Petition: Aufruf an den Bundestag

Unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf für Lebensrecht! Unterstützen Sie damit die Forderung, das Leben ungeborener Kinder umfassend zu schützen.

Kein Mann kann daheimbleiben, weshalb nur noch Frauen und Kranke auf den Höfen leben.

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Aktuelles aus der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Informationen über Neuerscheinungen und Veranstaltungen finden Sie hier.

Im Morgengrauen rastete der Schmuggelzug bei eingeweihten Bauern oder an abgelegenen Stellen. Erst in der nächsten Nacht ging es weiter. Die Schmuggler fürchteten nicht nur holländische Beamte und Soldaten. Auch eigene Landsleute bedrohten die verbotenen Warentransporte.

Sie handelten nach dem Grundsatz: Die Schmuggler kauften sich los, denn sie wollten ungehindert und ohne Aufsehen ihres Weges ziehen. Hin und wieder kam es sogar zu regelrechten Raubüberfällen. So überfielen Einwohner aus Hinte und einigen Nachbarorten einen Wagentransport.

Kaffeeballen wurden aufgeschnitten und der Inhalt in mitgebrachte Säcke umgeschüttet. Am nächsten Morgen sammelten Einwohner, die nicht am Überfall beteiligt waren, die Reste auf. Nicht nur Kaufleute nahmen Schmuggelwaren ab. Auch andere, die früher nie etwas mit dem Handel zu tun gehabt hatten, kauften und verkauften jetzt verbotene Waren. Die Waren wurden heimlich nur an gut bekannte Personen verkauft. Auf die Dauer blieben den Holländern die Schmuggelfahrten nicht verborgen.

Kanonenboote besetzten die Emsmündungen. Streifen auf den Deichen beobachteten die gesamte Küste. Nur Inhaber eines besonderen Passes durften auf die Inseln reisen.

Mit Vorsicht und List umging man die Wachen. Man fälschte Erlaubnisscheine für Küstenfahrten und Landtransporte. Gendarmen, Zöllner, selbst Offiziere der Kanonenboote konnten bestochen werden. Dorfbewohner veranstalteten Feste und Feiern, zu denen sie hollä ndische Beamte einluden.

Zur gleichen Zeit wurden Schmuggelschiffe entladen, Transporte zusammengestellt und auf den Weg gebracht. Nicht alle Schmuggelfahrten brachten Erfolg. Einige Schiffe gingen bei stürmischer See unter. Gendarmen und Zöllner beschlagnahmten manches Schiff, manches Fuhrwerk samt Ladung. Diese Fahrzeuge und Waren wurden meist umgehend für einen hohen Preis versteigert.

Die einheimischen Produkte kosteten dagegen wenig. Für 1 Pfund Kandis konnte man 22 Pfund einheimisches Roggenbrot erhalten. Schmuggel und Schleichhandel milderten nicht die wirtschaftliche Not im Lande. Sie brachten aber manchem Ostfriesen hohen Gewinn. Auf diese Art von Geschäften traf das Sprichwort zu: Er konnte aber schon eine Woche später sein Schiff oder seine Waren verlieren und ein armer Mann sein.

Mit den französischen Truppen rückten auch einige hundert Zöllner, "Douanen" genannt, in Ostfriesland ein. Sie lösten die holländischen Beamten ab, die nach Meinung der Franzosen die Schmuggler zu nachsichtig behandelt hatten.

Diese sollten beschlagnamt und öffentlich verbrannt werden. Auf einer Liste waren über verschiedene Artikel aufgeführt, die als englische Erzeugnisse galten. Kaffee, Tee und alle Sorten Zucker, er sei in Hüten oder lose. Alle englischen, schottischen und irischen Strümpfe. Männer- und Frauenhüte aus Filz oder Stroh. Alle Perückenmacher- und Frisierarbeiten. Stadtbewohner schafften ihren gefährdeten Besitz auf Bauernhöfe in der Umgebung. Die Soldaten und Douanen durchsuchten streng und gründlich sämtliche Läden, viele Stadthäuser und Bauernhöfe.

Sie beschlagnahmten dabei auch solche Waren, die zwar auf der Liste standen, nicht aber aus englischen, sondern aus deutschen, holländischen oder sogar französischen Fabriken stammten.

Die in Emden beschlagnahmten Güter lagerten im Magazin der Kaserne und sollten am Dezember verbrannt werden. Zwei Kompanien bewaffneter Soldaten standen bereit, als die Waren herausgeholt, gezählt und vom Stadtwaagemeister in Gegenwart zahlreicher Zeugen gewogen wurden. Ballen und Pakete mit Textilien wurden aufgeschnitten, der Inhalt ins Feuer geworfen und verbrannt.

Die restlichen Güter sollten am nächsten Tag um 10 Uhr verbrannt oder vernichtet werden. Trotz der strengen Bewachung der Küste durch kaiserliche Marine, Polizei, Douanen und Soldaten gab es immer noch heimliche Verbindungen nach Helgoland und mit englischen Schiffen.

Deshalb wurden neue Anordnungen erlassen, die den Schmuggel endgültig unterbinden sollten: Kein Fuhrwerk darf des Nachts von den Ortschaften, die an den Küsten liegen, abgehen oder daselbst ankommen. Wenn nicht, so sollen alle, die zum Seedienst tauglich sind, bis Antwerpen transportiert und dort zum Dienst in der Marine übergeben werden. Schmuggel und Handel mit verbotenen Waren lohnten nicht den Einsatz des Lebens.

Der Schleichhandel hörte auf. Alle französischen Waren werden dagegen nicht nur zum Verbrauch, sondern auch zum Durchgange in unseren und von unseren Armeen zu besetzenden Ländern hiemit gänzlich verboten. Es verging fast noch ein Jahr, bis ostfriesische Schiffe wieder ungehindert aufs Meer hinaussegeln konnten.

Anfang besetzten französische Truppen Holland. Kurze Zeit später marschierten einige Tausend französische Soldaten in Ostfriesland ein. Französische Beamte übernahmen die Verwaltung des Landes. Die holländischen Wappen wurden von den öffentlichen Gebäuden abgenommen und durch Wappen des Kaiserreiches Frankreich ersetzt. Am Geburtstag Napoleons, am August, wehte zum ersten Male von allen Türmen Ostfrieslands die Trikolore.

Auch andere norddeutsche Gebiete, Oldenburg, die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck, wurden von den Franzosen besetzt und ebenfalls in das französische Kaiserreich einbezogen. Napoleon befand sich auf dem Höhepüunkt seiner Macht. Ein gutes Drittel davon hatte er erobert. In ganz Europa lebten damals ungefähr Millionen Menschen, davon waren 80 Millionen französische Bürger. Aurich war der Sitz des obersten französischen Beamten, des Präfekten.

Während von bis das Holländische Amtssprache war, erhob nun die neue Regierung das Französische zur Amtssprache. In den Schulen sollte französischer Sprachunterricht erteilt werden. Im täglichen Umgang sprachen die Menschen miteinander plattdeutsch. In ihren Schreiben an die Behörden benutzten sie die hochdeutsche Schriftsprache.

