User:Patrick0Moran/DictionaryProject


Aber wir können darauf vertrauen:

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Die extrem Rechten treten als Anwalt der kleinen Leute auf, nutzen Angst und sozialen Unmut und machen sich mit Blick auf Minderheiten auf die gefährliche Suche nach Sündenböcken. Wir leben in wahrhaft historischen Zeiten, da hat die Bundeskanzlerin recht. Womöglich setzt sich Deutschland gerade den goldenen Schuss. Und in dem Fahrwasser zogen auch die Trojanischen Pferde unbemerkt gen Westen".

Am Weltgipfel sollten die grossen Industriestaaten, aber auch Schwellenländer teilnehmen, sagte er mit Blick etwa auf China, Indien und Brasilien. Ziel ist eine breite Akzeptanz für eine Neuordnung des weltweiten Finanzsystems.

Der Weltfinanzgipfel hat ein historisches Vorbild: Wenn nun die Krise ohne Berücksichtigung unserer durch die Wiedervereinigung entstandenen hohen Altlasten gelöst werden soll, dann gnade uns Gott! Ich bin der Meinung, Wir haben uns den Frieden teuer erkauf und unsere Kindeskinder werden den riesigen Schuldenberg noch abtragen müssen. Aber ist nicht hiervon ganz Europa, bzw.

Diese Botschaft von Barack Obama könnte auch für uns zutreffen. Jedoch nur wenn wir uns alle zur Demokratie und freien Marktwirtschaft nach dem Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft von Ludwig Erhard bekennen. Ein schwacher Dollar, hohe Ölpreise: Die internationale Wirtschaftskrise hat viele weitere Ursachen -. Bleibt die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krisensituation. November - Berlin dpa Merkel verlangt Welt-Finanzreform -.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor dem Weltfinanzgipfel in Washington. Leitlinie für die Reformen müsse sein, dass in. Zukunft alle Gebiete, alle Produkte. Die Kanzlerin warb dafür, bei der Reform des internationalen Finanzsystems. Weiter mit " Opel-Krise " Merkels vorgelegte Abschlussarbeit im Fach Marxismus-Leninismus ML wurde laut "Spiegel" ebenfalls mit "genügend" und damit nur als durchschnittlich gewertet. Der "Spiegel" hatte vor dem Verwaltungsgericht Berlin auf Aktenauskunft geklagt, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften musste danach Informationen über die Noten des Promotionsverfahrens der Bundeskanzlerin herausgeben.

Sie selbst hatte demnach Einblicke in ihre Promotionsakte verwehrt. Dort sollen ehemals führende Politiker ihre Erfahrung einbringen. Der Staat hat eingegriffen! Hier mal nur zwei Beispiele: Es waren die Staatsbanken die sich auf dem internationalem Finanzmarkt verspekuliert haben.

Und ergänzend hierzu bitte auch ansehen: August , ISBN Wissen aus Forschung u. Gefahren für die Menschen. CFS - Chronisches Erschöpfungssyndrom. Das Vernünftigste ist, jetzt einen echten Schuldenschnitt zu machen. Wer Griechenland Geld geliehen hat, müsste dann auf einen beträchtlichen Teil seiner Forderungen verzichten. Das würden einige Banken nicht verkraften, also müsste es neue Hilfsprogramme geben. Für Deutschland könnte das teuer werden, aber zahlen müssen wir so oder so.

Und immerhin hätte Griechenland dann die Chance auf einen Neuanfang. Rede von Bundespräsident Horst Köhler: Die Arbeit wurde anständig bezahlt. Bei Krankheit waren alle versorgt. Von der Rente konnten die Bürger leben.

Wir hatten alle Wohnungen oder sogar ein Haus,. Die Werktätigen konnten sich ein Auto leisten und in den Urlaub fahren wohin sie wollten.

Wir konnten frei wählen, öffentlich protestieren, es gab keine Zensur, keine politischen Zwänge. Und wem das alles noch nicht passt, der konnte auswandern. Das ergibt alles noch mehr als jenes Paradies, welches die kommunistische Theorie als leuchtende Zukunft seit Generationen vorhersagt.

Das war, daran muss hier wohl erinnert werden, noch bis zum Mauerfall real. Der Kommunismus beherrschte damals ein Drittel der Welt. Der sogenannte "Rheinische Kapitalismus" mit seiner sozialen Komponente wurde neben dem skandinavischen Weg eines "Volksheimes" für alle Bürger als bis dahin erfolgreichstes Beispiel des Kapitalismus angesehen. Spitzenmanager verdienten etwa zehnmal so viel wie der Durchschnitt ihrer Mitarbeiter, die auch um ihre soziale Sicherheit weltweit beneidet wurden.

Es war ein goldenes Zeitalter für die Wirtschaftswunder-Kinder. Fast ununterbrochen ging es aufwärts. Am Ende des gleichen Jahrzehnts bricht die Welt des Kommunismus zusammen, ohne dass sie je auch nur in einem Land ihrem roten Paradies näher gekommen wäre.

Theoretisch könnten nun alle ihre Bürger in den Genuss der Wohltaten des Kapitalismus kommen, so leben wie im "goldenen Westen". Doch sie werden bitter enttäuscht. Es klappt überhaupt nicht. Die "Alten", mit der freien Marktwirtschaft aufgewachsenen Politiker wurden durch ein demokratiefeindliches Wahlverhalten abgewählt.

Nachrückende meinten die Demokratie und freie Marktwirtschaft neu erfinden zu müssen. Es ist niemand mehr da, um den Kapitalismus auf die alten Grundwerte zu korrigieren". Januar - Pläne zu Bankenverstaatlichung weit gediehen. Das Finanzministerium hat offenbar schon sehr detaillierte Regeln für die Verstaatlichung privater Banken ausgearbeitet.

Deutschland hatte die Mark: Die Bundesbanker gaben in der Geldpolitik den Ton an. Wenn es Spannungen gab im europäischen Währungsgefüge, waren es die anderen, die sich anpassen mussten.

Die Westberliner hatten inzwischen viele Flüchtlinge bei sich aufgenommen und die vom Westberliner Senat zur Verfügung gestellten Wohncontainer, Campinganhänger, und Turnhallen waren überbelegt.

Die Menschen wollten schnell "zur DM". Angesichts der anhaltenden Ströme von Übersiedlern sahen sich die Verhandlungsführer zu raschem Handeln gezwungen. Helmut Kohl stand unter Druck und wollte die schnelle Wiedervereinigung, und für die brauchte er dafür die Zustimmung der ehemaligen Besatzungsmächte. Die Franzosen sahen ihre Chance - und wollten gleich schon mal die Termine festlegen für den Fahrplan zum neuen, gemeinsamen Geld, das der übermächtigen Bundesbank das Handwerk legen würde.

Ausgerechnet Deutschland, das auf den strengen Kriterien so sehr bestanden hatte, gehörte dann zu den Ländern, die Probleme mit ihrer hohen Staatsverschuldung durch die Wiedervereinigung bekamen. Auch danach kollidierte die Bundesrepublik mit der selbst auferlegten Schuldendisziplin.

Das Gesetz soll den Berichten zufolge bis Ende des Jahres befristet werden. Innerhalb dieser Spanne erhalte die Regierung jedoch die Möglichkeit, jede Bank zu verstaatlichen. Enteignungen sollen laut Entwurf aber nur zulässig sein, wenn keine anderen rechtlichen und wirtschaftlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Stabilität des gesamten Finanzsektors sicherzustellen. Es ist höchste Eisenbahn, denn die Verstaatlichung der Privatbanken hat bereits begonnen.

Kredite und Wertpapiere in problematischen Geschäftsfeldern addieren sich auf Milliarden Euro, wie aus einem Bafin-Papier hervorgeht. Damit sorgt der Deutschland-Fonds für Wettbewerbsverzerrung, weil er einzelne Unternehmen, hauptsächlich staatliche Banken, subventioniert. Mit sozialer Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun. Das gefährdet den Euro und somit sind die Nachteile, die mit dem Konjunkturpaket verbunden sind, ganz erheblich.

Das Hauptproblem ist aber: Das Konjunkturpaket wirkt frühestens ab Wie vorangegangene Krisen immer wieder zeigten, könnten wir da schon längst auf dem Weg der Besserung sein.

Die Erfahrung lehrt, dass Konjunkturprogramme immer erst dann greifen, wenn sie eigentlich nicht mehr nötig sind. Aber die Regierung nimmt von den Erfahrungen der 70er-Jahre keine Kenntnis. Von den Grundregeln der freien Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard, die die alte Bundesrepublik zu ihrem Wohlstand gebracht hat, entfernen wir uns immer mehr und tragen damit erheblich zur weltweiten Wirtschaftskrise bei. Dass Kapital ist wie ein scheues Reh das tunlichst nicht erschreckt werden darf.

Der Staat greift hier ein, noch bevor die freie Marktwirtschaft Chancen hat sich selbst zu regulieren. Enteignung und Staatshilfen für Firmen in Not. Ludwig Erhard der Vater der sozialen Marktwirtschaft würde sich im Grab umdrehen wenn er könnte. Sicher ist nicht alles, was in Deutschland die Züge der sozialen Marktwirtschaft trägt, damit schon beerdigt. Doch man ist auf dem besten Weg dahin. Erhard hätte dem neuen Wirtschaftsminister wohl geraten, sich näher mit einem Konzept zu beschäftigen, das in den Schubladen seines Hauses liegt und nur auf Umsetzung wartet.

Dieses Modell sieht vor, dass sich eine Insolvenz nicht auf das ganze bedrohte Unternehmen bezieht, sondern nur auf die Eigentümer.

Dadurch bleibt das Unternehmen auch als Partner von Forderungen bestehen. Der Staat hat die Möglichkeit, einem solchen Unternehmen beizuspringen, damit die Gläubiger bedient werden können. Er sichert sich also hinreichenden Einfluss auf eine Bank, der er mit Milliarden hilft, lässt aber die Finger von Enteignung. Sicher hat das Bankengefüge ein Sonderstellung in der Wirtschaft.

Ein Wirtschaftspolitiker darf nicht einschreiten, wenn ein Autokonzern pleite geht. Bestimmte Fahrzeugmodelle verschwinden vom Markt, aber andere Automobilunternehmen fallen deswegen nicht um. Hier liegt der entscheidende Unterschied zum Bankensektor. Eine Bank, die zusammenbricht, kann einen Dominoeffekt auslösen. Aber, und das ist mein Vorwurf, im Fall HRE ist eben nicht bis ins Letzte geprüft worden, ob andere Mittel vorhanden sind, die den Sündenfall Enteignungsgesetz erübrigen.

