sowie den Vorrang der Volksvertretung vor der Regierung gefordert.

In den Verfassungsberatungen von konnten sie zwar das Einkammersystem durchsetzen, aber es gelang ihnen nicht, die Vorrangigkeit des Parlaments festzulegen.

Der Einfluss der Liberalen und Konservativen war so stark, dass das amerikanische Modell eines vom Volk gewählten Präsidenten übernommen wurde, der dem Parlament gleichrangig gegenüberstand. Für die Regelung von Konflikten zwischen diesen beiden obersten Staatsorganen wurde keine Vorsorge getroffen. Durch die Volksabstimmungen machte er die Beschlüsse der Nationalversammlung wirkungslos. Je nach Bedarf beruft er sich auf das nationale Selbstbestimmungsrecht.

In seinen Aussagen war Napoleon häufig sehr widersprüchlich. Allerdings schreckte er vor Veränderungen auch zurück. England entwickelt sich zur ersten Handels- und Industriemacht der Welt. Die Aufhebung der Kornzölle leitet die Ära des radikalen Freihandels ein; fallen die letzten Schutzzölle. Russland unter Zar Nikolaus I. In einem Ultimatum fordert Zar Nikolaus I.

Als diese Forderung zurückgewiesen wird, besetzen russische Truppen die unter türkischer Herrschaft stehenden Fürstentümer Moldau und Walachei. Dem folgt von türkischer Seite die Kriegserklärung.

Das weitere Vordringen des russischen Reiches soll verhindert werden. Gemeinsam mit Frankreich stellt sich England auf die Seite der Türken. Ein Expeditionscorps wird auf die Krim entsandt.

In einem Krieg sah er die Gelegenheit, sich als Befreier Europas vom russischen Despotismus zu präsentieren. Der Krieg wird auf der Krim ausgefochten. Durch Truppenkonzentrationen an der russischen Grenze bindet Österreich starke russische Truppen, ohne in den Kampf einzugreifen. Er glaubt, Russland gegenüber noch eine Dankesschuld aus den Tagen der Befreiungskriege gegen Napoleon zu haben. Damit war die Entscheidung im Krimkrieg gefallen.

Wer diese Stadt kontrollierte, der kontrollierte das Schwarze Meer. Russland, nach dem Rückzug aus der Stadt am Rand des Scheiterns, willigte in Friedensverhandlungen ein. Im Frieden von Paris sieht sich Russland aus Finanznot dazu gezwungen, das Protektorat über die Donaufürstentümer aufzugeben und auf eine eigene Flotte im Schwarzen Meer zu verzichten.

Das Schwarze Meer wird für neutral erklärt. Die Lage der Christen im Osmanischen Reich wird internationalisiert. Der Krimkrieg verschiebt die Machtverhältnisse zugunsten Englands und Frankreichs.

Russland ist nicht entscheidend besiegt. Sardinien-Piemont , das der Allianz gegen Russland beigetreten war, gewann eine günstige Ausgangsposition für die Einigung Italiens. März die bis dahin verdeckte Auseinandersetzung mit dem absolutistischen System und führt zu wachsenden inneren Spannungen. So wird der Reiseverkehr liberalisiert und der Handel durch Zollsenkungen gefördert.

Die Leibeigenschaft wird aufgehoben, die Hälfte der russischen Bevölkerung wird nun Pächter. Liberalismus und nationaler Staat - Um das Jahr herrschen in den italienischen Partikularstaaten landesfremde Dynastien.

Die Lombardei und Venetien gehörten zu Österreich. Daneben gab es auf italienischem Boden den Kirchenstaat und das Königreich Sizilien. Staatliche Zusammenhänge gab es nicht. Die Nationalstaatsbewegung orientiert sich an der Rückbesinnung auf die Antike, also auf eine Zeit, in der Italien noch ein mächtiges Reich war. Der italienische Nationalismus wird vor allem durch Giuseppe Mazzini - beflügelt.

Begründer der italienischen Einheit wird Graf Camillo Cavour - Mit Cavour, der seit Ministerpräsident ist, verwandelt sich das Königreich in einen liberalen Musterstaat. Cavour erkennt, dass die Vertreibung der österreichischen Besetzer aus Italien nur mit Hilfe einer auswärtigen Macht zu erreichen ist. Im Sommer sichert der französische Kaiser zu, "Italien frei bis zur Adria" werden zu lassen.

