8 Immobilien-Irrtümer, die du unbedingt kennen solltest


Sei es beim ausleihen oder verteilen des Geldes. Ein Investitition in Immobilien oder Gold bzw.

Irrtum #1 – Jetzt ist ein guter Kaufzeitpunkt, denn die Zinsen sind niedrig


Dass einzelne Zeitfenster in diesen Jahren in jedem der neun gezeigten Länder über den in der Tabelle gezeigten Werten lagen, ist insofern irrelevant, als jedem solchen überdurchschnittlichen Zeitfenster ein schlechteres unterdurchschnittliches gegenüberstand.

Wer sich aus Angst vor Volatilität Renditeschwankungen oder aus mangelndem Wissen bei seinen Vermögensanlagen allein auf die Asset-Klasse risikoarme Geldmarktanlagen beschränkt — so wie es viele deutsche Haushalte tun — kann auf mittlere und lange Sicht nicht nur keinen Vermögenszuwachs erzielen, sondern wird damit langfristig eine allmähliche Vermögenserosion erleiden — dies allerdings bei geringstmöglichen Portfolioschwankungen.

Das galt schon immer, nicht erst seit Warum sind reale Nullrenditen, insbesondere nach Kosten und Steuern, in der risikoärmsten Asset-Klasse kurzfristige Staatsanleihen höchster Bonität und Guthabenkonten unterhalb der gesetzlichen Einlagensicherungsgrenze auch auf theoretischer Ebene als Normalfall zu betrachten? Ganz einfach deshalb, weil Rendite primär die Kompensation für Risiko ist.

Wo kein erwartetes in die Zukunft gerichtetes Risiko besteht, kann es im langfristigen Zeitablauf auch keine positive Rendite geben — jedenfalls dann nicht, wenn man Inflation, Kosten und Risiko berücksichtigt. Eine Abweichung von diesem simplen Investmentgrundgesetz wird im Rückblick nur dann eintreten, wenn sich ursprünglich vom Markt erwartete eingepreiste Risiken überraschenderweise nicht materialisierten realisierten.

Diesem günstigen Fall steht jedoch genauso häufig der ungünstige Fall gegenüber, in dem der Markt die tatsächlichen Risiken unterschätzte sie ursprünglich per erwarteter Rendite zu gering bepreiste. Dann wird die realisierte Realrendite der risikofreien Anlage noch niedriger als im langfristigen Mittel sein.

Wo es in der Zukunft die positiven und wo es die negativen Überraschungen geben wird, müsste man — um von diesem Mechanismus zu profitieren — systematisch richtig prognostizieren können, was wir für unmöglich halten.

Die Verkäufer aktiv gemanagter Anlageprodukte und -strategien reklamieren aus naheliegenden Gründen natürlich seit jeher, dazu in der Lage zu sein. Ihr tatsächlicher Track Record deutet auf das Gegenteil hin. Die Legende vom Anlagenotstand kann auch auf einer anderen Ebene relativiert werden: Die Gruppe der Aktien- und Immobilienanleger zusammen mit der Gruppe der Schuldner dürfte in Deutschland und den meisten anderen vergleichbaren Staaten mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.

Wer dagegen wegen des vermeintlichen Anlagenotstandes naiv und gierig in eine der im folgenden Absatz genannten Pseudoalternativen mit höherem laufenden Ertrag umschichtet, läuft Gefahr, sich beim Zinsanstieg in der Zukunft einen doppelten Tiefschlag einzufangen: Starke Kursrückgänge und möglicherweise gleichzeitig Kursrückgange im risikobehafteten Portfolioteil Aktien, Immobilien, Rohstoffe oder von ihnen abgeleitete Produktverpackungen wie Fonds, kapitalbildende Lebensversicherungen, Zertifikate usw.

Das im Kontext des Anlagenotstandes vielfach empfohlene Umschichten in Anlagen mit höheren laufenden Erträgen ist ein hoch gefährlicher Sirenengesang, der auf mittlere oder lange Sicht in bösen Überraschungen münden dürfte. In diesem Zusammenhang werden von Beratern und Medien typischerweise vorgeschlagen: Sparbucheinlagen oder Tagesgelder innerhalb der staatlichen Einlagensicherung sind ein annähernd gleich guter Ersatz.

Dieser Portfolioteil hat die primäre, unverzichtbare Aufgabe eines Sicherheitsankers zur Steuerung des Gesamtportfoliorisikogrades.

Von hohen nominalen Renditen lassen sich rationale Anleger ohnehin nicht narren. Wer mit der Rendite seines Gesamt portfolios unzufrieden ist, muss den Anteil des risikobehafteten Portfolioteils erhöhen und den Anteil des risikofreien Portfolioteils dementsprechend senken — wohlgemerkt unter bewusster Inkaufnahme der damit einhergehenden Risikozunahme.

Rendite ist die Belohnung für das Tragen von Risiko. Er beruht auf der Illusion, dass man Sicherheit und Rendite zugleich haben könne — ein Luftschloss, mit dem Bauernfänger in der Finanzbranche gutgläubige Privatanleger seit Jahrzehnten hin zu unangemessenen Produkten und in schlechte Portfoliostrukturen locken.