Die Ansprüche an den Staat werden weiter wachsen. Eine solche Politik liefert sich aus. Das überfordert sie nicht nur ordnungspolitisch, sondern auch finanzwirtschaftlich. Die Schulden steigen schon jetzt ins Unermessliche. Entfernt man jetzt noch die Eigentumsschranke, welche Schranken gibt es dann überhaupt noch? Mai - Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Regierungserklärung des Bundeskanzlers Konrad Adenauer vom Seite wird im Originalton vorgelesen Den Weg für einen ausgeglichen Haushalt wollte Peer Steinbrück ebnen.

Nun geht er als Schuldenminister in die Geschichte ein. Bund, Länder und Gemeinden wollen zwischen und rund Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen, um ihre Haushalte auszugleichen. Damit dürfte der Schuldenberg bis erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg auf die Rekordhöhe von mehr als Milliarden Euro wachsen.

Das kurbelt das Wachstum an. Allerdings muss der Staat dafür sorgen, dass kein Geld verschleudert wird. Hameln setzt Millionen in den Sand.

Besucher meiden drehbaren Klimapavillon. Ein Millionenbad, das nie eröffnet wurde. Teure Sitzbänke in Lübeck. Als Schuldenkanzlerin wird Frau Merkel in die 'Geschichte' eingehen. Warum hält die Wirtschaftkrise diesmal so lange an?

Juni - Ich sehe für die langanhaltende Wirtschaftskrise einen ganz anderen Grund als bisher von Wirtschaftwissenschaftlern vertreten wird. Dieses war aber für westliche Industrieländer bis dato das wichtigste Kapital. Ich war selbst über 40 Jahre auf dem internationalen Markt als Unternehmer tätig und weis welch hoher Stelenwert firmeneigene Patente und die damit verbundenen Lizenzvergaben haben.

Plagiate überschwemmen Heute die Märkte! Ich verstehe auch nicht ganz wieso bisher dieses noch niemand angesprochen hat. Unsere einzige Chance hier wirksam entgegen zu steuern ist Bildung! Das hat bereits auch die USA erkannt. Bill Gates hat z. Schon jetzt muss Deutschland für eine zehnjährige Anleihe weniger zahlen als die Vereinigten Staaten. Ein Staat wie die USA kann somit auch nicht bankrott gehen.

Er forderte einen Prognose-Stopp. Manche Institute wollten mit ihren Negativprognosen die Position der Arbeitgeber für die anstehenden Lohnverhandlungen verbessern. August - FAZ. Im März habe das Geldinstitut Papiere im Wert von umgerechnet Deutschland hat für die friedliche Verschiebung der Machtverhältnisse gesorgt.

Diesen Status musste Deutschland bisher mit hohen finanziellen Lasten alleine tragen und wir sind entsprechend von Platz 3 der Wirtschaftsnationen zum Bittsteller geworden.

März entsprechend anzuschreiben. Chancen und Risiken der freien Marktwirtschaft. Ende wurde bekannt, dass Borgward nur noch mit Millionenkrediten aus öffentlicher Hand bestehen konnte. DM ausgezahlt werden und für den erneut der Bremer Senat bürgen sollte. Februar kam es so zu einem der spektakulärsten Vorgänge der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Borgward wurde vom Senat vor die Alternative gestellt, seine in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Holding dem Land Bremen zu übereignen oder sofort in die Insolvenz zu gehen.

Nach Abtretung an den Bremer Senat wurde dann unter nicht ganz nachvollziehbaren Umständen Konkurs angemeldet und steht damit für ein trauriges Kapitel deutschen Automobilbaus. Den Konkurs der Borgward-Werke, die immerhin jedem 5.

Bremer einen Arbeitsplatz sicherten, hat er nicht überlebt, seine Fahrzeuge aber haben ihn unsterblich gemacht. Wiederholt sich die Geschichte von Borgward jetzt bei Opel? Der Autobauer besitze keinerlei Vermögenswerte: Und GM hat darauf auch keinen Zugriff mehr. Grundsätzlich bin ich aber gegen eine staatliche Rettung des Autobauers Opel.

Das muss der Markt entscheiden, also die Käufer müssen entscheiden, welche Autos sie haben möchten. Das Insolvenzrecht kann sehr hilfreich sein, um das Unternehmen zu retten und neue Investoren zu suchen. Ostdeutsche wollen keinen Opel. Hier kann ich mich nur noch wiederholen und eine geordnete Insolvenz empfehlen.

Die geordnete Insolvenz ist in jedem Fall notwendig, um die Ansprüche der Alteigentümer und der Gläubiger zu begrenzen.

Aufgabe der Insolvenz sei es, einen Neuanfang für das Unternehmen zu ermöglichen, indem die Altansprüche zurückgedrängt werden. Ein Verzicht auf eine Insolvenz schützt die Banken, die Insolvenz schützt stattdessen die Arbeitsplätze. Wenn der Staat aber - wie im Fall Opel - immer wieder eingreift, konserviert er Strukturen, die nicht zukunftsfähig sind. Sobald sie ausläuft, fällt die Branche umso tiefer. Die Rechnung geht nicht auf. Der Staat darf nur dann helfen, wenn er sich dem notwendigen Wandel der Wirtschaft nicht entgegenstellt, sondern ihn steuert.

Er sollte die Strukturen nicht konservieren, sondern dazu beitragen, sie sinnvoll zu verändern. So sinnvoll, dass die Welt auch in Zukunft deutsche Produkte kauft, weil sie besser sind als andere. Opel hat durch ein marktgerechtes Zusammenschrumpfen sehr gute Chancen wieder Marktführer zu werden. Diese Chancen werden Opel genommen wenn unsere Regierung mit Sicht auf Magna, eigenmächtig eine Brückenfinanzierung z.

Mögliche Schadensersatzansprüche gegen unseren Staat sind nach meiner Meinung denkbar. Washington reagiere inzwischen allergisch auf den politischen Druck, mit der die Bundesregierung die Opel-Übernahme durch das kanadisch- russische Magna-Konsortium erreichen will. Washington hat nach einer Mrd.

Mit der Technik von Opel erhofft sich Moskau einen Modernisierungsschub. Russische Autohersteller freuen sich schon. Durch eine Übernahme von Magna zusammen mit der russischen Sberbank wird Opel dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Russland gebaut. Die Sberbank ist Russlands wichtigste Bank und ist voll im Staatsbesitz. Zusammenfassend kann ich nur dringend vor einer politischen Entscheidung warnen.

Wenn hier keine betriebswirtschaftliche sondern eine politische Entscheidung getroffen wird, dann werden die Westdeutschen in den Werken in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern ihre Arbeit verlieren. Nur das Werk in Eisenach wird, bis der technische Transfer nach Russland abgeschlossen ist, von der Stellenstreichung mittelfristig verschont bleiben. Mit seinen Anschuldigungen provoziert er heftigen Widerspruch aus der eigenen Landesregierung.

Er gehört zu den Kritikern des Opel-Deals und hatte in der vergangenen Woche trotz politischen Drucks seine Stimme für den Verkauf an Magna verweigert. Pfeil sorgte mit seinen Aussagen für Widerspruch in der Landesregierung. Über die Absicherung der restlichen Millionen Euro gebe es noch Gespräche. Streit gibt es auch über eine Aussage Pfeils zum Technologietransfer nach Russland.

Auch diese Aussage Pfeils sei falsch, sagte Schäfer. Pfeil hält den Erfolg des neuen Unternehmens für unwahrscheinlich. Angesichts der von mehreren Autoherstellern angekündigten Stornierungen von Aufträgen für Magna sei vielmehr zu befürchten, dass der schon jetzt mit Verlust arbeitende Zulieferer weiteren Umsatz verliere und eventuell selbst auf den Staatskredit für Opel zugreife.

Pfeil rechnet zudem damit, dass die Staatshilfe für Opel über 4,5 Milliarden Euro nicht nur in Form einer Garantie, sondern als direkter Kredit geleistet wird. Nun plant die Politik und nicht die Wirtschaft! Und wie kann es sein, dass offenbar für keinen der Opel-Standorte bisher ein Businessplan vorgelegt wurde? Frau Merkel, ist das der Grund? Hilfe zum Aufbau Ost durch die Hintertür?! Wahlkampf mit dem Magna-Deal: Merkel hatte sich durchgesetzt und damit auf Magna festgelegt.

Sein Landtagsmandat werde er Ende April niederlegen, fügte er hinzu. Magna hatte sich im vergangenen Jahr darum bemüht, den angeschlagenen deutschen Autobauer gemeinsam mit russischen Geschäftspartnern zu kaufen und sich dabei gegen prominente Mitbewerber wie Fiat durchgesetzt. Das sind eklatante Fälle von Lobbykratien. Diese Form des freundlichen Überwechsels verschafft den deutschen Parlamenten den Ruf der gekauften Republik.

Die Europäische Kommission muss die Staatshilfen genehmigen. Schlimmstenfalls müssten die Staatshilfen zurückgegeben werden. Deutschland hatte Opel Staatshilfen über insgesamt 4,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Euro hat die Bundesregierung bereits als Überbrückungskredit gezahlt. Dies solle auf Grundlage "fester, schriftlicher Zusicherungen der deutschen Behörden geschehen, dass die Hilfe unabhängig von Investor oder Plan verfügbar ist, um die langfristige Überlebensfähigkeit von New Opel zu sichern, sowie unter der Voraussetzung von vernünftigen Finanzierungsbedingungen".

Egal wer Opel übernimmt, ob Opel langfristig all seine Werke halten kann, ist nach meiner Ansicht absolut praxisfremd. Mein Interesse ist hierbei für die bestehenden Werkhallen ein neues Herstellungsprodukt zur Verfügung zu stellen. Durch mehrere Kraftwerke könnten viermal soviel Strom erzeugt werden, wie z.

Mit diesem Projekt hätte Deutschland und Europa erstmals wieder Aussicht auf Vollbeschäftigung und würde entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Verfahren für eine in Autos installierte Sprühvorrichtung die Wassertropfen in die Luft bläst und damit die Aufheizung in der Atmosphäre bremst und Feinstaub aus dem Verbrennungsmotor oder andere Stoffe mit dem Wasserdampf bindet und so für saubere Luft in Ballungsgebiete sorgt.

Das wäre tatsächlich ein Auto das beim fahren saubere Luft produziert und den Naturgewalten entgegen wirkt. Mit dem Verfahren könnte aber auch eine durch eine schmutzige Bombe ausgelöste Radioaktive Wolke, oder. Ein Personalabbau bei dem Autobauer in Deutschland ist kein Thema. Ich freue mich ihnen mitzuteilen, dass die Zukunft des Kölner Motorenwerks gesichert ist", sagte Mattes.