Der Krieg bricht im Frühjahr aus. Er bringt den sardinisch-französischen Truppen nach schweren siegreichen Schlachten bei Magenta 4. Venetien ist noch nicht erobert, als Napoleon III. Im Jahr erhielt Dunant den Friedensnobelpreis. Cavour verfolgt nun sein Ziel selbständig. Er wiegelt die Bevölkerung Mittelitaliens auf und verhindert dadurch die Rückkehr der kleinen Fürsten.

Die Aufständischen verlangen den Anschluss an Piemont-Sardinien. Cavour unterstützt den gefeierten Nationalhelden Garibaldi , als dieser mit seinen Freischaren Sizilien besetzt und die in Neapel herrschende Dynastie vertreibt.

Als Garibaldi die italienische Einheitsrepublik errichten will, tritt ihm Cavour entschieden entgegen. Aus den im festgelegten 'Statuten' dieses kleinen Königreichs entsteht die Verfassung der neuen konstitutionell-parlamentarischen Monarchie Italiens.

Zum ersten Mal finden völlig freie Wahlen statt. Im Grunde geht es um die Erhöhung der Truppenstärke von Die Dienstzeit der Rekruten soll von zwei auf drei Jahre erhöht werden. Seine militärische Kommandogewalt war durch die Verfassung nicht eingeschränkt.

Das Parlament bewilligte die Finanzmittel, erteilte seine Zustimmung jedoch nur vorläufig. Die Wahlen vom 6. Dezember , die nach dem Dreiklassenwahlrecht durchgeführt werden, bringen dem radikalen Flügel der Liberalen , der sich von den Altliberalen abgespalten und am 6. Ihr Ziel ist es, mit der Ministerverantwortlichkeit das parlamentarische System einzuführen und die Verfassung im Sinne der Demokratie auszugestalten. Sie verweigern nun die beantragten Geldmittel.

Aus dem Streit um die Heeresreform war nun ein Verfassungskonflikt geworden. Auf Empfehlung des konservativen Kriegsministers Roon wurde am In einem Gespräch von historischer Tragweite erklärte er dem König seine Bereitschaft, die Heeresreform auch gegen den Widerstand des Abgeordnetenhauses durchzusetzen.

Daraufhin ernannte ihn König Wilhelm I. Als ihn König Wilhelm I. Das war die Geburtsstunde des Telefons in Deutschland und der Welt. In wissenschaftlichen Kreisen seiner Zeit wurden die neuartigen Gedanken von Reis als "Spielerei" abgelehnt.

Nach seinem eigenen Eingeständnis hat er die Geräte von Philipp Reis zumindest teilweise gekannt und sie verbessert. Bismarck regierte verfassungswidrig ohne einen ordentlich genehmigten Haushalt. Dies war deshalb möglich, weil aus Domänen und Staatsforsten sowie aus der wachsenden Industrie steigende Einkünfte erzielt wurden. Auf die Dauer war dieser Zustand im Parlament nicht erträglich.

Verschlechtert wurde er noch, als der Landtag im Mai vertagt und im Juni die Pressefreiheit aufgehoben wurde. Ungeachtet des parlamentarischen Widerspruchs wurde die Heeresreform durchgeführt. Bismarck hat immer wieder versucht, die Liberalen auf seine Seite zu ziehen.

Er bot ihnen die Einheit Deutschlands an, um sie von anderen Forderungen abzubringen. Es gelang ihm dadurch, sie in verschiedene Gruppen zu spalten. Auf der anderen Seite dachte Bismarck damals schon an die Einführung eines allgemeinen Wahlrechts, das ihm - so vermutete er - die Stimmen der konservativen Bauern gebracht hätte.

Die Vorherrschaft der bürgerlichen Liberalen hätte er dadurch gebrochen. Es war insbesondere als Verbündeter Österreichs und Russlands und als Gegner Frankreichs aufgetreten. Bismarck ging nun einen anderen Weg: So war auch die Einheit Deutschlands ein Weg, das oberste Ziel zu erreichen. Bismarck nimmt auch die Einigung in Kauf. Den Vorsitz im Bund führte Österreich. Einberufung der deutschen Fürsten durch Österreich zur Beratung einer Bundesreform.