Die öffentlichen Bekanntmachungen und Gesetze erschienen in französischer, zahlreiche Zeitungsnachrichten und -anzeigen in holländischer Sprache. Die meisten Ostfriesen hatten zur damaligen Zeit noch keinen gleichbleibenden, erblichen Familiennamen. Sie behielt in der Ehe ihren Mädchennamen. Im Jahre verpflichtete ein kaiserliches Gesetz alle Bürger, die bisher keinen gleichbleibenden Familiennamen hatten, einen anzunehmen.

Ein solches Schriftstück ist uns aus Hage überliefert: Manche gewöhnten sich bald an ihren neuen Familiennamen. Bei vielen Ostfriesen stand er aber nur auf dem Papier. Sie führten ihn nicht im täglichen Leben und hielten noch lange an den alten Sitten der Namensgebung fest. Es gab noch mehr neue Bestimmungen, die in das gewohnte Leben der Familie eingriffen. Bisher wurden die Ehen nur in der Kirche geschlossen.

Vor der französischen Zeit schrieb der Pfarrer die Lebensdaten der Mitglieder seiner Kirchengemeinde in das Kirchen-buch. In dieses Buch trug er Geburten, Heiraten und Todesfälle aller Ortsbewohner unabhängig von deren Religionszugehörigkeit ein.

Als zwei Jahre später die französische Herrschaft zu Ende ging, wurde auch dieses neue Gesetz aufgehoben. So gab es bei den in Ostfriesland verwendeten Gewichten je nach Ort und nach der Ware, die gewogen wurde, 14 verschiedene Pfunde: Währungen in Ostfriesland um Sie richteten sich nach der Jahreszeit, nach der Länge des Tages.

So gab es um in dem "Flecken" Jemgum: Die ostfriesische Landwirtschaft lieferte um im Durchschnitt jährlich ins Ausland: In Anno sind aber Schiffe mit Ladungen eingekommen und Schiffe beladen ausgegangen. Von diesen Schiffen kamen: Nach Ostindien wurden im vergangenen Jahr zwei Schiffe von hier mit dem Bestimmungsort Batavia ab gefertigt.

Nach Nordamerika wurden zwei hiesige Schiffe ab gesandt, die auch mit verschiedenen Produkten zurückkamen. Nach Südamerika und Westindien sind ebenfalls verschiedene Fahrten gemacht worden. Mehrere Schiffe fuhren zu den Kleinen Antillen. Einige von ihnen sind inzwischen wieder mit Ladung zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr kamen aus den Häfen des mittelländischen Meeres 39 dänische Schiffe, mehrere schwedische und ein eigenes mit Produkten beladen an.

Die Waren wurden teils hier verkauft, teils weiter transportiert. Ein neuer Handelszweig zu Lande von Italien nach Ostfriesland wurde eröffnet.

Das war die Geburtsstunde des Volksheeres. Es gab wehrpflichtige junge Männer. Das Los sollte entscheiden. Doch gab es Möglichkeiten, dem Militärdienst zu entgehen.

Der junge Mann konnte mit Einverständnis eines anderen sein gültiges Los gegen dessen ungültiges eintauschen. Er konnte auch einen Stellvertreter schicken. Eltern, Geschwister und Verwandte legten all ihr Geld zusammen, um einen Angehörigen freizukaufen.

Aber nur wenige konnten die geforderte Summe aufbringen. April in Aurich einfinden. Sie traten in die Garde des Präfekten ein. Bis zum Stadttor wurden sie von ihren Angehörigen und Freunden begleitet. Für manchen war es ein Abschied für immer. Bewacht von französischen Soldaten, marschierten die Rekruten zu ihren Regimentern nach Paris, Amsterdam und Groningen. Die Seeleute kamen nach Amsterdam und Rotterdam.

Diese erste Aushebung vollzog sich ohne besondere Zwischenfälle. Als Seeleute im Alter von 24 bis 49 Jahren zum Seedienst "ausgehoben" werden sollten, kam es zu Unruhen. April versammelten sich die wehrpflichtigen Schiffer und Seeleute des Bezirks Leer in der lutherischen Kirche zu Leer. Der Vertreter des Präfekten, ein Ostfriese, sprach die Männer in ihrer heimatlichen Mundart an und forderte sie auf, dem Gesetz zu gehorchen. Aber kaum hatte er seine Rede beendet, erhob sich zunächst unwilliges Gemurmel, dann lautes Geschrei.

Obwohl den Protestierenden mit schweren Strafen gedroht wurde, schwoll der Lärm immer mehr an. Eine bewaffnete Wache besetzte die Kirchentür. Es kam zu einem Handgemenge. Erneut wurde der Zusammenschluss mit dem Senegal, das schon von Frankreich unabhängig wurde, diskutiert.

George geschlagen und damit von der Königin in den Adelsstand erhoben wurde. Durch Initiative schwedischer Investoren entstanden in diesem Jahr die ersten Hotels an der Atlantikküste und der Grundstein für den Tourismus , den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig in den er Jahren, war gelegt. Ein durchgeführter Volksentscheid , scheiterte knapp, weil dazu die Zweidrittelmehrheit , die zu dieser Verfassungsänderung notwendig gewesen wäre, nicht erreicht wurde.

Dennoch verschaffte sich Gambia mit der Abstimmung Respekt, da sie organisatorisch gut ablief. Ein zweites Referendum in Gambia wurde durchgeführt. Nachdem das zweite Referendum erfolgreich war, wurde Gambia am April feierlich als Republik innerhalb des Commonwealth proklamiert. April im Zuge der Afrikanisierung in Banjul um. Politische Gefangene waren unbekannt, die Presse frei und ohne Repressalien. Durch eine hohe Inflation verursacht, stiegen in den Jahren — die Lebenshaltungskosten fast auf das Doppelte.

Die schlechte Erdnussernte von verbesserte die Situation nicht. Weitere innenpolitische Probleme, beispielsweise drastische Steuererhöhungen, [4] bildeten einen Nährboden für radikale Kräfte.

Linksorientierte Extremisten und anarchistische Kräfte brachten Gambia in eine Krise. Man verzichtete zunächst auf eine kostspielige Berufsarmee, [3] denn aufgrund des gambisch-senegalesischen-Verteidigungsabkommen von konnten senegalesische Truppen Hilfe leisten. Da Libyen offensichtlich involviert war, [5] wurden libysche Diplomaten am Oktober des Landes verwiesen. Jawara beschuldigte Libyen, das seinerzeit in vielen afrikanischen Staaten Regierungen zu destabilisieren versuchte, Gambier für einen künftigen Guerillakrieg rekrutiert zu haben.