Und er kündigte an, dass nach dem Auslaufen der V6-Motorenproduktion das Werk einen neuen sparsamen Motor für Kleinwagen bauen und einen dreistelliger Millionenbetrag in das Kölner Motorenwerk investieren werde. Köln bekommt die Federführung bei den so genannten EcoBoost-Motoren, ab soll hier die Produktion mit jährlich Und in den ersten beiden Monaten dieses Jahres verzeichnete das Unternehmen mehr als doppelt so viele Pkw-Bestellungen wie im Vergleichszeitraum.

Volkswagen berichtet von gestiegenen Absatzzahlen. Per Februar lag die Zahl der Auslieferungen bei Vorjahr: Gegen den negativen Markttrend legte der Konzern auf niedrigem Niveau auch in Russland um 23,4 Prozent auf Vorjahr: Im Februar waren es noch Mehr als sechs Milliarden Euro: Damit trotzt der Autokonzern der allgemeinen Krise. Auch für gibt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. Volkswagen hat im vergangenen Jahr weltweit Marktanteile gewonnen.

Dies teilte das Unternehmen am Montag in Wolfsburg mit. Etwas geringer fiel das Absatzwachstum aus. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von lediglich Milliarden gerechnet, beim Vorsteuergewinn gingen sie sogar von einem Rückgang aus.

Ingolstadt - Trotz der heraufziehenden Wirtschaftskrise hat der Autobauer Audi im vergangenen Jahr noch einmal mit Rekordzahlen geglänzt: Konzernchef Rupert Stadler sprach vom erfolgreichsten Jahr in der Unternehmensgeschichte. Dafür bekommen die Mitarbeiter eine Erfolgsbeteiligung von rund Euro. Insgesamt schüttet Audi Millionen Euro aus. Die Abwrackprämie ist ein Etikettenschwindel. Wer sein altes Auto behält belastet die Umwelt weit über 1.

Zur Unterstützung der Autoindustrie hat sich die Koalition auf eine Umweltprämie geeinigt. Wer einen Neuwagen kauft und dafür ein mindestens neun Jahre altes Fahrzeug verschrottet, erhält Euro. April - Die Abwrackprämie hat inzwischen die Finanzsituation zahlreicher Autohändler verschärft.

Die Amerikaner sind uns beim Thema Abwrackprämie bereits seit Januar enteilt. Sie halten sich nicht mit Kleinklein auf, sondern wracken gleich komplette Autofirmen ab. Zum Beispiel den General-Motors-Konzern: Airbus lieferte Flugzeuge aus, darunter zwölf Superjumbos A Auch die Hubschrauber-, Rüstungs- und Raumfahrtsparten legten kräftig zu.

Das berichtet die "Welt am Sonntag" noch am Die Bauinvestitionen stiegen mit 2,7 Prozent deutlich stärker als Bei den Ausrüstungsinvestitionen schätzten die Statistiker das Plus auf 5,3 Prozent.

Der Sprit ist wieder erschwinglich, das Heizöl auch, und die Gaslieferanten müssen zurückzahlen, bzw. Die Arbeitslosenquote — jetzt bei 7,4 Prozent — lag vor einem Jahr noch bei 8,1 Prozent und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs hat sich im vergangenen Jahr weiter um rund Das Jahr war somit eines der besten Jahre für den Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig wollten 16 Firmen in diesem Jahr insgesamt mehr als Notwendig sei dies insbesondere in Ostdeutschland, wo wegen des demografischen Wandels Fachkräfte schon jetzt knapper würden. Vergangene Woche war es so weit. Nachdem sich die Deutsche Bank neun Monate lang besser als fast alle anderen geschlagen hatte, musste Ackermann für das vierte Quartal nahezu fünf Milliarden Euro Miese beichten.

Jetzt werde Ackermann endlich angekrochen kommen und um Staatshilfe betteln. Tat er aber nicht. Die Post mitsamt ihrem unvermeidlichen Aktionär Staat beteiligt sich kurzfristig an der Deutschen Bank — dafür kauft Ackermann den ersten Teil der Postbank früher und für weniger Geld.

Um den — falschen — Eindruck zu erwecken: Wir, der Staat, haben das alles angeschoben und helfen nicht nur der Commerzbank, sondern eben auch der Deutschen Bank — auch wenn sie so tut, als brauche sie unser Geld nicht.

Braucht sie aber tatsächlich nicht. Ackermann stellte noch am selben Tag klar: Wir kommen allein durch die Krise. Schon im Juni sei die Post nicht mehr an der Deutschen Bank beteiligt — und damit auch nicht der Staat mit seinen indirekten zwei bis drei Prozent. Im Übrigen wolle er auch weiterhin nicht, dass sich der Staat direkt an der Deutschen Bank beteiligt — und ihr in ihre Geschäfte hineinredet. Er verstehe, "dass viele Menschen verärgert sind, wenn Manager von staatlich unterstützten Unternehmen, die hohe Verluste haben, letztlich aus der Tasche des Steuerzahlers Millionen Boni bekommen sollen.

Kein Unternehmen, das aus eigener Kraft ordentlich wirtschaften kann, sollte Geld vom Staat nehmen. Ganz gleich ob Subventionen oder Milliardeneinlagen. Und natürlich auch Privatpersonen. Josef Ackermann musste sich im Jahr mit 1,4 Millionen Euro, also etwa Sein Verdienst litt unter der Finanzkrise. Starkoch Wolfgang Puck präsentiert sein erlesenes Menü für die Oscargewinner Das Jahreseinkommen des gebürtigen Österreichers schätzt "Forbes" auf etwa 16 Millionen Euro, was gut 1,3 Millionen im Monat entspricht.

Günther Jauch bekommt laut "Focus. Das ehrgeizige Ziel werde im ersten Quartal voraussichtlich erreicht, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. In der Krise sei das natürlich schwerer geworden. Man könne es im Geschäftsleben aber nicht "mit Absicht gemächlicher angehen lassen, nur damit alle mitkommen", sagte Ackermann. Ackermann dürfte nicht der einzige Bankenchef von einer privat geführten Bank bleiben, der sich in den kommenden Tagen feiern wird.

Auch von anderen deutschen Instituten werden für das erste Quartal gute Ergebnisse erwartet. Den Abgesang auf die Deutschland AG kann ich nicht nachvollziehen. In der nächsten globalen Erholung wird sich genau diese Entwicklungen auszahlen, und die deutschen Unternehmen werden überdurchschnittlich stark profitieren. Das Wirtschaftswunderland Deutschland lebt! Aus Sicht der Investoren ist Deutschland das einzige westeuropäische Land, das im weltweiten Standortwettbewerb in der Champions League mitspiele.

Die Unternehmen honorieren, dass Deutschland sich wieder als Wachstumslokomotive in Europa etabliert hat. Deshalb lande Deutschland im weltweiten Ranking mit einer Note von 2,6 auf Platz zwei. Damit entfallen mittlerweile 47 Prozent der Gesamtwirtschaft auf den Export — vor 15 Jahren waren es lediglich 24 Prozent.

Dort trug die Finanzindustrie vier von zehn Euro zur Gesamtwirtschaftsleistung bei. Nach dem kompletten Zusammenbruch der weltweiten Finanzsysteme eine fatale Abhängigkeit. Was für Deutsche selbstverständlich ist, findet im Ausland hohe Anerkennung: In einer Umfrage unter internationalen Top-Managern landete Deutschland auf Platz eins der führenden Logistikstandorte. Eine gute Infrastruktur ist die Kernvoraussetzung, um einen ausgeprägten Industrie- und Produktionsstandort mit seinen komplexen Rohstoff- und Warenströmen wettbewerbsfähig betreiben zu können.

Dabei können Unternehmen Lagerstandorte in Deutschland als Hub für Mittel- und Osteuropa, aber auch als Verteilzentrum für den wichtigen deutschen Markt nutzen. Deutschland gilt als einer der innovativsten Standorte der Welt. Das Votum internationaler Top-Manager ist eindeutig: Zwar ist die Innovationskraft eines Landes objektiv kaum zu messen. Einen Anhaltspunkt aber liefert beispielsweise die Zahl der Patentanmeldungen. Die Spielregeln des Marketings und das Fundament einer Führungsstärke.

Unabhängig von der politischenr Couleur müssen wir die Spielregeln des Marketings radikal verändert und der Marketingwelt neuen Schwung gegeben. Was für die Politik gilt, gilt erst recht für die Wirtschaft. Es geht letztlich um Marketing — die Erschaffung von positiven Images, das Erwecken von Hoffnungen, die Entwicklung von Identifikationsflächen und um Überzeugung und Konsum.

Seit Jahren pladiere ich dafür, dass unsere Regierung stärker nach dem Vorbild eines Wirtschaftsunternehmens geführt wird. Hierbei sollte Bescheidenheit das Fundament einer Führungsstärke sein. Selbstbewusstsein gekoppelt mit Genügsamkeit fördert eine Teamkultur ohne den Drang zur Dominanz von Mitarbeitern.

Eine wichtige Erkenntnis für alle Führungskräfte ist, dass es nicht schadet freundlich, informell und zugänglich zu sein — Menschlichkeit und Wärme erobert die Herzen und kann Vertrauen schaffen.

Eine unverzichtbare Eigenschaft einer jeden Führungskraft und eines jeden Markenführers, die mit ihren Entscheidungen und Handlungen das Leben anderer weitreichend verändern können, ist ihre Überlegtheit. Unternehmen bewerten eine Initiative generell als Erfolg, wenn sie im Wesentlichen in gleicher Art und Weise vorgenommen wurde, sofern sie im Ergebnis auch nur marginal bessere Resultate hervorbringt.

Problematisch daran ist die Tatsache, dass man seine Konkurrenz nach alten Regeln fast nie überflügeln kann. Um deutlich zu wachsen, muss man daher neue Aktionsfelder eröffnen und dort den Mitbewerbern einen Schritt voraus sein. Man muss das Regelwerk ändern beziehungsweise erweitern. Man muss nach Lücken Ausschau halten und diese mit entsprechender Tatkraft ausfüllen. Experten führen vor allem den historisch gewachsenen Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft als Hauptgrund für die Innovationskraft am Wirtschaftsstandort Deutschland an — ein einzigartig breites und tiefes Netz aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Herstellern und Zulieferern.

Bei Bosch sind 40 Prozent aller Produkte nicht älter als zwei Jahre. Deutsche Autobauer sind bei Sprit sparenden und emissionssenkenden Technologien Weltspitze. Und der Anteil wächst weiter. Kein Wunder, dass kein anderes Land bei seiner Exportpalette derart breit aufgestellt ist wie der Exportweltmeister Deutschland. Auch aus dem krisengeschütteltem USA wird positives gemeldet.