Im Januar erheben sich die Polen gegen die russische Herrschaft. Ziel des Aufstands war Liberalisierung Polens. Bismarck erkennt die Chance für eine Annäherung an Russland. Er nimmt für Russland Stellung und gewinnt dadurch das Vertrauen des Zaren. Februar wird in Petersburg die Konvention von Alvensleben geschlossen. Die Phase einer engen deutsch-russischen Freundschaft beginnt. Christian von Glücksburg die dänische Krone erhalten sollte. Nach den Bestimmungen des Protokolls sollten sowohl Schleswig als auch Holstein nicht zu Dänemark gehören, sondern jeweils eine eigene Verfassung und Verwaltung erhalten.

Darüber hinaus blieb Holstein ein Staat des Deutschen Bundes. Im März beschloss die dänische Regierung eine gesamtdänische Verfassung, welche die Eingliederung Schleswigs vorsah. Durch die am November in Kraft gesetzte Verfassung wurde das Londoner Protokoll gebrochen. An die Verzichtserklärung, die sein Vater im Londoner Protokoll unterzeichnet hatte, hielt er sich nicht gebunden.

Die deutschen Nationalisten und die Mehrheit der deutschen Bundesstaaten stellten sich hinter den Anspruch des Prinzen Friedrich von Augustenburg und waren bereit, eine bewaffnete Intervention zu unterstützen. Im Dezember beschloss der Bundestag mit einer Stimme Mehrheit, eine Bundesintervention durchzuführen.

Hannoversche und sächsische Truppen Ihr gemeinsames Ultimatum an Dänemark , die gesamtdänische Verfassung zurückzunehmen, wies die dänische Regierung im Januar zurück. Bismarcks eigentliches Ziel war die Annektierung der beiden Herzogtümer. Die Kooperation mit Österreich war für Bismarck von vornherein zeitlich befristet und diente nur dem Ziel, die eigenen Risiken zu minimieren.

Juli kam es zum Waffenstillstand. Er brachte sowohl Frankreich als auch Russland auf seine Seite. Auch nach dem Friedensschluss gab er seine Ziele nicht auf, Schleswig und Holstein zu annektieren und den politischen Einfluss Österreichs in Deutschland zu neutralisieren. Für Österreich war der Anteil an der Herrschaft über die weit von Wien entfernten Herzogtümer wertlos. Anerkennung der Herzogtümer als einen separaten Staat unter Herrschaft der Augustenburger oder Austausch des österreichischen Anteils gegen schlesische Gebiete.

Bismarck lehnte beide Optionen ab. Im Sommer beginnen neue Verhandlungen, die mit der am August unterzeichneten Konvention von Gastein abgeschlossen werden. Als er erkannte, dass dies auf friedlichem Wege nicht zu erreichen war, entschloss er sich zum Krieg gegen Österreich.

Die Kriegsvorbereitung durch Bismarck. Der französische Kaiser erhofft sich, bei einem Krieg die Schiedsrichterrolle spielen zu können, die sein Prestige erhöhen würde. Bismarck bestärkte ihn in dieser Hoffnung, gab jedoch keinerlei Zusagen.

Es bedurfte der ganzen diplomatischen Kunst Bismarcks, um alle Klippen geschickt zu umfahren. Bindende Zusagen über die Abtretung deutschen Gebiets konnte und wollte Bismarck nicht geben.

Auch in Deutschland wirbt Bismarck um Bundesgenossen. Schon seit langem hatte Bismarck geplant, mit Hilfe einer Bundesreform, die ein aus allgemeinen Wahlen hervorgegangenes Parlament neben die Bundeszentralbehörde setzen sollte, Österreich aus Deutschland hinauszudrängen und den Einfluss der Mittel- und Kleinstaaten zu verringern.

Bismarck hatte vergeblich versucht, durch das Angebot einer nationalen Lösung die Liberalen für seine Politik zu gewinnen.

Österreich ergreift jetzt die diplomatische Offensive. Juni ruft es die Entscheidung des Bundestags in der schleswig-holsteinischen Frage an. Damit beginnt der Krieg.

Auf der Seite Österreichs kämpfen zwölf weitere Bundesstaaten. Die hannoverische Armee kapituliert am Ein gemeinsames Vorgehen gab es nicht. Juli entscheidet den Krieg. Die geschlagene österreichische Armee kann sich noch mit der aus Italien herbeigeführten Südarmee vereinigen und die Donaulinie besetzen.