Ein Jahr später, als Jawara sich in London zu der Trauung am Juli von Prinz Charles und Lady Diana befand, erschütterte am Juli ein blutiger Putsch das Land. Die Zahl der Getöteten wurde auf geschätzt, nach inoffiziellen Angaben sogar bis zu Menschen. Sie warfen, wobei sie von vielen Bürgern unterstützt wurden, der Jawara-Regierung Korruption , Tribalismus und Despotismus vor.

Jawara bat erneut den Senegal um militärische Unterstützung und mit senegalesischen Soldaten [3] [5] wurde der Aufstand der Rebellen nach fünf Tagen niedergeschlagen. Jawara war am 5.

August wieder im Amt und ordnete für vier Jahre den Ausnahmezustand an, Sanyang konnte sich gerüchteweise mit Unmengen geraubten Staats- und Privateigentums nach Guinea-Bissau absetzen.

Im Nachspiel zum Putsch unterzeichneten Gambia und der Senegal am Dezember einen Vertrag, der die Vereinigung der Streitkräfte, der Währung und des Wirtschaftsraumes in der Konföderation Senegambia vorsah.

Präsident der Konföderation war der senegalesische und der Vizepräsident der gambische Staatspräsident. Das Parlament tagte abwechselnd in Dakar und in Banjul, Amtssprache wurde das Wolof , das in beiden Staaten gesprochen wird. Die Konföderation Senegambia bestand vom 1. Februar bis zum September , als Gambia aus dem Bund austrat. Die gesetzten Erwartungen, vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit betreffend, wurden nicht erfüllt.

Die zusätzlich geschaffene Bürokratie machte diesen Staatenbund von Anfang an schwerfällig und zu einem handlungsunfähigen Gebilde. Jawara dagegen sah die Notwendigkeit des Baus eines Staudammes. Um politisch internationales Ansehen zu gewinnen, fungierte Jawara als Friedensvermittler im Mauretanisch-Senegalesischen Grenzkrieg — Als die gambischen Soldaten vom liberianischen Bürgerkrieg zurückkehrten, gab es heftige Proteste wegen ausstehender Frontzulagen.

Der Kommandeur der Armee trat wegen der Proteste zurück und ein Nigerianer wurde zum Nachfolger bestimmt. Mit Nigeria wurde Anfang ein bilaterales Verteidigungsabkommen geschlossen. Jawara wurde bei den Präsidentschaftswahlen in Gambia wiedergewählt. Es wurden immer mehr oppositionelle Stimmen laut, die die üppigen Privilegien der Regierungsmitglieder kritisierten.

Selbst der römisch-katholische Bischof vom Bistum Banjul schloss sich dieser Kritik an. Er war bis dahin, mit 34 Dienstjahren, der dienstälteste afrikanische Staatschef. Juli verlangten erneut vom Dienst in Nigeria zurückkehrende Soldaten ihre Frontzulagen. Sie wurden am Flughafen von ihren nigerianischen Offizieren, die zum Empfang Jawaras bereit waren, entwaffnet. In Banjul folgten Protestaktionen der Soldaten, sie besetzten das Telekommunikationszentrum, den Flughafen und andere strategisch wichtige Punkte.

Er berief eine Regierung ein, die sich aus militärischen und zivilen Repräsentanten zusammensetzte. Das neue Militärregime versprach den Kampf gegen die Korruption aufzunehmen und nach einer Reorganisation den Weg zu Neuwahlen zu ebnen.

Dies veranlasste das Ausland zu einer gemeinsamen Protestaktion. Als es dann auch noch zu einem Gegenputsch-Versuch von ranghohen Offizieren am November kam, bei dem mehrere Soldaten getötet wurden, wurde Gambia zu einem unsicheren Land erklärt.

Im Januar wurde eine Reihe von oppositionellen Politikern verhaftet und die Todesstrafe wurde im August wieder eingeführt bisher nicht angewandt. Durch den internationalen Druck wurden — vielleicht um den Tourismus, von dem Gambia wirtschaftlich stark abhängig ist, nicht zu gefährden — bereits demokratische Wahlen angekündigt. Jammeh setzte eine provisorische unabhängige Wahlkommission ein, um nationale Wahlen zu organisieren.

Die Präsidentschaftswahlen in Gambia fanden am September statt, nachdem zuvor im August über die neue Verfassung in dem Verfassungsreferendum abgestimmt worden war und das Parteienverbot fallen gelassen wurde.

Jammeh, der zuvor aus der Armee ausgetreten war, hatte erfolgreich mit seiner neu gegründeten Alliance for Patriotic Reorientation and Construction APRC bei den Präsidentschaftswahlen teilgenommen. November wurde Jammeh im Amt des Präsidenten vereidigt. Gambia gelang ein Schritt aus der internationalen Isolation, als es von bis als nicht ständiges Mitglied einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übernehmen durfte.

Und ab erfolgte die Vermittlung Gambias im Casamance-Konflikt sowie im guinea-bissauischen Bürgerkrieg. Tatsächlich sind die Jahre von bis von einer gewissen Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung geprägt: Neben neuen Schulen wurde die Universität von Gambia gegründet und der Tourismus wurde wieder zu einer guten Einnahmequelle.

Die Regierung berichtet am Januar von einem missglückten Putschversuch, mit einem Toten, von Offizieren der Präsidentengarde, die zehn beteiligten Soldaten wurden am 5. April des Hochverrates angeklagt. Internationale Beobachter, wie beispielsweise Amnesty International ai , sehen aber seit der Machtübernahme eine Verschlechterung der Menschenrechte: Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und Oppositionsanhänger seien vom nationalen Geheimdienst National Intelligence Agency NIA willkürlich festgenommen und misshandelt worden.

So wurden am Von den mehr als verhafteten Studenten waren die meisten am nächsten Tag wieder frei. Schulen waren zeitweilig geschlossen, Patrouillen prägten das nächtliche Stadtbild. Oktober fand die zweite Präsidentschaftswahl statt, bei der Präsident Jammeh für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt wurde. Dezember wurde der regierungskritische Journalist Deyda Hydara ermordet. Sie vereinbarten ein gemeinsames Wahlprogramm für die Präsidentschaftswahlen und die Parlamentswahlen im Jahr , spalteten sich jedoch, nachdem sie sich auf keinen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten einigen konnten.

Im August kam es zu zwischenstaatlichen Spannungen: Jammeh und Wade kamen am Oktober erstmals nach dem Konflikt zusammen und konnten eine Übereinkunft über den Preis und das weitere Vorgehen erzielen. Dabei wurde das Brückenbau-Projekt erneut in den Vordergrund gestellt. Als Jammeh am März zu einem kurzen Staatsbesuch in Mauretanien war, misslang ein Putschversuch, [33] mehrere Personen sind danach in diesem Zusammenhang festgenommen worden, darunter Parlamentssprecher Sheriff Dibba, der ein paar Tage später freigelassen wurde, und auch hochrangige Mitarbeiter der NIA.

Die UN-Antifolterkonvention unterzeichnete Gambia am 8. Juni, trotzdem haben die Vereinigten Staaten Gambia die Entwicklungshilfe aufgrund der Bevormundung der Presse gestrichen.