Auch das Gesamtjahr schloss das Unternehmen mit hohen Zuwächsen ab. Der Umsatz stieg um knapp fünf Prozent auf ,6 Milliarden Dollar. Weshalb unsere Politiker hier von einer seit Kriegsende nie da gewesenen Weltwirtschaftskrise Angstmacherei betrieben wird, kann nur spekuliert werden.

Insider vermuten das sich die Staatsbanken bei dem Aufbau Ost übernommen haben und bei der Gelegenheit die freie Marktwirtschaft weitgehendst nach Vorbild eines reformierten DDR-Sozialismus beschnitten werden soll.

Ist der Aktienkurs kurzfristig gefallen, gelte der Durchschnittskurs der letzten drei Tage. Ich denke hierbei an " 17 Ex-Stasi-Mitarbeiter arbeiten in Behörden " und d er Westen blutete aus und es flossen Unsummen in die Neuen Bundesländer. Juli - Bund bürgt mit Millionen-Kredit für insolvente Werften.

Das teilte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Marc Odebrecht mit. Der Kredit werde zu 90 Prozent durch den Bund abgesichert. Die einem russisch-koreanischen Konsortium gehörenden Betriebe mit rund Mitarbeitern hatten Ende Mai Insolvenz angemeldet.

Weitere Aufträge haben die Werften derzeit nicht in den Büchern. Kurz vor der Insolvenz hatte die Geschäftleitung noch zwölf Aufträge angegeben, die angeblich bis Ende die Arbeit auf den Werften gesichert hätte. Der Insolvenzverwalter sucht weiterhin nach einem geeigneten Investor. In der Vergangenheit hatten Bund und Land schon Kredite und Bürgschaften von Millionen Euro für Wadan genehmigt - trotz teilweise erheblicher Zweifel siehe dazu auch: Staatshilfe verpufft wirkungslos , laut Landesregierung wurden Millionen Euro ausgezahlt.

Damit sollte eine drohende Insolvenz abgewendet werden. Wird auch Opel mit Sitz u. Müller ist noch heute im Amt. Oktober meldete einer seiner Mitarbeiter — nämlich Dr. Fünf Tage vor Ablauf der Frist!

Das Verfahren kann sich viele Jahre hinziehen. Die Chancen stehen also schlecht für das Geld aus Sachsen! Flowers bei der Hypo Real Estate. Schon eine Kuh in einen Weidling zu stellen, ist nicht gerade ein glückliches Unternehmen. Dann sucht er eben nach Furten, das heisst nach Stellen von niedriger Wasserführung, über die man zwar mit nassen Füssen, aber doch auf eigenen Beinen schreiten kann.

Nun darf man sich viele Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende zurück, den Rhein nicht wie heute vorstellen. Er war ungebärdiger, gelegentlich bei Niedrigwasser auch sanfter. Es gab noch keine Kanäle und Staustufen. Ein trockener Spätsommer konnte den Rhein so absinken lassen, dass man ihn tatsächlich durchwaten konnte. Man kennt die entsprechenden Stellen, sie liegen bei Wallbach, Rheinfelden und Kleinhüningen, wo der Rhein nach der Enge bei Basel plötzlich breit und von Inseln durchsetzt zu werden begann.

Da müssen unsere keltischen Urahnen samt ihren Tieren durchgewatet sein. Die frühere Keltensiedlung am unteren Rand des heutigen Basel bei der ehemaligen Sandoz könnte etwas damit zu tun haben. Auf jeden Fall war dort der Rhein weniger tief und reissend. Er liess sich einfacher mit Fahrzeugen überqueren als in Basel selber. Flüsse waren schon früher Transportwege. Und an diesem Punkt, eben knapp unterhalb des heutigen Basel, war die Landverbindung zwischen dem Doubs und dem Rhein die kürzeste.

Also war das ein idealer Platz für handeltreibende Leute. Dann kamen die Römer. Sicher bestand zu römischen Zeiten bei Kaiseraugst eine Brücke oder eine als Brücke dienende Anlage über den Rhein, das bestätigen Überreste einer rechtsrheinischen Anlage.

Als der römische Grenzwall, der limes, weit nach Norden Richtung Augsburg verlegt wurde, spielte der Rheinübergang bei Kaiseraugst militärisch eine wichtige Rolle. Der Rhein in der Basler Gegend biegt sich ab wie ein Knie. Die heutige Stadt kann man als einen viergeteilten Kuchen sehen: Jahrhundert tauchen rechtsrheinisch die Alemannen auf, auf der linken Seite bleiben die romanisierten Kelten, die Gallorömer.

Oder wie der frühere Kantonsarchäologe Rudolf Moosbrugger sagt: Der Rhein war zum Röstigraben geworden. Von Brücken vernehmen wir nichts. Jahrhundert entsteht eine neue Situation. Das Elsass ist habsburgisches Stammland, das sich um die auch weltlichen Herrschaften der Bischöfe von Strassburg und Basel in Richtung auf die heutige Schweiz und den Rhein aufwärts erweitern will.

Verschiedene klösterliche Herrschaften, aber auch die sich unter dem Bischof zünftisch organisierende Stadt, sehen sich eingeengt. Die Brücke bei Rheinfelden wurde vermutlich schon gebaut, diesmal von den rechtsrheinischen Konkurrenten der Habsburger, den Zähringern. Für Säckingen darf man ebenfalls eine alte Brücke für die Jahre um annehmen. Er konnte sie nicht allein finanzieren, die weiteren Geldgeber waren der Abt von St.

Blasien und der Prior von Bürgeln. Auch das hat seine politische Logik. Verkehr und Handel sollten nicht in das zähringische oder habsburgische Gebiet abwandern. Und was nicht weniger wichtig ist: Erst mit dieser Brücke wurde die systematische Besiedlung des Kleinbasel möglich. Es wurde eigentlich wie Manhattan angelegt — drei Parallelstrassen zum Rhein und senkrecht dazu die verbindenden Gassen. Da Basel seit dieser Zeit bis ins Jahrhundert hinein die dominierende Stadt am Oberrhein war, wurde diese Vorgängerin der heutigen Mittleren Brücke bald einmal die wichtigste.

Über sie kamen und gingen die Fuhren ins Wiesental und nach Süddeutschland, auf ihr zogen die gekrönten Häupter Russlands, Österreichs und Preussen auf ihrem Feldzug gegen das napoleonische Frankreich in Basel ein. Aber diese dem Handel dienende, die herrschaftliche Stellung Basels markierende und den süddeutsch-schweizerischen Verkehr aufnehmende Brücke hatte seit dem Ende des Von Hüningen aus wurde zuerst auf die sogenannte Schusterinsel und dann zeitweise bis auf das markgräfliche Ufer eine Brücke geschlagen, meistens eine schwimmende, gelegentlich wohl auch eine solide Holzkonstruktion.

Ihr Zweck war militärischer Natur, gewiss diente sie auch zivilen Zwecken. Für die Basler, die zwar einen Teil der Schusterinsel mit Kleinhüningen ihr eigen nannten, war sie doch eher exterritorial. Und man sah sie nicht gerne, weil von ihr aus ja der ganze Schiffsverkehr durch die Franzosen kontrolliert werden konnte. Sie bekam den Spottnamen einer Brille auf der Nase der Basler. Also lautet der Brückentheorie erster Teil: Keltische Furten, römische Militärbrücken, zähringisch-habsburgische Verbindungsbrücken, eine als politische Antwort gemeinte Basler Brücke, eine französischen Kriegszielen dienende Behelfsbrücke.

Jede einzelne hat ihre historische Logik. Seit den Studententagen hatten wir uns kaum mehr gesprochen, waren uns — selten genug — nur gelegentlich begegnet. Aber jetzt, als ich über den Basler Münsterplatz ging, stand er mit zurückgeworfenem Kopf vor der Münsterfassade und blickte steif in die Höhe.

Was starrst du so? Ich treibe Botanik, sagte er, siehst du die grossen Rosen unterhalb der Brüstung? Und was sind es für Rosen? Riesige, sagte ich, und gefüllte. Sicher keine einheimische Rose, sagte er, eher eine orientalische. Eine centifolia, also eine hundertblättrige. Ich habe 68 dieser Rosen gezählt, jede hat wohl einen halben Meter Durchmesser. Man darf sich vorstellen, dass die aus dem vorderen Orient heimgekehrten Kreuzritter die Kunde, vielleicht sogar Exemplare, dieser Rose mit nach Hause brachten.

Und jetzt zieren sie die Münsterfassade. Das Münster ist ja eigentlich eine Marienkirche, und Rosen sind der Maria zugeordnet. Das war der Anfang eines längeren Gespräches, bei dem ich nur der nehmende Teil war. In der Romanik Rundbogen, sagte der Lehrer wimmelt es neben verschlungenen Ornamenten von Tieren, Fabelwesen, typisierten Menschenfiguren.

Eindrücklich ist eine Fahrt ins elsässische Rosheim. In der Gotik Spitzbogen, sagte der Lehrer wandelt sich die Bildersprache: Du findest Efeu, Weissdorn, Haselnuss, Hahnenfuss oder Storchenschnabel, Eichenblätter, Erdbeeren und das Blatt der Zaunrübe samt ihren gewundenen Ranken und den kleinen, giftigen Beeren — übrigens häufig und irrtümlich als Weinblatt interpretiert.

Da siehst du die Hagrose und das Hundsröschen, wie sie noch heute in unseren Gärten blühen. Georg in Schlettstadt, die Marienkirchen von Freiburg und Basel sind überwältigende botanische Lektionen.

Man kann sich sogar fragen, ob die gotische Kirche nicht als Ganzes eine letztlich botanische Erscheinungsform ist. Was sitzt zuoberst auf einem gotischen Turm? Eine Kreuzblume, sagt der Fremdenführer. Aber was ist die Kreuzblume botanisch? Man muss nur einmal eine solche Kreuzblume, in der Fotografie von oben aufgenommen, näher betrachten. Da sieht man eine vierblättrige Blüte mit ausgefransten Blütenblättern, den Fruchtknoten genau in der Mitte und nagelartig abstehenden Staubgefässen zwischen den Blütenblättern.

Es ist die Raute, die in Italien und auf dem Balkan heimische Weinraute, ruta graveolens, deren Blätter sich eben in ein eigentliches Rautenwerk auflösen.

Und diese Pflanze heisst gelegentlich im Volksmund noch immer Kreuzblume. Aber es wird noch verwirrender:. An den gotischen Kirchen laufen den Kanten von Stützmauern oder Dächern entlang oft Leisten mit regelmässig verteilten Noppen, knospen- oder knollenartigen Widerhaken, man spricht dann von Krabben. Doch sie erinnern eigentlich wenig an Krebse. Das italienische Wort grappa meint ja auch eine Klammer, die französische agrafe kommt von daher.