Könntest du das nochmal genauer für mich vorrechnen? Das wäre ganz prima. Hi Dani, ich habe wie Holger inflationsbereinigt gerechnet. Hallo Holger, vielen Dank für den Artikel. Ich finde dieses Argument gar nicht so weit hergeholt. Die monatlichen Raten einer Finanzierung bestehen aus Tilgung und Zinsen. Mit dem Tilgungsanteil erwirbt man Substanz, im Gegensatz zu den Mietzinsen, aus denen kein bleibender Gegenwert entsteht.

Die monatlichen Raten sind niedriger als die Miete des Hauses in der direkten Nachbarschaft in der wir vorher gewohnt hatten und in 20 Jahren gehört das Haus uns.

Auch so eine Beispielrechnung sollte man fairerweise nicht verschweigen. Ohne hier auf den Cent hin und her rechnen zu wollen: Für mich existiert ein entscheidender Vorteil bei der Selbstgenutzten Immobilie: Sie ist die einzige Form der Altersvorsorge von der man schon lange vor Beginn des Renteneintritts etwas hat.

Aktien oder Fonds oder Festgeld steigern die derzeitige Lebensqualität nicht, eine eigene Immobilie schon. Dennoch stimme ich Holger zu, sie sollte nicht die einzige Vorsorge sein und wer sich seiner Zukunft nicht sicher ist, sollte bestimmt Mieter bleiben. Vom Differenzbetrag kann er z. Das entscheidende Stichwort ist: Du investierst das Geld in ein Haus und verzichtest damit auf die mögliche Rendite einer Alternativanlage. Dies unterschlägst Du bei Deinem Vergleich.

Noch einmal, ob sich ein Immobilienkauf lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Zukunft ist und bleibt ungewiss. Man muss die Rechnungen aber korrekt vornehmen, wenn man Immobilien mit Alternativanlagen vergleichen möchte. Sie gehen nur von unterschiedlichen Eigenkapitalanteilen aus. Dies empfehlen die meisten Banken.

Die Opportunitätskosten die du ansprichst sind auch ein beliebtes Argument der Immobiliengegner. Hierbei bitte folgendes berücksichtigen: Es mag sein, dass während der Finanzierungsphase anfänglich weniger Geld bereit steht.

Zwei Dinge sollte man im Hinterkopf haben …. Ist die Baufinanzierung vollständig getilgt, bleiben den Eigentümern im Schnitt noch ca. In dieser Phase bleibt dem Eigentümer ein erheblicher Anteil seiner Lebenshaltungskosten erspart da ja die monatlichen Raten entfallen. Dieses Geld kann dann vollständig als Altersvorsorge zurückgelegt werden … Möglicherweise ist der Zeitpunkt des weniger Geld haben also nach hinten verlagert, was natürlich ggf.

In ein vollständiges Rechenbeispiel gehört aber auch die Frage mit rein: Wie lange vor meiner Verrentung bin ich mit der Finanzierung durch. Auch nach der Bundestagswahl zeichnet sich die sogenannte Mietpreisbremse nicht ab.

Dass der Mieter also mehr Geld zur Verfügung hat, wird sich eventuell schnell ändern und ist vielfach nur ein anfängliches Phänomen. Ich finde es nur wichtig, dass die Vergleichsrechnung zwischen Immobilienerwerb und zur Miete wohnen fair erfolgt. Oftmals wird die Rechnung sehr einseitig aufgemacht und man gewinnt den Eindruck als wäre es offensichtlich, dass Kaufen sich grundsätzlich und immer lohnt.

Immobilienbesitzer fassen Zweifel daran leider als Kritik an ihrer Entscheidung auf — dem ist nicht so. Es ist alles nur nicht so klar, wie gerne vornehmlich von Banken und Bausparkassen behauptet wird. Dies alleine ist halt nur die halbe Wahrheit. Ohne dieses Eigenkapital wäre die Tilgungsrate höher. Daher musst Du fairerweise auch betrachten, dass der Mieter-Martin, der nicht gekauft hätte, auch über das Eigenkapital verfügt hätte und somit die Miete durch die Rendite der Alternativanlage gedrückt würde.

Diese Opportunitätskosten sind kein Argument eines Immobiliengegners. Dieses Geld kann dann vollständig als Altersvorsorge zurückgelegt werden. Somit kann er genau wie der Eigentümer ebenso viel Geld für die Altersvorsorge zurücklegen.

Meines Erachtens nach ist es demnach gar nicht so entscheidend, ob es noch 5, 10 oder 20 Jahre nach Tilgungsende bis zur Rente sind. Dummerchen Ich finde hier wird eine Michmädchenrechnung aufgemacht. Zum einen zu sagen der Mieter kann mit seinem angelegten Geld die höheren Mietkosten ausgleichen und andererseits zu behaupten der Mieter könne gleichzeitig Vermögen aufbauen.