Oktober erklärte die gambische Regierung mit sofortiger Wirkung die Mitgliedschaft im Commonwealth für beendet. Bei der Präsidentschaftswahl am 1. Solange wolle er im Amt bleiben. Diese Verhandlungen verliefen erfolglos und Ecowas drohte daraufhin mit einem militärischen Eingreifen. Januar senegalesische Truppen in Gambia ein, um die Machtübergabe zu erzwingen.

Die Stätten werden schätzungsweise von bis zu Darunter Touristen , Einheimische und afroamerikanische US-Bürger, die mehr über ihre Wurzeln und die afrikanische Diaspora erfahren möchten. Viele Sachverhalte, wie in den alten Reichen, sind nur durch mündliche Überlieferung weitergegeben worden und durch wenige Aufzeichnungen Reisender ergänzt.

Der Barra-Krieg ist in den meisten Quellen gar nicht erwähnt und die Soninke-Marabut-Kriege sind auch nur schlecht oder gar nicht wiedergegeben. Probleme ergeben sich auch mit der Schreibweise von Orten und Personennamen. Geschichte der Staaten von: Liste historischer Reiche in Gambia. Liste der historischen portugiesischen Handelsstationen in Gambia. Gambia River Development Organization. Liste der Gouverneure von Gambia. Geschichte neuzeitlicher Staaten Afrikas.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons.

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Januar um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Erstrebt ist ein türkischer Nationalstaat, der alle türkischen Völker unter einem Dach vereinigen will. Ausschlaggebend ist die Herausbildung einer Kultur, die durch Sprache von Kindheit vermittelt wird. Vergleichbar ist die Situation der Türken mit der Situation der Deutschen bis Im Jahre hat sich der Türkismus in der Türkei institutionalisiert. Länder, in denen Turkvölker lebten Türkei, Balkan , sollten erobert werden.

Deshalb beteiligte man sich an der Seite Deutschlands am Ersten Weltkrieg. Das nationale Selbstbewusstsein war dadurch verletzt. Die Nationalsozialisten betrachteten die Türkei, Iran und die arabischen Länder als wichtige Rohstofflieferanten. Die türkische Chromproduktion war für die deutsche Rüstungsindustrie nötig. Gerade in der Türkei bieten im Hinblick auf angrenzende Rohstoffländer solche Verbindungen Möglichkeiten, die sich in ihrer ganzen Tragweite nur aus dem Lande selbst überblicken lassen.

Die Türkei war für uns der wichtigste Lieferant für Chrom. Bislang bestand aufgrund ihrer Haltung gute Verbindungen zu folgenden Personen:. Diese Türken verdienen nach wie vor unsere ganze Aufmerksamkeit. Türkes wurde in Nikosia auf Zypern geboren. Während des zweiten Weltkriegs war er ein wichtiger Kontaktmann der Nazis zu extrem rechten Kräften in der Türkei. Er durfte in die Armee zurückkehren. Das ist unser absolutes Ziel.

Das mythische Element dieses Tieres ist mit der überlegenen türkischen Nation verbunden. Der MHP-Anhänger schreibt weiter: Die Mythen gab es bereits vor dem Schreiben … Wie auch in anderen Nationen, so wurde auch die türkische Mythologie nicht von einer einzigen Person geschrieben.

Er ist ein gelehrter und vernünftiger Hakan. Dies ist eine völlig neue Kriegsart. Sie ist ein sehr heimtückischer, sehr wissenschaftlicher und sehr umfassender Krieg. Für diesen Krieg müssen wir uns vorbereiten.

Und zur Verwirklichung bedarf es eines sehr starken Nachrichtendienstes. Musa Serdar Celebi wurde der erste Vorsitzende. Er arbeitet mit den Vertretungen der Republik Türkei und … anderen Institutionen zusammen. Nehmt nicht die Juden und Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde aber nicht mit euch. Das verstehen wir unter Integration. Beide Gruppen normalisieren und verherrlichen die Ungleichheiten der Nationen in der Welt und wünschen sich eine Herrscherposition der Türken in der Weltpolitik.

Der türkische Ultranationalismus stand schon im Jahrhundert zum Islam in einem schwierigen Verhältnis. Nizam-i Alem bedeutet Ordnung der Welt. Geschichtlich geschehen bedeutet der Islam für die türkischen Ultranationalisten die Herrschaft der Osmanen in Teilen Asiens, Afrikas und Europas die Symbolik der drei Halbmonde rührt von diesen drei Kontinenten her. Graue Wölfe und Milli Görüs können der rechtsradikalen Szene zugerechnet werden.

Der Bezug auf diese Urtradition bildet den Mythos der Fundamentalisten. Beide Bewegungen handeln in einem gemeinsamen Ideologiebereich. Danach ist die Türkei eine überlegene Nation , das Osmanische Reich repräsentiert ein goldenes Zeitalter. Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in Deutschland. Islamischer Fundamentalismus in Deutschland. Sie durchquerten Afghanistan und erreichten Persien.

Jahrhunderts gab es Sinti und Romagruppen auf dem Balkan, erreichen sie Böhmen, werden sie urkundlich in Deutschland erwähnt. Sie gaben sich als Pilger aus, Geleitbriefe wurden ihnen ausgestellt. Geleitbrief König Sigismunds, ausgestellt am April in der Zips Slowakei: Es hat uns gefallen, ihr ehrerbietiges Anliegen zu erhören und ihnen den vorliegenden Brief nicht zu verweigern.

Wenn mithin der besagte Ladislaus und sein Volk an irgendeinem Ort Unseres Reiches erscheinen, empfehlen wir Euch, ihnen Eure Treue gegen uns kundzutun. Ihr werdet ihnen Schutz jeder Art gewähren, auf dass sich der Woiwode Ladislaus und die Zigeuner, seine Untertanen, innerhalb Eurer Mauern aufhalten können, ohne Schwierigkeiten zu begegnen.

Jahrhundert fällt also der Beginn der Sinti und Roma-Verfolgungen. Jahrhundert gibt es zahlreiche Hinrichtungen und Verteibungen. Im Fürstentum Bayreuth wurden an einem Tag fünfzehn Zigeunerinnen gehenkt. Auf einer Tafel stand: Zu Beginn des In Baden-Württemberg wurden zwischen und die Sinti und Romagruppen aufgelöst und in Einzelfamilien über das Königreich verteilt.

In Dörfern sollten sie Unterkunft und Hausrat bekommen. Die Erwachsenen wurden zur Arbeit gezwungen. Der Versuch scheiterte, weil die Verwandten rasch wieder zusammenzogen. In Friedrichslohra sollte ein Sinti und Romadorf geschaffen werden. Es wurde nach einiger Zeit aufgegeben.

So zogen Sinti und Roma in die Städte. Die Männer trieben Handel, während die Frauen bettelten und wahrsagten. Robert Ritter einen wissenschaftlichen Anstrich bekommen.