Die noch nicht geöffnete Blüte der Weinraute hat genau diese Form. Also darf man sich die gotische Kathedrale insgesamt als eine riesige Weinraute vorstellen, auf der oben die Kreuzblume blüht, die ruta graveolens, übrigens eine stark duftende Pflanze, deren Staubgefässe die Nägel im Kreuz symbolisieren könnten. Und die Kurven in den Fenstern und Deckengewölben der gotischen Kirche simulieren die Kurven, in denen die Weinraute ihre Stiele und Blätter entfaltet.

Die botanische Symbolik dieser drei Kirchen in Basel Freiburg und Schlettstadt ist in ein dicht gewobenes Netz von Bezügen eingelassen. Warum Rebenblätter und Trauben? Christus spricht vom Wein als von seinem Blut. Efeu trägt immergrüne Blätter, er ist konstant. Das Holz der Eiche fault nicht, überdauert die Zeiten.

Die Kirche in Schlettstadt ist keine Marienkirche, also tritt die Rose als Schmuck zurück, ich habe nur eine gesehen, wahrscheinlich war es eher eine Pfingstrose. Überhaupt treten Rosen und Pfingstrosen gerne abwechselnd auf; die Pfingstrose ist ja diejenige Rose, die den einzigen Nachteil der echten Rose nicht hat: Wer in einem homöopathischen Lehrbuch blättert, findet viele der im Kirchenschmuck nachgebildeten Pflanzen als Heilpflanzen wieder, dazu gehören die Weinraute selber, der Hopfen, der Efeu und die rätselhafte Zaunrübe, der man, obwohl sie selber giftig ist, entgiftende Wirkungen zuschreibt.

Somit hilft sie auch gegen böswillige Liebestränke, wird also zur Beschützerin der Jungfräulichkeit. Und was bedeuten Storchenschnabel, Hahnenfuss, Scharbockskraut und Haselwurz? Ich habe in Freiburg am Münster einen Lastesel mit Sack gefunden, der einen Acanthus, also eine Stachelähre oder einen Stachelbärenklau, frisst. Der Acanthus ist der Schmuck der korinthischen Säulenköpfe im alten Griechenland. Jahrhundert, wo jetzt der Pflanzenschmuck des klassischen Altertums vom romanischen Esel gefressen wird, damit die botanische Welt der Gotik aufschiessen kann.

Wie wenig wissen wir über diese Dinge! Eine nicht gemachte Hausaufgabe? Aber ob sie schon als abgeschlossen gelten kann? Hans Wackernagel, botanisch so beschlagen wie zoologisch kompetent, den Baslern als langjähriger Sprecher des Zollis aus den Zeitungen und vom Lokalradio bekannt, lachte mit blinzelnden Augen. Wenn man über so unvergleichliches Anschauungsmaterial in nächster Nähe verfügt — es lohnt sich schon, mit einem botanischen Auge von Basel nach Freiburg und Schlettstadt und in noch viele Elsässer und Breisgauer Städte zu fahren.

Alle Macht den Pflanzen — das war die oberrheinische Gotik. Erhard Richter in Grenzach ist einer der Historiker, die gern die kleinen und manchmal die kleinsten Verhältnisse genau unter die Lupe nehmen.

Die Geschichte grosser Nationen ist gewiss interessant, auch diejenige einer ganzen Region, wie wir sie am Oberrhein vorfinden, aber spannende wird sie besonders dann, wenn man an einer einzelnen Zelle das Schicksal des ganzen Organismus ablesen kann.

Und so hat sich Erhard Richter über Grenzach gebeugt und erzählt dessen Geschichte, die diejenige einer Jahre alten Wiedervereinigung ist. Es ist wieder eine grenzüberschreitende Geschichte. Aber nun nicht zwischen dem südbadischen Grenzach und dem schweizerischen Basel, vielmehr steigen wir in die Vergangenheit des noch nicht schweizerischen Bistums Basel und seiner nördlichen Nachbarn zurück.

Da erinnern wir uns daran, dass ursprünglich in der Basler Gegend Kelten wohnten, die sogenannten Rauracher oder Rauriker. Dann kamen die römischen Legionen, die ausziehwilligen Helvetier und Rauracher wurden bei Bibrakte militärisch aufgehalten und mussten in ihre alten Gebiete zurückkehren.

Augst, eine römische Kolonie, verlor langsam an Bedeutung zu Gunsten von Basel. Sie sass auf der linken Rheinseite, denn auf der rechten Rheinseite erschienen um die Wende des 3. Man darf sich diese beiden Kulturen, die gallorömische und alemannische, nicht nur in einem feindlichen Gegensatz vorstellen. Wir haben Zeugnisse, dass sie sich zum Teil sogar sehr gut arrangierten.

Aber ein Gegensatz prägte sie: Die Gallorömer lebten gern in Städten, die nicht viel mehr als ein befestigtes Militärlager waren; die Alemannen dagegen zogen eine offene Besiedlung vor, ihre Zentren waren nur in Krisen bezogene Fluchtburgen. Der Münsterhügel von Basel war eine mit Mauer und Wall befestigte Kleinstadt; auf dem Gebiet, wo heute die Kirche von Grenzach steht, befand sich eine alemannische Ursiedlung.

Und zwischen Grenzach und dem heutigen Kleinbasel lag in der Nähe des Warteck-Areals das sagenhafte alemannische Fischerdorf Oberbasel, wiederum eine Fluchtburg. Darum sind die Strassennamen Alemannengasse, Römergasse, Burgweg und Fischerweg, geschichtlich betrachtet, zutreffend gewählt.

Wer von Basel auf dem rechten Ufer rheinaufwärts fährt, erlebt Grenzach als eine Art Strassendorf, die beiden Dorfteile liegen links und rechts der Durchgangsstrasse.

Er fährt, ohne es zu ahnen, auf einer alten politischen Grenze. Es gibt, oberhalb der Strasse, ein nördliches Grenzach, das an Riehen und Bettingen stösst, und es gibt unterhalb ein südliches, das von der Strasse bis an den Rhein reicht.

Die naive Frage könnte lauten, warum eigentlich Grenzach, als Zipfel zwischen dem Rhein und den baselstädtischen Landgemeinden eingeklemmt, nicht zu Basel als eine Art Kleinbasler Vorort gehört? Diese Frage führt in die feudalen Zeiten zurück, vor allem ins Jahrhundert, als sich herausbildete, was wir als Grundherrschaften bezeichnen, also von einem Lehensherrn verliehene oder ihm unterstellte Herrschaftsrechte und -bereiche, die manchmal erblich waren, manchmal aber auch nur dem Lehensträger im Sinn eines Amtes verliehen wurden.

Es war der Bischof von Basel nicht der einzige Herr, der in der oberrheinischen Ecke nach grösseren Territorien strebte. Er hatte machtvoll Konkurrenten, unter denen ein Geschlecht besonders hervorsticht.

Es sind die Herren von Röteln oder Roetelen. Diese Herren von Röteln tauchen im Jahrhundert auf, sind nach dem Zerfall der zähringischen Herrschaft nur noch dem Kaiser untertan. Das war , ein Jahr später wurde Luthold im Basler Münster begraben. Somit wurden die Besitztümer der Herren von Röteln markgräflich. Nun aber gab es aus noch älteren Zeiten eine andere Herrscherfamilie am Oberrhein, das waren die Habsburger. Ihr Besitz auf dem rechten Rheinufer bezeichneten sie als vorderösterreichische Lande.

Deren Verwaltungszentrum war Rheinfelden, wo das habsburgische Wappen heute noch am Stadttor prangt. Das südliche Grenzach, vom Rhein bis an die Strasse, gehörte zum vorderösterreichischen Besitz, das nördliche gegen Riehen und Bettingen zur Markgrafschaft. Die Strasse bildete die Grenze. Die Sache kompliziert sich noch weiter, da die Markgrafen von Hachberg nach das obere Grenzach an die Herren von Bärenfels als Lehen gaben.

Diese Familie war zugleich im südlichen Grenzach ein Gläubiger Österreichs, besass dort verschiedene Pfandliegenschaften. Er kümmerte sich schon lange nicht mehr um die oberrheinische Markgrafschaft, da ihn ganz andere Möglichkeiten in Frankreich lockten, wo er Marschall von Burgund und Gouverneur der Provence geworden war.

Also ging jetzt der Besitz der Herren von Bärenfels im nördlichen Grenzach in ein markgräflich baden-durlachsches Lehen über, im südlichen Grenzach blieben die Bärenfels als Darlehensgeber der Österreicher Lehensherren. Es gab dauernd Streit, alle möglichen Gerichte wurden in Anspruch genommen, bis endlich der baden-durlachsche Markgraf Karl August das Lehen im oberen Grenzach von den Bärenfels zurückkaufte und von Österreich auch den unteren Teil von Grenzach käuflich erwarb.

Die Bärenfels nahmen das Geld und erwarben das Rote Haus bei Muttenz, das sie offenbar sehr gastfreundlich bewirtschafteten und bewohnten. Und jetzt fahren wir nach Pfirt, französisch Ferrette. Vielleicht auch dem Käse zuliebe, vor allem aber, um wieder einmal den Sundgau mit seinen alten Bäumen zu erleben. Was ist das für ein merkwürdiger Ort, in den Hügeln versteckt und aufgeteilt in die zwei Niederlassungen Pfirt und Alt-Pfirt?

Man gewinnt bei einem oberflächlichen Besuch den Eindruck, dass der Teil, der sich Alt-Pfirt oder eben Vieux-Ferrette nennt, eigentlich der neuere sei, wohingegen das eigentliche Pfirt ganz mittelalterlich daherkommt, weil es sich an das Schloss — ursprünglich zwei Schlösser — anschliesst. Beginnt man in Pfirt geschichtlichen Spuren nachzugehen, so ist die Mischung von Deutsch und Welsch, von Elsass und Jura, von Frankreich und vorderösterreichisch-deutschen Elementen unübersehbar.

Das beginnt schon früh, lange vor zum Beispiel. Und sein Sohn Ludwig I. Die Grafen von Pfirt waren also von Anfang an mit den beiden grössten damaligen Herrscherhäusern am Oberrhein liiert. Und wo bleiben die Basler? Gemach, Graf Friedrich II. Sein Bruder Graf Ulrich I. Seit war somit die Grafschaft Pfirt basel-bischöfliches Lehen. Der hatte nur zwei Töchter namens Johanna und Ursula.

Ursula trat ihre Rechte an Pfirt an Johanna ab. Graf Ulrich befürchtete, dass der Basler Bischof nach seinem Tod erneut die Hand auf die Grafschaft legen würde, also verhalf er einem seiner Gewährsmänner dazu, Basler Bischof zu werden.