Aber selbst wenn wir davon ausgehen, bleibt nichts für den Vermögensaufbau übrig, denn dem Immobilienbesitzer billigen wir dies ja auch nicht zu. Beides zusammen geht natürlich nicht. Ich muss zugeben, dass man meine Aussage allerdings so deuten kann. Ganz so einfach wie Du die Rechnung aufmachst, ist das Thema allerdings auch nicht.

Allein die Eigenkapitalquote und der inflationsbereinigte Zins einer Alternativanlage werden dem komplexen Konstrukt wohl nicht gerecht. Die Mietkosten, die Kaufkosten inkl. Aber ich glaube, das habe ich schon mehrfach an anderer Stelle betont. Ich sehe eine eigengenutze Immobilie in erster Linie auch nicht unbedingt als einen Vermögenswert an, ganz einfach weil sie jeden Monat Geld In Form von Darlehensraten und Instandhaltungen monatlich oder auch jährlich kostet.

Ob sich eine Mietwohnung oder eine eigengenutze Immobilie mehr rechnet, hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Einige wurden ja bereits genannt. Aus meiner Erfahrung heraus, hat die Finanzierung an sich eine extrem wichtige Bedeutung, wenn man vergleichen möchte. Die Frage ist doch, was letztendlich an Gesamtkosten an die Bank über die Jahre abgedrückt wird.

Weitere Aspekte sind auch die Höhe der Kaufnebenkosten, die jetzige Miete, angenommene Mietsteigerungen, laufenden Instandhaltungskosten bzw. Instandhaltungsrücklagen, mögliche Wertsteigerungen bzw. Wertverluste der zu erwerbenden Immobilie, das gebundenen Eigenkapital, die Differenz zwischen Miete und Finanzierungsrate sowie natürlich auch emotionale Faktoren wie z. Freiheit und positive Gefühle in Bezig auf Eigentum.

Auch das Thema Flexibilität sollte nicht unterschätzt werden, hier ist eine Mietwohnung der eigengenutzten finanzierten Immobilie Meilen voraus. Unvorhergesehene Dinge wie z. Umzug, Todesfall oder Scheidung können aus der eigenen Immobilie einen Albtraum machen.

Bei der Mietwohnung gibt es 3 Monate Kündigungsfrist und das war es dann. Freut mich, wenn jemand aus der Baufinanzbranche das Thema differenziert betrachtet! Theoretisch macht das alles Sinn. Aber wenn man folgenden Artikel auf Spiegel liest, dann ist die Entscheidung klar: Das Problem ist also der Anleger bzw.

Wer meint, dass er zum Glück gezwungen werden muss, kann das mit einer Hypothek über 25 bis 30 Jahre gerne tun. Alternativ gibt es immer die Option, sich ein wenig mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen und völlig ohne Zwang an der Börse Vermögen zu bilden.

Ein Hauskauf ist halt mehr als nur eine Vermögensanlage. Neben der Rendite ist auch immer das Risiko wichtig zu betrachten. Ja, das mit den Immobilien ist immer wieder ein Ärgernis. Ich habe oft schon dagegen argumentiert, aber man hat den Eindruck, gegen eine Wand zu reden. Manche Argumente der Immobilienjünger sind wenigstens teilweise richtig, z.

Das würde gelten, wenn wir in Deutschland nicht diese vielen Auflagen und Steuern hätten, die Immobilienerwerb und -bau teuer machen, das Mieten des Altbestandes dafür aber sehr günstig. Schon alleine deswegen halte ich Immobilien für ein schlechtes Investment.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Immobilien so unliquide sind. Ja, ein Haus ist eben nicht nur immobil, sondern auch das am wenigsten liquide Investment, das man sich vorstellen kann von geschlossenen Beteiligungen mal abgesehen. Mmmh Liquidität bei Aktien, ein zweifelhaftes Argument: Die Frage ist jedoch wie dann der aktuelle Wert ist. Es sei denn es wurde zwischenzeitlich eine neue Autobahn daneben gebaut. Holger schrieb es schon an anderer Stelle: Wer Aktien kauft, sollte einen langfristigen Anlagehorizont haben 20 Jahre.

Wer einen Finanzierungsvertrag über eine Immobilie hat, verfügt übrigens auch über Möglichkeiten finanzielle Engpässe zu überbrücken. So lässt sich oftmals die Tilgungsrate reduzieren.

Welcher Vermieter gewährleistet einem mal eben die Halbierung der Mietzinsen? Nichts desto trotz, wer liquide sein will sollte weder in Aktien noch in Immobilien anlegen. Ein ordentliches Polster sollte man eher als Tagesgeld verfügbar haben. Sie fordert Menschen auf, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Und genau dies tun wenige! Ich denke allerdings, dass es weder gut oder schlecht ist ein Haus zu kaufen oder nicht. Es gibt zu viele Faktoren in Bezug auf jeden Kauffall, so dass auch fast jeder Prozess unterschiedlich Handzuhaben ist.

Oder auch ein Faktor was z. Ich nehme oder gebe keinen Zins aus ethischen Gründen und versuche so gut wie möglich mein Leben darauf aufzubauen dem Zins in den Produktpreisen des alltäglichen Lebens kann ich natürlich nicht entgehen. Da dafür aber wenig geworben wurde, ging sie still wieder aus dem Portfolio der Bank raus.