Diese Gutachten dienten als Grundlage für die späteren Deportationen. Weitere Pläne gab es Die Arbeitsbedingungen in den Rüstungsbetrieben waren ähnlich grausam wie in den Konzentrationslagern.

Arbeitszeiten von 12 bis 15 Stunden waren mit schlechter Ernährung verbunden. Unterernährung und Krankheit waren die Folge. April ordnete Himmler die erste Deportation ganzer Familien an. Die Deportationszüge mit 2. Bis Ende werden rund Im Januar werden 5. Dezember traten eine Reihe von Erlassen in Kraft, denen ab März intensive Verfolgungen der letzten Er schickt mehrere hundert Sinti und Roma ins Gas.

Im Juli lebten noch 6. Von den deutschen und österreichischen Sinti und Roma wurden über Juni wurden im Zuge einer vom Reichskriminalpolizeiamt angeordneten Aktion Sint- und Roma-Frauen aus Niederöstreich und dem Burgenland verbracht. Im Dezember dieses Jahres gab es fast 2. Seit dem Frühjahr wurden nach und nach die meisten Frauen der Sinti und Roma den Rüstungsbetrieben überstellt. Ein zwölfstündiger Arbeitstag war nicht selten.

Schläge bei der Arbeit waren häufig. Aufseherinnen dieser Art waren keine Seltenheit. Ich war in der Mattenflechterei, in der Nähstube, ich habe Häuser mit gebaut und Gräben ausgeschachtet. Ich habe im Wald gearbeitet, Loren gefahren und Kähne mit Steinen entladen. Der jüdische Häftling berichtet darüber: Ein SS-Mann stellte sich auf den Delinquenten. Nachher erhielt der Gefangene noch Schläge auf den Kopf. Zu guter Letzt wurde er rücklings an Ketten am Fenstergitter aufgehängt.

So endigte sein Leben. Sie wurde erst offiziell aufgelöst. Während gegenüber den überlebenden Juden auf Grund des Drucks seitens des Staates Israel das Bedauern für die Nazi-Verbrechen ausgedrückt und seit praktiziert wurde, erfuhren die Sinti und Roma keine staatliche Anerkennung der gegen sie verübten Verbrechen- wer hätte sie auch durchsetzen können.

Ihnen gegenüber setzten sich ungebrochen administrative Strukturen der Ausgrenzung und Diskriminierung durch, wie besonders die Arbeit der Polizei zeigt. Den Geist der Nachkriegszeit verkörpert ein richterlicher Ausspruch von Sie wurden von der UNO als Nation anerkannt.

Nur so werden wir in der Öffentlichkeit respektiert. Aktuelle Zustände in der Bundesrepublik: Etwa 10 Millionen in Europa. Sie nennen sich Rom, d. Als Mensch gesehen und behandelt zu werden ist eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit. Drei Viertel von ihnen fühlten sich schon häufiger diskriminiert, kam dabei heraus, vor allem bei Arbeits- und Wohnungssuche.

Trotz der Frist vom Juli hat Deutschland bisher keine umfassende Antidiskriminierungsgesetzgebung geschaffen, die mit der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie konform geht.

Oft sogar mit einem Schild. Manchmal werden sie nicht bedient. Ein städtischer Beamter berichtete, die Stadt habe einer Zigeunerfamilie, die sich bereiterklärte, aus Hersfeld wegzuziehen, die Umzugskosten in Höhe von ,- DM erstattet.

Im Kistnergrund lebt eine Sinti-Frau mit sieben Kindern in zwei feuchten, kalten, schlecht beheizten Räumen. Verursacht durch diese katastrophalen Wohnverhältnisse gibt es reichlich Krankheiten — Bronchitis, Ischias und Rheuma.

Ganz in der Nähe noch ein Phänomen, das auch anderswo in Deutschland zu verzeichnen war: Josef Lehmann erfuhr von dieser Veranstaltung und sagte zu Hause: Zeitler, um ein Verbot zu erreichen. Rechtlich war das nach seiner Einschätzung nicht möglich. Aus der Demonstrantengruppe wurden Roma ergriffen und vor Gericht gestellt. Die Söhne wurden als notorische Schläger dargestellt. Angegriffen wurde auch die Verteidigerin der Roma, Frau Sobeck, die sich seit damals vierzehn Jahren für diese Bevölkerungsgruppe eingesetzt hat.

Das Urteil wurde am Nach der Revisionsverhandlung wurden die Strafen noch herauf gesetzt. Luise Rinser, Wer wirft den Stein? Zigeuner sein in Deutschland. Da ich damals in Würzburg wohnte, kann ich mich an die Ereignisse noch unscharf erinnern -C. Ovando war genau so grausam wie die Kolonisatoren Cortez und Pizarro. Sie waren für die Arbeit in den Gold- und Silberminen besser geeignet.

Jahrhunderts war das Zuckerrohr von Java auf die Antillen eingeführt worden- hierdurch wurde eine Revolution ausgelöst. Fruchtbare Ebenen verwandelten sich in Zuckerrohr- und Baumwollfelder, an den Berghängen wurden Kaffeesträucher gepflanzt.

Die Hälfte des Bodens wurde landwirtschaftlich genutzt. Ein Kenner beschrieb die wirtschaftliche Bedeutung der Insel für Frankreich: Der französische Anteil der Insel Santo Domingo sei von allen Besitzungen Frankreichs in der neuen Welt der wichtigste wegen der Reichtümer, den er dem Mutterland liefere. Santo Domingo war in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die produktivste Kolonie, die Englands Vorherrschaft auf dem Weltmarkt bedrohte. Die britische Agitation zur Abschaffung des Sklavenhandels bedrohte die wirtschaftlichen Grundlagen der französischen Kolonien.

Wir verbieten den Sklaven, sich unter dem Vorwand von Hochzeiten oder anderen Vorgaben bei Tag oder bei Nacht an entlegenen Orten zusammenzurotten, bei Strafe körperlicher Züchtigung, welche wenigstens in Staupenschlägen und Brandmarkung bestehen soll und im Falle mehrfacher Wiederholung und anderer erschwerender Umstände bis zur Todesstrafe gesteigert werden kann, was wir dem Ermessen der Richter überlassen…. Wir erlauben allen unseren die Inseln bewohnenden Untertanen, sich aller ohne Erlaubnisschein der Herren in den Händen von Sklaven befindlichen Waren zu bemächtigen..

Die Sklaven, welche ihren Herrn, seine Gattin oder Beischläferin oder seine Kinder ins Gesicht blutig geschlagen haben, sollen mit dem Tode bestraft werden. Entwendungen von Schafen, Ziegen, Schweinen, Geflügel, Zuckerrohr, Erbsen, Manioc oder anderen Hülsenfrüchten, welche sich Sklaven haben zu Schulden kommen lassen, sollen nach Beschaffenheit des Diebstahls gerichtlich bestraft werden, und diese Strafen sollen erforderlichenfalls in Staupenschlag und Brandmarkung der Schultern bestehen können.