Dieser musste nur vorher die Erbberechtigung der gräflichen Tochter anerkennen, was auch geschah. Alles hing nun davon ab, wen Johanna heiraten würde.

So kam die Grafschaft Pfirt als ein Lehen des Basler Bischofs an das Haus Österreich, das bekanntlich in Sachen Hoheitsrechte wenig Spass verstand und was es einmal erheiratet hatte, möglichst lang behielt. Liest man die wenigen Ereignisse nach, die wir aus dem Leben des Grafen von Pfirt kennen, so gewinnt man den Eindruck, dass die ordnende Hand der Habsburger ein Segen war. Denn die Pfirter Grafen waren keine bequemen Herren.

Sein Sohn Ludwig von ähnlichem Temperament soll ihn erschlagen haben. Dass nach die Grafschaft österreichisch wurde, mussten die Leute in diesem von Fehden immer wieder geschüttelten Gebiet als Erleichterung empfinden, die Basler freilich auch als bedrohlich.

Denn jetzt sassen die Österreicher rheinaufwärts im Fricktal und in Rheinfelden, dazu im Breisgau, hatten Herrschaftsrechte im Elsass und schlossen die Klammer um Basel herum mit dem Erwerb der Grafschaft Pfirt. Bis in die Wende vom Jahrhundert, also dem Schwabenkrieg und König Maximilian von Österreich, war die baslerische Gefühlslage gespalten in Respekt und Furcht vor dem Hause Habsburg und in Anerkennung seiner friedenstiftenden Tätigkeit.

Pfirt selber bestand zuerst aus dem heutigen Alt-Pfirt, nach dem die ersten Grafen sich nannten. Um errichtete Friedrich I. Sogleich siedelten sich Dienstleute und Handwerker am Berghang an.

Die sogenannte Oberstadt, ursprünglich abgeschlossen durch zwei Tore, das heutige Pfirt, war eine systematische Gründung. Die Unterstadt entstand aus einem ursprünglich dem Hospiz vom Grossen St. Bernhard unterstellten kleinen Kloster; sie entwickelte sich vermutlich erst im Damals aber gehörte der Sundgau schon zur französischen Krone, die ihn mit Teilen des Elsass als Lehen an Mazarin übergeben hatte.

Die habsburgische Klammer war aus der Sicht der Basler wieder aufgebrochen, der Ring war gesprengt. Wie gefährlich aber die Nachbarschaft der beiden grössten kontinentaleuropäischen Mächte Habsburg und Frankreich werden konnte, zeigte sich in den ausbrechenden Kriegen zwischen dem republikanischen Frankreich und dem deutsch-österreichischen Kaiser.

Die alte Eidgenossenschaft fand weder militärisch noch diplomatisch die Mittel und Wege, um in diesem Konflikt zu bestehen, und brach zusammen. Sie erinnern daran, dass über viele Jahrhunderte Österreich der wichtigste Nachbar Basels war, der gelegentlich auch versucht hatte, Basel einzukreisen und es sich einzuverleiben.

Der Bund der schweizerischen Urkantone ist besiegelt, er hat sich zum Bündnissystem der acht alten Orte erweitert.

Aber Basel ist noch Bischofsstadt, Reichsstadt, ist nächster Nachbar zum Markgrafen von Hachberg-Sausenberg in Röteln, zu den Habsburgern in Rheinfelden und Ensisheim und, etwas weiter entfernt, zu den burgundischen Herzögen. Verglichen mit den Städten, die heute die Schweiz bestimmen, ist es gross; verglichen mit rheinischen Städten wie Strassburg oder Köln, ist es klein.

Wir sind in den ersten Jahren des Einer der reichsten Basler dieser Zeit finanziert adlige Grundherren rundum, indem er ihnen Vorschüsse gibt, dafür ganze Herrschaften als Pfand übernimmt. Er wohnt am Rheinsprung, da wo heute die alte Universität steht. Wie eine ausserordentliche Vermögenssteuer erhoben wird, weist er ein Vermögen von über 10' Gulden aus.

Nach heutigem Geldwert wäre er millionenschwer. Auch die Herzoge von Österreich sind seine Kunden, gegen einen Vorschuss hat er die auf einem Felskopf gelegene Stammburg der Grafen von Rheinfelden, den sogenannten Stein von Rheinfelden, zum Pfand übernommen.

Sein Name ist Jakob Zibol. Von der Welt hat er mit seinen politischen Erfolgen und seinem Geld nicht mehr viel zu erwarten, er wendet sich anderen Dingen zu. Er kommt viel herum, da sein Stand als Achtburger ihn in die Nähe des Adels rückt, seine diplomatischen Fähigkeiten sind gesucht.

Als Oberstzunftmeister wird er mit einer Gesandtschaft nach Nürnberg geschickt, wo man den Baslern unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt auch das Kartäuserkloster zeigt. Es imponiert ihm, er möchte mit den Mönchen reden. Ein Nürnberger Prior ruft sie zusammen. Nun verbringen die Kartäuser, als Orden im Jahrhundert gestiftet und seit vom Papst anerkannt, ihr Leben in der Regel schweigend und einzeln in ihren Zellen, Aussprachen finden nur an Sonn- und Feiertagen statt.

Aber auf Geheiss des Priors reden die Mönche mit Jakob Zibol, und da erfährt der Basler auch, dass ihre Kartause von einem reichen Nürnberger namens Marquard Mendel gestiftet worden sei. Zibols Entschluss ist gefasst, er will auch in Basel ein solches Kloster gründen. Dazu braucht er geistliche Hilfe. Was er noch nicht weiss: Er hat sogar einen Strassburger Kartäuser namens Wynand nach Röteln kommen lassen, um sich mit ihm zu beraten.

Wynand ist in der oberen Markgrafschaft zu Erkundungszwecken herumgeritten, hat aber keine passenden Örtlichkeiten gefunden. Sie waren bald zu nahe bei den Leuten, bald zu weit weg. Wynand schien es überdies, dass der Markgraf nicht ganz über die nötigen Mittel verfüge, die Existenz eines Klosters auf die Dauer zu garantieren. Nachträglich erfährt Zibol von diesen Verhandlungen, sofort lässt er seinerseits Wynand kommen.

Er hat unterdessen einen ihm gut scheinenden Platz gefunden: Mit dem Erwerb des Kleinbasels fiel er an den Rat. Wynand kommt, erkundigt sich nach dem Stand und dem Vermögen Zibols, zusammen besichtigen sie die Liegenschaft mit Baumgarten, Reben, verschiedenen Gebäuden und Scheunen. Wynand ist erfreut, das sind bessere Voraussetzungen als beim Markgrafen. Kann man die Liegenschaft kaufen? Da Zibol selber zum Rat gehört, kein Problem.

Als die Ratskollegen hören, dass Zibol den Hof nicht für sich, sondern für ein Kartäuserkloster erwerben will, herrscht sogar Begeisterung. Dezember wird man sich einig, der Preis beträgt Rheinische Gulden. Sicherheitshalber holt man die Einwilligung des Probstes von St. Alban ein, der alte Rechtstitel auf diesen Hof geltend macht. Zibol zeigt sich weiter grosszügig, mit dem Einverständnis seiner Erben überschreibt er dem Kloster Einkünfte in Form von Kornlieferungen von seinen Gütern in Ötlingen.

Eine alte Margarethen-Kapelle gegen den Rhein, eine Schwachstelle in der Befestigungsmauer, darf mit Zustimmung des Rates abgebrochen werden, sie liefert Steine für einen Neubau. Der Bischof von Konstanz, geistlicher Herr über Kleinbasel, ist ebenfalls einverstanden.

Die Kartause wird der Heiligen Margaretha gewidmet. Die ersten Kartäuser übersiedeln von Strassburg. Die ganze Klosteranlage ist noch reichlich primitiv, Zibol muss mehr als einmal Lebensmittel zur täglichen Verpflegung über den Rhein schaffen.

Das neue Kloster gefällt dem Pfarrer zu St. Er zahlt noch einmal Rheinische Gulden an das Domkapitel, dann geben sich die Herren zufrieden. Wynand selber ist Prior in Basel geworden, beginnt der Bau der Kirche. Alles scheint so harmonisch, da bricht die Katastrophe ein: Zibol ist auch Burgherr in Rheinfelden, als solcher den Habsburgern verpflichtet, zugleich ist er Basler Amtsträger.

Zu wem hält Rheinfelden? Zu keinem von beiden, aber die Zibols sind unaufmerksam, die Rheinfelder überrumpeln die Burg, nehmen einen jungen Zibol gefangen. Darauf kerkern die Basler den österreichischer Sympathien verdächtigen Vater mit den anderen Söhnen ein. Die Sache kompliziert sich weiter, da die burgundische Schwägerin Friedrichs ebenfalls Ansprüche auf Rheinfelden erhebt, es wird ein Dreieckskrieg zwischen Basel, Friedrich und Katharina von Burgund.

Jetzt geht es ans gute Geld, Zibol wird nicht nur seiner Ämter entsetzt, sondern mit 12' Gulden gebüsst, eine enorme Summe. Er ist ein gebrochener Mann. Er lebt noch, als der Markgraf als Vermittler den Streit beilegt, sogar ein Bündnis zwischen den Baslern und Katharina zeichnet sich ab. Dann stirbt er Doch die Kartause ist gesichert. Die Zellen sind heute abgerissen, nur das Haus des Priors und die Kirche stehen noch, sie bilden zusammen den Komplex des Basler Waisenhauses.

In unserem Selbstverständnis ist das Dreiland am Oberrhein dadurch charakterisiert, dass über die Grenzen der Nationalstaaten Frankreich, Deutschland, Schweiz hinweg allerhand nachbarschaftliche Gemeinsamkeiten, aber auch die Landschaft — der Oberrhein mit seinem Auslauf nach dem Sundgau und Jura — ein zusammenhängendes Gebiet erkennen lassen.

Es hat, mehr im Kleinen als im Grossen, eine gemeinsame Geschichte, einen ähnlichen Lebensstil, verwandte Architektur; es hat aber auch Gegensätze, mit denen schon frühere Generationen fertig werden mussten: Das Dreiland ist als ein Randgebiet abhängig von ungleich grösseren Mächten.

Es fühlt aber ebenso die Verlockung, unabhängig von diesen grösseren Mächten seine Dinge selber zu regeln — gelegentlich auf eine Weise, die diesen grösseren Mächten nicht recht gefällt. Das Gefühl der relativen Kleinheit und zugleich der Andersartigkeit bricht immer wieder durch; es schafft sogar eine gewisse innere Übereinstimmung, die dazu führt, dass der Jurassier und der Elsässer, der Markgräfler und der Basler sich besser verstehen als Schweizer, Deutsche und Franzosen.