Sogar der Vatikan verwies in Krisenzeiten auf diesen Weg. Sei es für Immobilienkäufer oder Aktienkäufer, zu einer Zeit wo ich mich damit intensiv beschäftigte war es ein Thema.

Wenn wichtige Personen, zu dem auch du gehörst mit deinem Blog, solche Themen auffassen und uns Leser damit konfrontieren, können wir in Zukunft nicht nur Weg A oder Weg B in Betracht ziehen, sondern auch den Weg C beschreiten. Genau diese Wege werden vom Markt verschwiegen, weil Sie nicht auf das maximale Profit angelegt sind, sondern mehr für den Menschen auf beiden Seiten.

Ich finde dein Blog wirklich gut und wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Ich werde mir Mühe geben, wenn ich die Zeit finde, hier und da mich einzubinden. Auch was das Investieren unter ethischen Gesichtspunkten angeht, wird wohl nur aus wenigen Wünschen Wirklichkeit werden können. Ich habe hier schon einmal über diese Thematik geschrieben: Ich hatte mir z. Was ist jetzt richtig? Hätte ich ihm nur Du gehst in ein Supermarkt und kaufts dir dein Brot. In dem Preis dieses Gutes ist ein Teil von Zins.

Denn die meisten Unternehmen können nicht anders, als Ihre Geschäfte mit einem Kredit zu finanzieren. Die Tilgung des Kredites geschieht direkt oder indirekt immer über den Konsumenten. Sei es beim ausleihen oder verteilen des Geldes.

Ohne viel ins Detail zu gehen…die Inflation ist auf den ersten Blick nur ein Zeichen von Wertverlust oder -anstieg des Geldes. Aber wenn du den Weg zurückbeobachtes, wirst du merken, dass es nicht zinsbereinigt ist. Geld verliert auch an Wert, nicht nur wenn Rohstoffpreise sinken oder steigen, was wiederrum zum Teil auch spekulativ sein kann, sondern auch weil Geldmengen gehortet werden können und aber auch schwankende Zinserträge, die Unternehmen in Ihre Preise mit einkalkulieren.

Somit gesehen ist die Inflation nicht zu hundert Prozent vom Zins befreit. In Deutschland gibt es ein Warenkorb wonach die Inflation berechnet wird. Sogesehen kannst du es vieleicht über diesen Weg besser nachvollziehen. Ich hoffe das ich im Ansatz dir helfen konnte deine Frage zu beantworten.

Ich empfehle dir u. Wünsche dir einen entspannten Donnerstag. Wir haben gebraucht gekauft, auf dem Land. Platz war für 3 Kinderzimmer, die Anschaffung wurde mit der Eigenheimzulage von 8 x DM erleichtert. Später war da auch noch Platz für den Start eines Gewerbes ohne gleich Räume dafür mieten zu müssen , das dann wiederum dazu führte dass der Kredit nach 11 Jahren getilgt war.

Mittlerweile ziehen die Kinder aus, da wird dann ein weiteres Gästezimmer und ein Raum für Sport eingerichtet. Eigentum muss man wollen und entsprechend nutzen, das ist nicht ausschliesslich eine finanzielle Frage. Mit Interesse verfolge ich schon seit einiger Zeit eure Diskussion: Mir ist klar, dass sich in den letzten 30 Jahren die Möglichkeiten des Privatanlegers gravierend verändert haben es gab damals keine Direktbanken oder ETFs und man nicht unbedingt die Erfahrung, die ich gemacht habe, auf die Zukunft projezieren kann.

Da ich immer über alle Kosten und auch Einsparungen Buch geführt habe, habe ich mich hingesetzt und versucht eine Bilanz zu ziehen. Damals gab es noch keinen Euro, der besseren Übersicht halber habe ich alle Beträge in Euro umgerechnet und zur besseren Lesbarkeit auf volle er gerundet. Mein Fazit aus dieser Bilanz ist: Für mich hat sich die Investition in Wohneigentum mehr als gelohnt, inwieweit sie auf andere übertragbar ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Hier die konkreten Zahlen: Kaufpreis des Reihenhauses Gesamtkosten des Hauses Demgegenüber stehen folgende Einsparungen: Vor dem Bezug des erworbenen Hausen wohnte ich ebenfalls in einem Reihenhaus und bezahlte zuletzt umgerechnet ca. Lohnt sich die Anschaffung einer eigengenutzten Immobilie, wenn die Monatsbelastung um fast das 3-fache steigt?

Ist es wirtschaftlicher den Differenzbetrag anzulegen? Aus einem Bauchgefühl heraus habe ich mich dann für den Kauf des Hauses entschieden und kann im nachhinein folgende Rechnung machen:. Ich wählte ein Finanzierungskonzept das auf folgenden 4 Säulen basierte zur damaligen Zeit gängig: Belastung unter die letzten 4 Jahre 3.

Welche Alternative hätte ich damals gehabt? Ich hätte die Mehrkosten der monatlichen Belastung gegenüber der Miete langfristig anlegen können.