Einem entflohenen Sklaven, welcher einen Monat abwesend geblieben ist, sollen die Ohren abgeschnitten und er soll auf einer Schulter gebrandmarkt werden; bei einer wiederholten Flucht sollen ihm die Kniekehlen zerschnitten und die andere Schulter gebrandmarkt werden; das dritte Mal wird er mit dem Tode bestraft.

Der Selbstmord war eine weit verbreitete Art des Widerstandes. Man glaubte, nach dem Tode in die afrikanische Heimat zurückzukehren. Häufig fügten sich die Sklaven Verletzungen zu, um arbeitsuntauglich zu werden. Das verbreitetste Mittel des Widerstandes war die Flucht.

Diese rekrutierten sich überwiegend aus afrikanischen Sklaven, während die in der Kolonie geborenen das Risiko der Flucht scheuten. Nach dem Ausbruch des Sklavenaufstandes wurde die Flucht zum Massenphänomen. Ein weiteres Mittel der Gegenwehr war das Gift, das von den pflanzenkundigen Schwarzen in seiner Wirkung beherrscht wurde. Immer wieder gab es rätselhafte Todesfälle an Vieh und Menschen. Besonders markant war der Fall des Voodoopriesters Mackandal.

Eine weitere Art des Widerstandes war die Abtreibung, die trotz Verbotes bei den Schwarzen weit verbreitet war. Die Todesfälle übertrafen die Geburten. Von einer Million eingeführten Sklaven lebte nur noch weniger als die Hälfte. Eine Art Sklavenaristokratie bildeten die Domestiken oder Haussklaven. Es handelte sich dabei um kreolische Schwarze, die als zivilisierter galten als afrikanische Neuankömmlinge. Die Mulatten probten als erste den Aufstand im Namen der Menschenrechte, ohne allerdings für die Freiheit ihrer eigenen Sklaven einzutreten.

Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Anführer hingerichtet. Er überschwemmte bald die gesamte Kolonie und gilt als Beginn der Haitianischen Revolution. Sie hatte inzwischen die Aufhebung der Sklaverei verkündet. Im Juni wurde er durch Verrat festgenommen und nach Frankreich deportiert, wo er auf Befehl Napoleons in Fort de Joux inhaftiert wurde und am Jean-Jaques Dessalines, der Nachfolger Louvertures, vertrieb in blutigen Gefechten die durch Krankheit geschwächten französischen Soldaten und Pflanzer.

Die Freiheit von Sklaverei wich einer neuen ungerechten Herrschaft. Ganz feudal handelte es sich um einen dreistöckigen Monumentalbau mit Kronleuchtern, Wandtäfelungen Marmor, edlen Teppichen und feinen Bädern.

Dazu kam es nie. Die Beziehungen zu den Inselnachbarn waren indes nicht ungetrübt. Bürgerkriege herrschten im Land. Die Insel war endgültig geteilt. Vierzehn Herrscher regierten in Haiti zwischen und Der Staat wurde zur Beute der herrschenden politischen Klasse. Bauern wurden von machthungrigen Potentaten rekrutiert, um gegeneinander zu kämpfen.

Dabei wurden bedenkenlos gewaltsame Methoden angewandt. Die Grundstrukturen erhielten sich über die Jahrhunderte. Von bis besetzten die Vereinigten Staaten Haiti, die Finanzverwaltung behielten sie sogar bis Grund für die Invasion war nach Angaben der Amerikaner die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung; kurz vorher war der Präsident Guillaume Sam ermordet worden.

Als eigentlicher Hintergrund kann die Sicherung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen angesehen werden. Der Panamakanal wurde nämlich eröffnet. Nach der Ansicht mancher Historiker richtete sich die Intervention gegen die deutschen Interessen in Haiti. Washington fürchtete Flottenstützpunkte des Deutschen Reiches in der Karibik.

Ein rassistischer Dünkel gegen Schwarze und Mulatten demütigte diese. Erlasse von Talaat Pascha, dem türkischen Innenminister…Echtheit ist umstritten Fälschung wird unterstellt. Wir empfehlen Ihnen, sowohl Frauen als auch Kinder den Verordnungen zu unterwerfen, die Ihnen bereits für den männlichen Teil der bekannten Personen vorgeschrieben sind, und für die Aufgaben vertrauenswürdige Beamte zu bestimmen.

September Minister des Innern Talaat. Das Recht der Armenier, auf dem Gebiet der Türkei zu leben und zu arbeiten, wird gänzlich abgeschafft. Die Regierung, die in dieser Beziehung jede Verantwortlichkeit übernimmt, hat befohlen, nicht einmal die Kinder in der Wiege zu lassen. In einigen Provinzen hat man die Ausführung dieses Befehls gesehen.

Aus uns unbekannten Gründen macht man dort Ausnahmen mit Personen, die, anstatt an den Ort ihrer Verbannung geschickt zu werden, in Aleppo belassen werden, und stellt dadurch die Regierung vor neue Schwierigkeiten.

Lassen Sie, ohne Gründe anzugeben, Frauen oder Kinder, wer sie auch immer sein mögen, sogar diejenigen, die nicht gehen können, von dort abziehen, und geben Sie der Bevölkerung keine Veranlassung, sie zu verteidigen. Die Bevölkerung setzt aus Unwissenheit ihre materiellen Interessen über ihre patriotischen Gefühle und ist nicht imstande, die hohe Politik, die, die Regierung damit verfolgt, zu würdigen.

Im Hinblick darauf, dass die anderswo im direkt verübten Unterdrückungsverhandlungen — Härte, Marschbeschleunigung, Scherereien unterwegs — dort direkt sicher gestellt werden können, halten Sie unablässig ohne Zeitverlust darauf. Das Kriegsministerium hat alle Heereskommandos benachrichtigt, dass die Etappenkommandanten sich in die Verschickung der Deportierten nicht einmischen sollen. Benachrichtigen Sie die Beamten, die diese Angelegenheit übernehmen, dass sie ohne Furcht vor Verantwortlichkeit darauf hinwirken müssen, den wirklichen Zweck zu erreichen.

Es ist bereits mitgeteilt worden, dass die Regierung auf Befehl des Djemiet beschlossen hat, alle Armenier, die in der Türkei wohnen, gänzlich auszurotten. Ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder und Kranke, so tragisch die Mittel der Ausrottung auch sein mögen, ist, ohne auf die Gefühle des Gewissens zu hören, ihrem Dasein ein Ende zu machen September Minister des Innern Talaat …………………………..

Wir erfahren, dass Leute aus dem Volke und Beamte sich mit armenischen Frauen verheiraten. Ich verbiete dies streng und empfehle dringend, dass die Frauen dieser Art nach ihrer Trennung in die Wüste verschickt werden. Wir erfahren, dass die kleinen Kinder der bekannten Personen, die aus den Vilajets Sivas, Mamouret ul-Asis, Diarbekr und Erserum verschickt sind, als Waisen und weil ohne Unterstützung infolge des Todes ihrer Eltern, von muselmanischen Familien adoptiert oder als Dienstboten angenommen wurden.