In diesem von den Baslern Regio getauften Gebiet, so klein es im Verhältnis zu Deutschland, Frankreich und der Schweiz ist, gibt es noch einmal Miniaturregionen, die — wie Fraktale auf einem Computer — das Bild der gegenseitigen Verzahnung im Kleinen reproduzieren. Wer von den heutigen Schweizern und Franzosen hat sich schon gefragt, warum der Pruntruter Zipfel mit der Ajoie so merkwürdig und ein wenig wie eine Blase in Richtung Frankreich ausgestülpt ist?

Warum folgt seine Grenze nicht dem Doubs, der, von Pontarlier kommend, nördlich von La Chaux-de-Fonds eine Zeitlang tatsächlich die heutige Landesgrenze bildet, dann aber wie ein Haarnadel in das schweizerische Gebiet hineinsticht, bei St. Ursanne einen Bogen macht, um wieder Richtung Frankreich zu entschwinden? Diese auf der Hand liegende Frage führt sofort in die Geschichte, eine Geschichte so alt wie diejenige der unterdessen jährigen Eidgenossenschaft, und wenn man will noch einiges älter.

Die Luftlinie von der Krümmung des Doubs bei St. Ursanne bis nach Basel liegt unter 40 Kilometern. Von der Antike bis ins Mittelalter war der Warentransport zu Wasser der leistungsfähigste und bequemste. Wollte man also Güter vom Doubs auf den Rhein, der hauptsächlichsten Verkehrsader Mitteleuropas, weiterspedieren, musste man diese Distanz auf dem Landweg überwinden. Nachgewiesen ist, dass solche Verbindungen schon zu Beginn unserer Zeitrechnung existierten.

Die heute noch fühlbare Geschichte beginnt wenige Jahre vor dem Bund der ersten Urkantone und zwar genau im Jahr Er gab der Stadt Pruntrut, im Herrschaftsbereich des Basler Bischofs gelegen, verbriefte städtische Freiheitsrechte, die er eben auch als eine Art Dank und Kompliment an den Bischof deklarierte. Er machte sich die Sache einfach: Damit waren die Steine gesetzt.

Am südwestlichen Ende der Regio bildete sich eine Miniaturregio, die insofern spannend ist, als man sich hier in der alten Übergangszone vom deutsch-alemannischen in den französisch-burgundischen Raum befindet — das eigentliche Elsass war ja noch deutschsprachig.

Zwei Mächte standen sich gegenüber, Mächte im regionalen Massstab wohlverstanden: Dank einer Frau wurde dieser Gegensatz auch im grösseren Rahmen spannend. Sie heirateten, Eberhard starb früh, Henriette regierte das Land mit weiteren linksrheinischen Herrschaften im Elsass und musste es dann ihren Söhnen abtreten. So kam die Grafschaft Mömpelgard in württembergischen Besitz — und blieb es bis zur Französischen Revolution. Das hatte Folgen zum Beispiel während der Kirchenreformation.

Ulrich von Württemberg sorgte dafür, dass die Grafschaft Mömpelgard lutheranisch wurde; der aus der Stadt vertriebene Fürstbischof von Basel setzte alle Kräfte ein, die Ajoie beim alten Glauben zu halten. Zwischen und standen sich zwei Landesherren gegenüber, die in mehr als einer Beziehung vergleichbar sind: Dass die Grafschaft Mömpelgard in den französischen Religionskriegen zahlreichen Hugenotten, die calvinistisch und nicht lutheranisch gesinnt waren, Unterschlupf bot und von ihren kommerziellen Talenten profitierte, geht auf die Politik Friedrichs von Württemberg zurück, der über die Grafschaft enge Kontakte zu den französischen Königen Heinrich III.

In der Miniaturregio am Rand der Regio spiegelt sich noch einmal europäisches Schicksal, zu dem auch die gegenseitigen grausamen Verheerungen durch eine immer wieder angemietete Soldateska gehörten. Das Fürstbistum Basel überlebte auch nicht, wurde der jurassische Teil zum Kanton Bern geschlagen, und es brauchte noch einmal mehr als Jahre, bis die Ajoie mit dem Hauptort Porrentruy in den neuen Kanton Jura überging.

Der Name Armleder tönt irgendwie vertraut. Man schmeckt ihm auch sein Alter an. Sind die Armleder Elsässer, Süddeutsche oder Schweizer? Und wieso tönt dieser Name so geschichtlich? Jetzt schlage ich bei Hellmut G. Und finde dort im ersten Band Nachrichten — keine schönen — über einen König Armleder. Sogar seinen richtigen Namen weiss Haasis: In der dortigen Kirche ist er begraben, noch erkennt man den beschädigten Grabstein, wie ihn Klaus Arnold beschrieb:. Es ist ein jugendliches, bartloses Antlitz über einem betont breiten Hals, auf dem die Klinge eines Schwertes aufliegt.

Gehalten wird dieses von einer kleineren, auf der Umrahmung sitzenden Gestalt, deren Oberkörper und Kopf verloren sind.

Die Scheide zur Rechten des Mannes ist leer, um anzudeuten, dass es sein eigenes Schwert ist, das ihm den Tod bringt. Seine Hände sind nicht, wie man erwarten könnte, gefaltet; vielmehr übereinandergelegt mit erkennbaren Resten von Fesseln. Den Schutz der Unterarme bildet — noch niemand hat es als bemerkenswert überliefert — Armleder. Da ist der Ausdruck gefallen: Armleder, wie wir sie noch heute von sehr englisch anmutenden Sportjacken kennen. Aber hier wurden sie an Stelle von metallenen Armschienen verwendet, offenbar von Leuten, die das Geld nicht hatten, sich eine richtige Rüstung mit Armschienen aus Metall anzuschaffen, nämlich von Bauern.

Wie kommen die Bauern zum Ritter und umgekehrt? Da muss man schon in die Wirtschaftsgeschichte des Jahrhunderts steigen, wie Hellmut G. Haasis sie uns erklärt. Um sind wir in einer Zeit, da die Geldwirtschaft den alten Tausch von Gütern und Leistungen zu verdrängen beginnt. Die Ritter auf dem Land geraten in Bedrängnis, weil sie von den Zinsgütern Naturalien und Renten nur in gleichbleibender Höhe beziehen, die sich ausbreitende Geldwirtschaft aber die Preise steigen lässt. Der Bauer war schon verschuldet, jetzt musste sich auch der Ritter verschulden.

Aber dieser Schutz war dürftig, bald begannen Territorialherren und Grossgrundbesitzer ebenfalls gegen die Zinslasten aufzubegehren. Und der Kaiser, der seinerseits in Geldnöten steckte, liess sich den Judenschutz, für den er den sogenannten Judenpfennig als Kopfsteuer erhob, von Städten abkaufen, die auf ein funktionierendes Kreditwesen angewiesen waren.

Das ergab eine unheilvolle Konstellation für die Juden, die nach allen Seiten eben auch als Kreditbanken funktionierten. Zugleich drohte er an, den Umgang mit Juden in Zukunft durch Kirchenstrafen zu ahnden. Jetzt begannen wahrhaft grässliche Judenverfolgungen, die bald über das fränkische Gebiet hinausgriffen. Zu den modernen wissenschaftlichen Erklärungen der Entstehungsursachen und Verlaufsbedingungen der Weltwirtschaftskrise gehören die Analysen des Keynesianismus und des Monetarismus.

Zu diesen Erklärungsansätzen entwickelten sich neuere Erweiterungen. Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens, dass aus der initialen Rezession von keine Weltwirtschaftskrise geworden wäre, wenn die Zentralbanken die Kontraktion der Geldmenge verhindert und die Bankenkrisen durch Zurverfügungstellung von Liquidität gelindert hätten.

Zur weltweiten Ausbreitung der Wirtschaftskrise trug vor allem der internationale Krisenexport durch das damals bestehende Währungsregime des Goldstandards und der in der Weltwirtschaftskrise einsetzende Protektionismus bei.

In den Entstehungszusammenhang der Weltwirtschaftskrise gehören die Folgeprobleme des Ersten Weltkriegs auf der Ebene der internationalen Finanzbeziehungen, die bis in die er Jahre ungelöst blieben. Zudem kam es im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise zu einem in eine Spekulationsblase mündenden wirtschaftlichen Boom in den Vereinigten Staaten — der neuen ökonomischen Führungsmacht —, was mit einem Kurssturz an der New Yorker Börse endete.

Mit dem darauf folgenden Zusammenbruch des internationalen Kreditgefüges und der Industrieproduktion ging ein um sich greifender Handelsprotektionismus zum Schutz der Inlandsmärkte einher. Die einzelnen Volkswirtschaften waren dem teils drastischen ökonomischen und sozialen Niedergang in je eigener Weise ausgesetzt. Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs stellten nicht nur Staatshaushalte und Finanzierungssysteme vieler Länder vor Probleme, sondern führten auch zu langfristig veränderten Konstellationen in den internationalen Finanzbeziehungen.

Das beeinflusste und verhärtete die Positionen dieser Mächte bei dem Deutschland aufgezwungenen Friedensvertrag von Versailles. Denn mit den darin für erlittene Kriegsschäden dem Deutschen Reich auferlegten Reparationen hoffte insbesondere Frankreich, auch die eigenen Kriegsschulden begleichen zu können.

Entsprechende Ausgleichszahlungen hätte das seinerseits hoch verschuldete Deutschland aber nur durch Exporterlöse stabil leisten können. Da die Siegermächte ihre Märkte dafür aber nicht öffneten, blieb die Reparationsfrage ein ungelöst schwelendes Problem.

In Paris wurde keinerlei Vereinbarung getroffen, um die aus dem Ruder geratenen öffentlichen Finanzangelegenheiten Frankreichs und Italiens wieder aufzurichten oder die wirtschaftlichen Systeme der Alten und der Neuen Welt aufeinander abzustimmen. Keynes hatte hingegen bereits nach Bekanntwerden der Bedingungen des Friedensvertrages von Versailles vor erheblichen negativen Folgen für die Gesamtwirtschaft gewarnt.

Der wirtschaftliche Boom in den USA der er Jahre, die als Roaring Twenties im Bewusstsein blieben, wurde von der Automobilproduktion und der Elektrifizierung der Haushalte angetrieben, die unter anderem mit Kühlschränken, Staubsaugern und Waschmaschinen ausgestattet wurden.