Deshalb beschränkte sich damals mein Finanzanlage-Horizont auf folgende Produkte: Aktionär hatte ich noch keine Ahnung — ab klassische Fondsparpläne, wie sie von Bankberatern empfohlen wurden sehr teuer. Mit diesen Kapitalanlagen habe ich im Durschnitt über ca. Von Dieser Rendite müsste ich jetzt auch ausgehen, wenn ich die Alternative zum Hauserwerb betrachte: Über 16 Jahre hätte ich monatliche Sparraten von dann insgesamt Miete hätte ich weiter bis zu meinem Lebensende gezahlt.

Mit dem Kauf des Hauses habe ich als Kapital das Haus ca. Allerdings fallen weiterhin Unterhaltskosten an. Die Finanzierungspläne heute sind natürlich heute völlig anders als vor 30 Jahren sowohl bei den Zinsen als auch bei den Produkten , deshalb muss sich jeder, der vor so einer Entscheidung steht, sein Finanzierungskonzept genau durchrechnen. Die Entscheidung eine eigengenutzte Immobilie zu kaufen oder zu mieten ist aber sehr individuell und kann bei jedem anders aussehen. Da hast du dir aber richtig Zeit genommen, oder?

Das ist ja fast ein eigener Blog-Artikel ;-. In deinem Artikel muesstest du ja diese Verstehe nicht wie dies uebersehen werden konnte??? Warum für Immobilien keine Wertsteigerung, die über den Inflationsausgleich hinausgeht, angenommen werden sollte, habe ich im zweiten Teil des Artikels ausführlich erklärt. Hallo Holger, vielen Dank für den sehr ausführlichen, interessanten und mit Beispielen bestückten Artikel. Ich bin eher jemand, der als Mieter durchs Leben geht.

Dadurch habe ich mehr Flexibilität heute hier, morgen dort , weniger Stress Vermieter kümmert sich um vieles und keine Bürokratie. Er führt auf eine Seite. Ich finde es durchaus erstrebenswert im Alter mietfrei zu wohnen! Nicht umsonst ist die Immobilie eine der tragenden Säulen unserer Altersvorsorge. Geht man von einer jährlichen Einkommenssteigerung aus, die parallel zur Inflationsrate verläuft, kann der Mieter den realen monatlich Anlagebetrag konstant halten. Natürlich hast Du recht: Eine Lohnsteigerung führt dazu, dass der Mieter auch höhere Mieten zahlen und damit ggf.

Der Käufer kann diese Lohnsteigerung aber natürlich ebenfalls sinnvoll verwenden, indem er sondertilgt oder parallel auch Geld anspart. Wie in einem anderen Blogeintrag schon ausgiebig ausdiskutiert https: Und so rechnet sich jeder die Welt schön.

Eins dieser Risiken beleuchtet V. Ob die Lohnsteigerungen des Hauskäufers allerdings in Sondertilgungen münden, dürfte genauso unsicher sein wie das Vorhaben des Mieters, seinen monatlichen Anlagebetrag inflationsbereinigt konstant zu halten. Es wird gerne viel an, um- und eingebaut und damit Geld für Dinge ausgegeben, die Mietern nicht einfallen dürften….

Hm, es kommt halt immer auf die jeweilige Gegend und die Umstände an, wir haben vor 2 Jahren günstig ein Haus gekauft nördl. Ruhrgebiet und es ist mit der gesparten Miete in insgesamt Jahren abbezahlt, bin dann Ende 40 und kann voraussichtlich bis ans Lebensende Miete sparen.

Es gibt halt so Faustformeln: Also untern den Voraussetzungen würd ich in Düsseldorf auch nix kaufen. Was viele vernachlässigen ist, dass auch Mieter Instandhaltungskosten tragen.

Auch wenn nicht alle Kosten direkt umgelegt werden können, steigt halt die Miete, denn der Vermieter wird niemals ein Minsgeschäft aus seiner Immobilie machen.

Klar, dass man in seinem Eigenheim auf höhere Standarts setzt und meist auch höhere Ausgaben hat Garten, Renovierungen, etc.

Ich finde dein Artikel schreckt schon etwas vor dem Kauf ab, aber auch nur, sofern man nichts angespart hat. Mit ein wenig Eigenkapital sieht die Sache schon etwas anders aus. Wie im Artikel beschrieben, sind einfach zu viele Mythen und Unwahrheiten im Umlauf, die leider kaum hinterfragt werden. Ist richtig und wurde auch schon diskutiert: Wenn Mieten so attraktiv ist, findet sich doch schnell ein Mieter, von dessen Miete die Rate dann gezahlt wird und der Eigenheimbesitzer sich eine beliebiges Mietobjekt suchen kann.

Der Differenzbetrag ist dann quasi zusätzlicher Zwangssparbetrag zur eigentlichen Tilgung. Ohne es in Zahlenbeispielen zu belegen, wird auch der Vermieter eine gewisse Rendite aus der vermieteten Immobilie erwarten und sämtliche Instandhaltungskosten etc. Auch dieses Argument ist nicht so einseitig, wie von Dir dargestellt.