November Minister des Innern Talaat. Chiffrierte Depesche des Ministers des Innern an die Präfektur von Aleppo Obgleich ein ganz besonderer Eifer für die Ausrottung der fraglichen Personen bewiesen werden sollte, erfahren wir, dass jene an verdächtige Orte, wie Syrien und Jerusalem, geschickt werden.

Dergleichen Duldsamkeit ist ein unverzeihlicher Fehler. Der Ort der Verbannung derartiger Unruhestifter ist das Nichts. Ich empfehle Ihnen, danach zu handeln. Dezember Minister des Innern Talaat ……………………. Lassen Sie gefährliche Personen dieser Art verhaften und beseitigen. Dezember Minister des Innern Talaat. Zu den Behauptungen, die Erlasse seien gefälscht, kann gesagt werden, dass trotz offenkundiger Unstimmigkeiten bei den Daten, eine Ähnlichkeit der Dokumente des Aram Andonian mit Dokumenten bei den späteren Kriegsverbrecherprozessen gegen die Jungtürken nachgewiesen wurde.

Aus einem Gespräch des amerikanischen Botschafters Henry Morgenthau sen. Die Art und Weise, wie vorgegangen würde, entspräche dem, was sie offiziell beschlossen hätten. Er sagte, ich sollte nicht glauben, über die Deportationen sei in Eile entschieden worden. Diese wären in Wirklichkeit das Ergebnis langer und gründlicher Beratung. Ich habe nicht die Absicht, Verantwortung auf Untergebene abzuschieben.

Ich beabsichtige, die Verantwortung für ausnahmslos alles zu übernehmen, was geschah. Wir sind in der Türkei wirklich die Herrscher und kein Untergebener würde bei einer Sache dieser Bedeutung wagen, ohne unsere Befehle zu handeln. Ismail Djanbolat,der Chef der Sicherheitspolizei im Innenministerium erklärte Ende Juni dem deutschen Generalkonsul Mordtmann, man habe beschlossen.

Botschafter Wangenheim meinte dazu am 7. Der Mutesharif von Musch, ein sehr enger Freund Enver Paschas, erklärte recht offen, dass sie die Armenier bei der ersten sich bietenden Gelegenheit massakrieren und die ganze Nation auslöschen würden. Bevor die Russen anrückten, wollten sie zuerst die Armenier abschlachten und dann gegen die Russen kämpfen. Alle diese Einzelheiten zeigen so klar wie nur etwas, dass das Massaker genau geplant war.

Marcher, eine dänische Missionsschwester in deutschen Diensten, hat am Der Vali hatte ihm nachdrücklich dargelegt, die Armenier in der Türkei müssten und würden ausgelöscht werden. Das Telegramm lautete ungefähr in diesem Sinne: Es war für mich unmöglich, zu denken, dass ein ganzes Volk durch Massakers sollte vernichtet werden; das ist in der Geschichte noch niemals vorgekommen.

Was bedeutet das, ich verstehe es nicht. Ich bin nur noch 15 Tage hier, dann verlasse ich mein Amt. Ich will nicht wieder an armenischen Massakers teilnehmen, weil die Zeit kommen wird, nach dem Kriege, dass alle verantwortlichen höheren Personen ins Ausland fliehen müssen.

Und dann wird man uns für diese Massaker verantwortlich machen und uns vielleicht hängen lassen. Welche Unterschrift war unter der Depesche? Innenminister Talaat Pascha stellt in seinen posthumen Memoiren folgende Behauptungen auf: Als wir in den Weltkrieg eintraten, begannen an der Kaukasusfront im Rücken der türkischen Armee deren Zerstörungsaktivitäten.

Brücken wurden gesprengt, türkische Städte und Dörfer in Brand gesteckt, unschuldige Muslime ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht getötet. Sie verbreiteten in allen östlichen Provinzen Tod und Schrecken und bedrohten die rückwärtigen Verbindungen der türkischen Armee. Alle diese armenischen Banditen fanden bei den örtlichen Armeniern Unterstützung… Jede armenische Kirche diente, das wurde später entdeckt, als Munitionslager.

Auf diese illoyale Weise töteten sie die Armenier mehr als Lepsius stellt in seinem Buch vi folgende Zusammenfassung der türkischen Thesen vor: Es sind die Folgenden: Das übrige, was ihm zugeschrieben wird , geht die russische Kriegsführung an. Kommandanten englischer und französischer Schiffe setzen sich mit Armeniern der Küstenorte in Verbindung Armenier von Zeitun haben den Behörden Widerstand geleistet. Die Führer der türkischen Oppositionspartei zettelten ein Komplott an, in das vier Hintschaken verwickelt waren- Das Komplott wurde vor dem Kriege aufgedeckt.

Betonung der rassischen Identität von Tataren und Türken, Verherrlichung des Patriotismus und Wiederherstelung der turanischen Gemeinschaft in den Grenzen des Nazim kurz nach den Massakern von Kilikien von Die Existenz fremder Elemente bietet einen Vorwand für europäische Interventionen. Dies Elemente müssen mit Waffengewalt türkisiert werden. Leistungen wurden vor allem erbracht in der Landwirtschaft künstliche Bewässerung , in der Eisengewinnung und im Festungsbau, unter dem König Sarduri II.

Die Armenier wurden vor Christus unter dieser griechischen Bezeichnung erstmals erwähnt. Sprachlich dominiert bei den Armeniern das indoeuropäische Element, es gibt aber auch einen Teilwortschatz aus dem Urartäischen. Jahrhundert vor Christus erfreuten sich die Armenier gegenüber Persien einer weitgehenden Autonomie.

Esmdauerte aber nicht lange, dann eroberte der römische Feldherr Lukullus 69 vor Christus die von den Armeniern besetzten Gebiete. Überbringer des Christentums war der arsakidische Fürst Gregor Illuminator. Dieser empfing in Cäsarea die Priesterweihe undmsetzte mit brachialer Gewalt das Christentum durch. Heiden wurden verjagt, eingesperrt, gefoltert oder verbrannt. Hier entstandie erste christliche Kirche. Das armenische Königtum in West-Armenien konnte sich bis halten.

In Ostarmenien blieb die Dynastie der Arschakiden bis an der Macht. Der Geschlechteradel wollte lieber unter fremder Herrschaft leben. Unter König Wramschapuh bis wurde eine neue Buchstabenschrift entwickelt. Sechzigtausend Armenier standen zweihundertfünfzigtausend Persern gegenüber, die Niederlage bei Avarair war für Armenien damit besiegelt.

Im selben Jahr blieben die Armenier dem Konzil von Chalzedon fern und vierzig Jahre später der monophysitischen Lehre treu.