So kurbelten Lohnsteigerungen, Kreditfinanzierung und Ratenzahlungsverträge den Konsum an; Steuersenkungen stimulierten zusätzlich die Investitionsbereitschaft und unterstützten ein Klima des allgemeinen Wirtschaftsoptimismus. Entsprechend lebhaft ging es beim Aktienhandel allgemein und speziell an der New Yorker Börse zu, wo die Transaktionen gegenüber dem Vorjahresrekord noch einmal um mehr als 50 Prozent höher lagen. Zwar hatte es auch bereits kurzfristige deutliche Kurseinbrüche gegeben, aber letztlich stieg das Kursbarometer doch immer weiter aufwärts.

Und auch das Börsengeschehen expandierte nun spekulationsgetrieben mehr und mehr auf Kreditbasis. Selbst im Sommer kam es anders als gewöhnlich zu keiner Beruhigung der Börsenaktivitäten, sondern die Kurse der Industriewerte stiegen allein in dieser Zeit binnen drei Monaten nochmals um ein Viertel an.

Die Stahlproduktion sank; die Frachtraten der Bahn gingen zurück; der Wohnungsbau brach verstärkt ein; und im Herbst platzte mit den wiederholten dramatischen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse die bis dahin ungebremst anwachsende Spekulationsblase. Oktober , der Schwarze Donnerstag , nur einen besonders markanten Einschnitt im Kurssturzgeschehen dar. Auch die Realwirtschaft verzeichnete verheerende Einbrüche. So gab Iron Age am 8.

Juli bekannt, die Kapazitäten der Stahlunternehmen seien nur noch zu 12 Prozent ausgelastet. Von dem infolge des New Yorker Börsencrashs wellenförmig verstärkten Abzug US-amerikanischer Auslandsinvestitionen und Kreditmittel — die nun zur Deckung von Verbindlichkeiten in den USA gebraucht wurden — war vor allem das auf diese Mittel gegründete deutsche Wirtschaftsleben in der Weimarer Republik unmittelbar betroffen.

Geldknappheit und Deflation bewirkten Produktionsrückgang , Entlassungen und Massenarbeitslosigkeit. So stieg die Zahl von knapp drei Millionen Erwerbslosen auf mehr als das Doppelte im Jahr an. Zum Wegbrechen der transatlantischen Kreditzuflüsse kam der Wertverlust der Kreditabsicherungen von Unternehmen, die diese z.

Dies wiederum hatte in der Realwirtschaft Massen insolvenzen zur Folge. Sie waren zwar auf Expansion ausgerichtet, aber durch niedrige Eigenkapitalquoten und geringe liquide Mittel schlecht dafür gerüstet. Hinzu kam die Instabilität des internationalen Kreditmarktes. Wichtigstes Kennzeichen hierfür war der einseitige Geld- und Kapitalstrom.

Die Banken liehen diese kurzfristigen Gelder mitunter mit langen Laufzeiten aus. Somit war die Situation der Banken bereits vor der Weltwirtschaftskrise kritisch: Sollten die ausländischen Gläubiger ihr Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken verlieren und die kurzfristigen Kredite einmal nicht verlängern, drohte sofort ein empfindlicher Devisenmangel bis hin zur Illiquidität. Zeitgenossen vermuteten, dahinter stünde die französische Regierung, die so den Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion torpedieren wolle.

Obwohl solche Manipulationen tatsächlich in der französischen Regierung diskutiert wurden, konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie für den Zusammenbruch der Creditanstalt, die am Mai ihre Zahlungsunfähigkeit erklärte, verantwortlich war. Das bedeutete nicht nur für Österreich, sondern für ganz Mitteleuropa den Beginn einer Finanzkrise.

Man befürchtete nun, dass diese Entwicklung auch auf Deutschland übergreifen würde. Das schien auf eine bevorstehende Zahlungsunfähigkeit des Reiches zu deuten und untergrub das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber nachhaltig.

Diese mussten am Juli ihre Zahlungen einstellen. Um die Bankenkrise zu überwinden, wurden die Banken für mehrere Tage geschlossen und der Kontrolle der Regierung unterstellt. Kredite und Neuinvestitionen waren so über längere Zeit unmöglich. Zudem war im Juni zuvor das Hoover-Moratorium , das zur Wiederherstellung des Vertrauens alle politischen Schulden für ein Jahr stornierte, psychologisch verpufft, weil französische Vorbehalte wochenlange, schwierigste Verhandlungen nötig gemacht hatten.

Schon während der er Jahre hatte stets eine relativ hohe Arbeitslosenzahl von über einer Million bestanden. Die im Zuge der Kriegsfinanzierung aufgegebene, aber wiederhergestellte Bindung des britischen Pfunds an den Goldstandard zum Vorkriegskurs mochte darauf zielen, London als Weltfinanzplatz zu erneuern, [24] führte aber nicht zur Belebung der britischen Wirtschaft, in die wegen eines hohen Kreditzinsniveaus kaum investiert wurde.

Von bis fiel der Wert britischer Exporte um rund 38 Prozent. September wurde die Goldbindung des Pfundes aufgegeben, nachdem die Bank von England ihre Goldreserven zur Stützung der österreichischen Creditanstalt und in der Deutschen Bankenkrise eingesetzt hatte, um eine gesamteuropäische Bankenkrise abzuwenden. Damit aber gewann die britische Exportwirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit zurück, wenn auch unter veränderten Weltmarktbedingungen.

Frankreich, das ebenfalls zum Goldstandard zurückgekehrt war, [28] blieb von den Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise anfänglich verschont. Die Industrieproduktion war weit weniger als die britische auf ausländische Märkte angewiesen, der Agrarmarkt durch hohe Einfuhrzölle geschützt und der Franc in relativer Unterbewertung stabil. Nun begann die Weltwirtschaftskrise auch in Frankreich: Die daraus resultierende Politik des knappen Geldes und der Deflation destabilisierte die Dritte Französische Republik unter dem Druck von Extremisten, während die gesellschaftliche Mittelschicht am stärksten vom wirtschaftlichen Niedergang betroffen war und sich radikalisierte.

Im Zeichen von Streiks und Wirtschaftslähmung wurden deutliche Lohnerhöhungen gewährt, die betriebliche Stellung der Gewerkschaften gestärkt und die wöchentliche Arbeitszeit von 48 auf 40 Stunden gesenkt. Angesichts einer zur gleichen Zeit im NS-Deutschland eingeführten Arbeitszeiterhöhung auf bis zu 54 Wochenstunden wurde die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie damit erheblich geschwächt. Insgesamt erfuhr Frankreich in der Dekade von bis einen durchgreifenden Niedergang hinsichtlich wirtschaftlicher Schwächung und politischer Zerrüttung.

Die einzelnen Staaten reagierten je nach Art des Betroffenseins und entsprechend den politischen Leitvorstellungen unterschiedlich auf die Herausforderung. Ausgehend von den skandinavischen Ländern begannen funktionierende Demokratien steuernd in das Marktgeschehen einzugreifen und Ansätze für einen Übergang zum Wohlfahrtsstaat zu entwickeln siehe etwa das nachmalige Schwedische Modell. Roosevelt verstärkt New Deal , so auch durch wachstumsfördernde öffentliche Investitionen , die durch vermehrte Schuldenaufnahme finanziert wurden Deficit spending.

Manche Weltgegenden waren andererseits zu dieser Zeit noch ohne weltwirtschaftliche Anbindung fast ganz auf sich gestellt — zum Beispiel Nepal und Regionen in Zentralafrika — und entsprechend wenig betroffen. Im Übrigen fielen die Folgen der Weltwirtschaftskrise in der Peripherie wiederum unterschiedlich aus, wobei sich aber auch spezifische Gemeinsamkeiten zeigten.

Die meisten Länder waren hauptsächlich, wenn nicht allein, durch ihre Agrarexporte in die Weltwirtschaft eingebunden und von den diesbezüglichen Erlösen abhängig, was ihre Importmöglichkeiten industrieller Erzeugnisse betraf.

Der Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte war in der Weltwirtschaftskrise aber um einiges drastischer als der für Industrieprodukte. Für diejenigen Menschen an der weltwirtschaftlichen Peripherie, die in kolonialer Abhängigkeit lebten, wurde die Lage zudem dadurch erschwert, dass die koloniale Herrschaftselite in dieser Situation vor allem darauf bedacht war, die Hauptertragsquellen der Kolonialwirtschaft zu stützen, also Plantagen , Minengesellschaften und Handelsunternehmen.

Auch wo es um Mittel zur Finanzierung des kolonialen Verwaltungsapparats selbst ging, hielt man sich bei rückläufigen Steuereinnahmen nicht an die Unternehmen, sondern suchte sich durch höhere Besteuerung der Kolonialbevölkerung schadlos zu halten. Für Pressler finden sich die bedeutendsten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, was die sogenannte Peripherie betrifft, im Denken der Menschen.

Denn in dieser Krise hätten sie begonnen, das Fehlen einer eigenen Industrie als Unterentwicklung zu begreifen. Die seinerzeit erlebte dramatische Verschlechterung der Terms of Trade habe den Glauben an eine beiderseits vorteilhafte Arbeitsteilung zwischen industriellen Zentren einerseits sowie Agrar- und Rohstofflieferanten andererseits erschüttert. Die Dekolonisierung Afrikas und Asiens habe während der er Jahre ihren Anfang genommen, auch wenn die Entlassung in die Unabhängigkeit sich erst nach einem längeren Zeitraum in der Folge des Zweiten Weltkriegs eingestellt habe.

Bereits öffnete sich die Schere zwischen wachsender Produktionskapazität und sinkender Nachfrage deutlich. Bis Mitte stagnierte die Produktion offenbar; die Arbeitslosigkeit stieg. Die Industrieproduktion halbierte sich bis und die Aktien verloren zwei Drittel ihres Wertes. Im internationalen Vergleich ist unschwer zu erkennen, dass es in jedem Land einen anderen Kursverlauf gab.

Diese Unterschiede hatten mehrere Ursachen. In Ländern, in denen viele Arbeitskräfte in der Landwirtschaft arbeiteten und die zusätzlich nur wenig exportorientiert waren, wirkte sich die Krise weniger stark aus. Mit der Industrieproduktion sank auch der Lebensstandard. Die Arbeitslosigkeit sank ab Mitte der er Jahre langsam. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland schien sich bis nicht von den Jahren zuvor zu unterscheiden.

Als diese Zahl wider Erwarten im Frühjahr nicht zurückging, hofften die Reichsregierung bis Erst als sich der geringe Rückgang Mitte nicht fortsetzte, wurde man sich der extremen Entwicklung der Krise vollends bewusst. Zu dieser Zeit lief Brünings Sparprogramm bereits auf vollen Touren. Im Februar erreichte die Krise auf dem Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt: Die verzweifelten Landarbeiter flüchteten in den Westen, wo sie unter menschenunwürdigen Zuständen ein Auskommen suchten.