Der Vergleich lautet wie folgt: Der Wert und die Kosten der Immobilie sind gleich, egal ob diese vermietet oder selbst bewohnt ist. Der Mieter zahlt zusätzlich die Rendite des Vermieters, der Vermieter bzw. Eigenheimbesitzer zahlt im Gegensatz zum Mieter den Zins an die Bank. Der Zins endet aber nachdem die Schulden abbezahlt wurden, die Renditerwartung an das Objekt allerdings nicht!

Es ist genauso wie Leasing für Autos. Trotzdem bleibt direktes materiales Eigentum halt Eigentum. Oder andere Anlageformen wo man typischerweise Anteile erwirbt. Und genau das ist Dein Argument, mit Geldanlage indirekt an materiellen Gütern zu partizipieren.

Nur sind diese materiellen Güter bei Optionen und Co. Noch dazu kommt eben das vorhin erwähnte Emittentenrisiko bei eben von Dir erwähnten ETF oder sonstigen Anlageprodukten. Über die Jahre würde durch die Inflation sich die höhere Zinszahlung relativieren und natürlich ist die monatliche Belastung nicht so hoch.

Wie stehst du zu dieser Aussage? Wir haben übrigens gekauft, weil wir einfach keine Lust mehr haben, alle Jahre wegen Eigenbedarf umziehen zu müssen. Wir haben allerdings auch gekauft, als die Kaufpreise noch niedrig waren und die Zinsen auch. Und es gab ein hohes Eigenkapital. Aus meiner Sicht ist das keine gute Idee! Hallo Doro, solche pauschalen Aussagen sind natürlich wenig Wert. Es gibt ganz unterschiedliche Formen der Finanzierung. Beim häufig genutzten Annuitätendarlehen ist gerade in der Anfangsphase eine hohe Tilgungsquote sinnvoll.

Wer seine optimale Tilgung berechnen will, muss also zunächst den Zusammenhang zwischen Zins, Tilgung und Annuität verstehen. In Summe ist aber auch hier im besten Fall beides möglich. Für mich ist das Eigenheim bei der Berechnung der Altersvorsorge nur einer von mehreren Posten. Momentan gewichte ich stark in Richtung Tilgung. Daher war es die beste Entscheidung meines Partners und mir nur dann ein Haus zu kaufen, wenn wir dieses selbst und ohne Bank finanzieren können.

Was uns — bis auf Allerdings haben wir den Betrag nach 8 Jahren gänzlich zurückbezahlt und leben jetzt mit 40 und 43 Jahren und als Vertreter des Mittelstands in einer Doppelhaushälfte, die uns pro Person nicht mehr als Euro im Monat kostet. Ich habe mich finanziell noch nie so frei gefühlt, wie ab dem Zeitpunkt, wo wir ins Haus gezogen sind. Davor war die Zeit des Sparens, jetzt ist die Zeit der Unbeschwertheit. Und der anhaltende Vermögensaufbau geht leicht von der Hand, da keine Belastungen da sind.

Hi, danke für deinen tollen artikel! Abet kann es sein, dass du in deiner beispielrechnung keine mieterhöhungen einkalkuliert hast? Nach 20 jahren dürfte die miete von auf gestiegen sein, während die kosten für das eigenheim bei geblieben sind. Wie ich bereits geschrieben haben, nur leider wurde auf meinen Beitrag in keinster Weise eingegangen. Die Kosten einer Immobilie und der Wert sind absolut gleich, egal ob diese ein Mietobjekt oder ein Eigenheim ist.

Wenn Mieten nun vorteilhafter wäre, so wäre eine Immobilieninvestition mit Rendite durch Vermietung, abgesehen von der Wertsteigerung, immer negativ. Man darf natürlich nicht vergessen, dass man als Mieter auch immer wegen Eigenbedarf rausgesetzt werden kann und man z. Und dieser Luxus kostet den eben auch etwas mehr — so sehe ich das. Sehr schöner Artikel, die Nachteile beim Liegenschaften kaufen werden wirklich sehr ausführlich beschrieben. Auch wenn es teilweise beim Renditeobjekt recht einseitig beschrieben wird, finde ich die grundsätzliche Aussage auch falsch, dass sich der Kauf von Renditeobjekte immer lohnt.

Hier wird wie auf vielen Seiten eine selbstgefällige Meinung postuliert. Das ganze mit einem in Zahlen: Die Zahlen sind für mich nicht nachvollziehbar und die meisten Menschen in Deutschland wohnen auch nicht in Düsseldorf. Die Rechnung sieht nur für das erste Jahr so aus, die Folgejahre mit Mieterhöhungen!

Es darf gerne jeder glauben, woran er will. Die einen mögen Aktien, die anderen eben Immobilien. Vermögen lässt sich mit beiden Anlageklassen bilden. Wenn ich nach 25 Jahren abbezahlt habe und dann die Immobilie verkaufe und wieder auf Miete gehe habe ich einen besseren Schnitt gemacht als Jemand der nur auf Miete gewesen währe!