Damit entwickelten sie eigene Riten und Traditionen. Jahrhundert drangen die Araber vor und töteten viele Armenier, plünderten Städte und führten viele Überlebende in die Sklaverei ab. Die adligen Armenier flohen in die Berge und konnten ihren Glauben behalten. Sie waren allerdings steuerpflichtig. Die Nakharars, so wurden die adeligen Armenier auch genannt, konnten jedoch nicht selten gegeneinander ausgespielt werden und durch Araber ersetzt werden. Byzanz einigte sich mit Bagdad darauf, die armenische Autonomie wieder herzustellen.

Seit regierten die Bagratiden sechzig Jahre lang in Freiheit und Wohlstand. Die Hauptstadt Ani wurde zum Herzen Armeniens. Sie wies 40 Tore angeblich und tausendundeine Kirche vor. Jahrhundert gab es sieben im Bruderkampf sich befindende armenische Königreiche. Die Unabhängigkeit der Bagratiden endete Es gelang den Griechen, Armenien zu besetzen. Die Hauptstadt Ani wurde zerstört, das Land unterworfen. Jahrhundert fielen die Mongolen in Armenien ein.

Das Gebiet wurde von Bergfestungen im Taurus aus bis zum Mittelmeer ausgedehnt. Bei den Kreuzfahrern trafen die Armenier auf Sympathie und umgekehrt. Byzanz verbündete sich mit den Türken gegen die nicht-orthodoxen Christen. Viele Armenier wanderten im Das Schicksal der Armenier im Osmanischen Reich. Darstellung und Dokumente, Köln , S. Geschichte eines Völkermords, Frankfurt am Main, S. Jean Ziegler, Wir lassen sie verhungern. Für das Menschenrecht auf Nahrung, Hamburg o.

In Niger gibt es nur wenig Ackerland, nur vier Prozent des Bodens sind nutzbar. Es gibt 20 Millionen Stück Vieh. Die Bewohner werden von den Auslandsschulden erdrückt. Damit wurde der Markt für die multinationalen Konzerne der Tierpharmazie geöffnet. Der Staat hat keine Möglichkeit mehr, die Verfallsdaten von Impfstoffen und Medikamenten zu kontrollieren. Jetzt müssen die Viehzüchter in Niger die Medikamente zur Behandlung ihrer Tiere zu dem Preis kaufen, der von den multinationalen Konzernen festgesetzt ist.

Viele Viehzüchter sind nicht in der Lage, diese Preise zu bezahlen, deshalb werden die Tiere krank und verenden. Bestenfalls werden die Tiere noch vor ihrem Tod zu Billigpreisen verkauft. Auch die Gesundheit der Menschen verschlechtert sich nach dem Verlust ihrer Herden. Sie beliefen sich auf Seit Mitte der achtziger Jahre, als es eine fünfjährige Dürre zu beklagen gab, hat sich die katastrophale Entwicklung beschleunigt. Die dafür zu zahlende Gebühr an den Staat von Niger ist sehr gering.

Ein Bewässerungssystem für Niger schien nach Weltbank Analysen sinnvoll. Auf dem so gewonnenen Boden könnten jährlich drei Ernten eingebracht werden. Die Selbstversorgung an Nahrungsmitteln sei somit möglich. Der Hunger schien besiegbar. Im Jahr also vor zwölf Jahren — wurden Die Stadt Johannesburg hatte ihre Trinkwasserversorgung an einen multinationalen Konzern verkauft.

Darauf wurde der Wasserpreis massiv erhöht. Viele Bewohner der Armenviertel konnten die hohen Preise nicht bezahlen. Viele mittellose Familien waren gezwungen, sich ihr Wasser aus Bewässerungsgräben, verschmutzten Bächen oder Tümpeln zu holen. Einige Bewohner zogen in Soweto vor das Oberste Gericht. Der Prozess wurde gewonnen.

Die Stadt Johannesburg musste zulassen, das die öffentliche Trinkwasserversorgung zu bezahlbaren Preisen wieder eingeführt wurde. Kommen wir zu Haiti. Grundnahrungsmittel ist der Reis. Anfang der 80er Jahre konnte sich Haiti mit Reis selbst versorgen. Die Bauern waren durch einen Einfuhrzoll von 30 Prozent geschützt. Der Schutzzoll für Reis wurde von 30 auf 3 Prozent reduziert.

Er ruinierte den nationalen Anbau und damit die Existenz von Hunderttausenden Reisbauern. Gleichzeitig brach der lokale Reisanbau ein- von Als sich der Weltmarktpreis von Reis verdreifachte, konnte der Staat nicht genügend Lebensmittel einführen. Wechseln wir nach Brasilien. Dort hat das Programm, Agrotreibstoffe zu produzieren, absolute Priorität. Hier wird in erster Linie der Rohrzucker verwendet, um Bioethanol herzustellen. Ein vages Ziel besteht sogar darin, in Zukunft einmal Milliarden Liter zu exportieren.

Jetzt schon werden dazu Häfen ausgebaut. Die Ausbauflächen für Zuckerrohr sollen auf 26 Millionen Hektar ausgedehnt werden. China kann bis zwanzig Ethanolfabriken in Brasilien errichten.

Zuckerrohr sei keine Nahrungspflanze, im Gegensatz zu den Amerikanern werde weder Mais noch Weizen verbrannt. Das Argument hält Ziegler für nicht stichhaltig. Die Landwirtschaftsgrenze verlagere sich stetig. Das Zuckerrohr dringe in das Innere des kontinentalen Hochlandes vor. Die zunehmende globale Nachfrage bewirkt eine Preissteigerung der Lebensmittel.

Auf den Zuckerrohrfeldern wird nur selten der gesetzliche Mindestlohn bezahlt. Die Hersteller von Agrotreibstoffen stellen in erster Linie Wanderarbeiter ein. Häufig sterben die Schnitter und ihre Kinder an Tuberkulose und Unterernährung.

Die Zahl der Landarbeiter ohne Boden beträgt 4,8 Millionen. Wenn die Ernte im Süden beendet ist, müssen die Arbeiter 2. Auch Kinder arbeiten auf den Plantagen. Wer protestiert, wird durch einen gefügigeren Arbeiter ersetzt. Ausverkauf von Boden an multinationale Konzerne Das angeblich marxistische Äthiopien ist hier ein beachtliches Negativbeispiel. Bis haben auch ausländische Investoren neben über 8. Mächtigster Agarinvestor ist der saudische Multimilliardär Al- Ahmoudi.

Er will noch zusätzlich Früher lebten auf seinen Ländereien Kleinbauernfamilien aus dem Volk der Nuer, die mit Waffengewalt vertrieben wurden. Der Konzern erhielt die Konzession ohne finanzielle Gegenleistung für 99 Jahre. Geplant war die Herstellung von Bioethanol. Auch dort soll Zuckerrohr für die Nutzung von Bioethanol angebaut werden, ein Ausbau auf Der Vertrag wurde mit der Regierung in Freetown geschlossen, die betroffenen Bauern wissen nichts von ihrem Schicksal.

Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen fünfzig Personen zur Beaufsichtigung der Zuckerrohrsprossen und des Manioks.