Also Lieber zu miete wohnen, sich was im Leben gönnen-kaufen worauf man Lust hat- reisen in anderen Länder usw. Hallo Holger, wie verhaelt es sich, wenn ich mein Eigenheim bar bezahle? Was die Kosten in die Hoehe treibt sind die Zinsen der Bank, richtig? Damit erhöht sich natürlich deine Nettorendite, das ist richtig.

Ich halte die Gegenrechnung von Miete und Kauf für nicht ganz fertig gedacht. Danach zahlt man logischerweise deutlich weniger als der Mieter …. Dafür verfügt der Mieter aber auch über mehr Kapital. Vorausgesetzt er hat gespart und seine Ersparnisse vernünftig angelegt. Deine Argumentation ist nachvollziehbar, aber nicht für jeden treffend.

Wir bewohnen eine Eigentumswohnung und haben uns dafür zinsfrei Familie Diese zahlen wir noch ca. Mit 40 Jahren haben wir noch die Nebenkosten zu tragen. Wir sind damit zufrieden. Ich lese sie seit langem schon sehr aufmerksam und gerne durch. Beispiel kann ich folgenden Punkt nicht ganz nachvollziehen, da m. Denn die Inflation sorgt beim Mieter für höhere Mieten, d.

Nicht so beim Käufer! Denn der monatlichen Belastung von ,-, welche bei dieser vorgegebenen Bindungsdauer gleich bleicht steht doch ein der Inflation entsprechendes Steigen der Einkommen genau wie beim Mieter in diesem Zeitraum gegenüber oder? Für die Familien, die das Geld genug haben, so dass sie nicht übermässig sparen müssen, auch wenn sie Haus kaufen, haben die Kinder jetzt schön, und später auch schön. Aber für die andere, die über das Mass hinaussparen müssen, so dass sie freiwillig mit Hartz4 level leben, aber im Haus, Wohnen ist ein Aspekt des Lebens , haben die Kinder evtl.

Und später bedeutet in der Regel auch wenn sie 50 oder gar älter sind. Ist es dann definitiv von weniger Bedeutung, dass die Kinder jetzt schön haben oder haben sie schon schön, nur weil sie im Haus leben? Was Lernen und Erfahrung betrifft, kann man unwiederruflich was verpassen. Also ich finde, wenn man als Eltern ein Haus kaufen will, dann bitte nicht damit, weil man möchte, dass die Kinder später besser haben.

Hallo ich bin 52 alleinstehend und habe ca. Ich würde mich über deine Beratung freuen. Handwerklich begabte eher weniger. Bei den meisten Deutschen ist es eine negative Rendite, da das Geld auf der Bank liegt. Weiterhin um Zinskosten zu sparen nutzt man Sondertilgungen. Hallo, ich finde die Seite sehr informativ. Meine Kreditrate und Nebenkosten war durch vorhandenes Eigenkapital niedriger als die Miete der Nachbarschaft.

Der Verkauf war nötig geworden da die Wohnung für eine Familie zu klein geworden war. Der Kaufpreis war sehr genau die Hälfte vom Preis in der Stadt. Die Kilometer haben sich aber von 8km auf 22km verändert. Das Land wird zur Zeit schlechter gemacht als es ist. Die andere Wohneinheit 73qm haben wir vermietet. Unsere Mieter haben wir immer im Freundeskreis gefunden da die Miete im Vergleich günstig ist wir sind keine Abzocker aber zu verschenken haben wir auch nichts. Durch die extrem niedrige Belastung die wir haben dank niedrige Tilgung und Mieteinnahme können wir super gut leben.

Was ich sagen will Eigenheim und Geld höher verzinst anlegen schliesst sich nicht zwangsläufig aus. Gerade jetzt wo die Zinsen niedrig sind hört man immer wieder die Tilgung sollte höher sein oder gar Volltilgerprodukte werden verkauft.

Nie war es so einfach Schulden zu machen und gleichzeitig das Geld arbeiten zu lassen. Natürlich ist das Spekulativ aber beim Mieter geht man ja auch davon aus das die Rechnung aufgeht. Sind unsere Kinder selber einmal Erwachsen können wir sogar 2 Wohneinheiten vermieten. Wenn der jüngste 18 ist bin ich 53 meine Frau 43 dann ist das Leben super locker. Der Gewinn liegt im Einkaufspreis der jeweiligen Immobilie ;-.

Mir ist ein Tippfehler unterlaufen wir sind natürlich schuldenfrei nicht In der Rechnung fehlt natürlich mein Eigenkapital dass ich ohne Haus zb.

Ich bin aber kein Freund Geldanlagen komplett in eine Anlageform zu investieren. Letzteres überlege ich aktuell. Die Opportunitätskosten für die Börse würde ich damit ja auch verringern.

Ich habe selbst Eigentum erworben, und zwar ohne Eigenkapital Ja, genau so wie es nicht empfohlen wird. Allerdings war das vor der Krise und die Wohnung für meinen Mann und mich ideal und preiswert. Die Kreditrückzahlung entspricht dem m2 Mietpreis in gleicher Lage. Jetzt geht deine Argumentation von Selbstdisziplin für Anlage aus. Warum gilt das in deinem Beispiel nur für den Mieter?

Ich könnte mir doch auch als Eigentümer diese Selbstdisziplin aneignen und in Aktien anlegen, wenn ich wollte? Ich denke rechnerisch kommt es zu sehr auf den Einzelfall an. Sehr schöner Artikel, der die Diskussion einmal von der anderen Seite betrachtet. Auch wenn ich grundsätzlich mit den Punkten übereinstimme, so sind zwei nicht unerheblich Faktoren hier nicht berücksichtigt worden.

Zum einen ist das die schon erwähnte Mietsteigerung. Allerdings reduziert sich inflationsbereinigt die Annuität des Kredites um die Inflationsrate. Zusammen mit der Immobilie sind das dann Der andere hier nicht betrachtete Aspekt ist die Steuer. Denn die durch ein teilweise abbezahltes Haus ersparte Miete ist letztlich steuerfrei.

Der Mieter muss dagegen seine Miete kontinuierlich aus dem bereits versteuerten Nettoeinkommen oder den der Kapitalertragssteuer unterstehenden Anlagen bestreiten. Ein so hoher Aktienanteil auf das Gesamtvermögen ist aber aus Gründen der Risikostreuung nicht allgemein empfehlenswert.

Alles in allem ändert sich auch durch diese beiden Punkte das Fazit nicht wesentlich — dass ein Immobilienkauf nicht in jedem Fall die bessere Alternative zum Mieten ist — aber es relativiert die vermeindlichen finanziellen Vorteile des Mieters doch deutlich. Alle angesprochenen Aspekte sind in der Tat Schwächen bzw.

Da will ich gar nichts beschönigen ;-. Die Geschäfte erhöhen natürlich ihre Preise auch und du bekommst für dein Einkommen noch genau so viel Butter, Brot und Klopapier wie 20 Jahre zuvor. Die Kreditbelastung sinkt also im Verhältnis zu deinem Einkommen — nur aufgrund der Inflation. Zur Miete in einer Genossenschaftswohnung o. Ist man hier Mitglied der Genossenschaft ist man ja Miteigentümer und somit vor der Gefahr der Kündigung wg. Der Artikel berücksichtigt nicht, dass der Eigenheimbesitzer in 20 Jahren noch immer die EUR an die Bank zahlt, die Mietpreise jedoch in 20 Jahren wesentlich höher als heute sein werden.

Zumindest dann wenn man sich so wie wir ein Eigenheim in Berlin Prenzlauer Berg kauft. Zudem steigt auch der Immobilienwert zumindest in unserer Lage. Wer sich an der polnischen Grenze ein Haus kauft, desse Wert stagniert oder sinkt ist selber schuld. Hallo, sehr interessanter Artikel und Diskussion hier. Aktuell habe ich genau das Problem — kaufen oder mieten.

Natürlich bin ich auch der Meinung, dass man sich gut informieren muss. Was allerdings hier oft vergessen wird ist der nicht-finanzielle Aspekt. Persönlich würde ich gerne in Zukunft in einem Haus wohnen, aber nicht weil es günstiger ist, sondern weil ich mein Haus so gestallten kann wie ich es will. Rein auf die Wohnräume, also 4 Zimmer qm, bezogen gibt es nicht viel Unterschiede. Aber die oben genannten Gründe machen ein Haus attraktiv.

Für einen mag das Luxus sein — ja und nichts anderes ist ein Haus. Und man muss bereit sein je nach finzieller Situation für diesen Luxus mehr zu bezahlen als wenn man mietet. Wer mit 4 Zimmer q, einem kleinen Keller und und Duplexparker zufrieden ist der kann die Renditefrage stellen — wer gerne einen kleinen Garten vor dem Haus, einen Keller Hobbyraum, Sauna, mehr Stauraum usw. Ich habe gleichzeitig mein Büro und Meetingraum im Haus und müsste in meiner Gegend für ein vergleichbares Haus minimum 1.

Lasst euch also nichts vormachen. Wozu braucht man qm Wohnfläche selbst bei einer 5köpfigen Familie? Und was machen sie, wenn alle 3 Kinder ausgezogen sind? Und vergessen wird auch, dass man selber nicht jünger wird und die Ansprüche im höheren Alter eher kleiner werden gebaut wie die körperliche Aktivität wie Agilität, sprich die Gesundheit.

Nun ja, auch wenn Immobilien im Laufe der Zeit vom Wert her sehr stark schwanken können haben selbstgenutzte Immobilien immer noch den ideellen Wert langfristig zu wissen wie und wo man lebt.

Mieten haben immer den faden Beigeschmack das sie steigen. Eine klug gerechneter Kauf lässt sich über die gesamte Laufzeit planen wenn man bereits beim Kauf an die Anschlussfinanzierung nach 10 oder 15 Jahren Zinsfestschreibung denkt. Solange sie dann jedoch noch bewohnbar ist und nicht verkauft werden soll ist das aber auch völlig wurscht. Bei den ständigen Mietpreisexplosionen kann man ebenfalls schon heute kalkulieren wo diese hinführen werden.