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Hit the source link to try it for yourself. Aber diese Tatsache interessierten die Intrigeninsel und das Finanzjudentum hinter ihrem Judenkanzler Kohl, überhaupt nicht. Wahrscheinlich kommt hier die Begründung "ja dann war derjenige noch nicht so weit" ist das wirklich immer so?

Blogging against surveillance, or: who's the terrorist?


Es versteht sich, dass dieser dann kein Interesse mehr daran hat, dass die ehemaligen Konkurrenten einander weiterhin im Wettbewerb unterbieten, denn das wäre im Prinzip nicht anders, als wenn die Filialen ein und desselben Unternehmens einen Preiskampf gegeneinander führen. Diese Einstellung läuft dann allerdings auf einen grundlegenden Umbau des jetzigen Wirtschaftssystems hinaus, weil das Fundament der Marktgesellschaft unterminiert wird.

Nur ein funktionierender Wettbewerb schützt die Allgemeinheit vor monopolartigen Preisen. Ohne den Wettbewerb verfolgen Unternehmen wie zu Zeiten der Feudalregime einzig den Zweck, den Feudalherren — in diesem Fall den Generälen der Schattenwirtschaft und deren Mitarbeitern — ein gesichertes Einkommen zu verschaffen.

Die Allgemeinheit dient dann nur noch als Kuh, die von den Raubrittern immer ungenierter gemolken wird. Eine solche Entwicklung wurde empirisch bereits nachgewiesen, und zwar in Untersuchungen an den Preisen für amerikanische Flugticketpreise zwischen den Jahren bis Es zeigte sich, dass diese aufgrund überlappender Anteilseigner um bis zu 10 Prozent höher ausfielen, als bei intaktem Wettbewerb zu erwarten gewesen wäre.

Aufgrund eines berechtigten Hinweises von Herrn Dr. Helmut de Craigher in zwei eMail übermittelt habe ich den Text an einer Stelle korrigiert. Habe ich auch schon, mit weiteren Argumenten, für mich so formuliert. Wo ich nicht einverstanden bin, ist die alte Sache mit Joe Ackermann. Das würde für Aktionäre als ausgezahlte Dividende exorbitant sein. Darum geht es aber gar nicht. Sondern eine Bank in unserem — feudalen — Kreditgeldsystem kann gar nicht anders als mit minimalem Eigenkapital arbeiten.

Darum fand ich zwar auch die Aussagen Ackermanns ambitioniert, aber keineswegs verwerflich. Banken müssen eine hohe Eigenkapitalrendite anstreben, weil der Fremdkapitalanteil brutal hoch ist; ob sie EK-Renditen ausschütten, ist eine ganz andere Frage.

Allerdings wüsste ich gern, ob der Kunde, der so umworben wird, nicht notwendig die Sache so missversteht wie ich, denn der Gläubiger der Bank interessiert sich doch allein für den eigenen Gewinn nicht für die Probleme der Bank.

Wie würden Sie in meinem Fall formulieren? Wenn man das kritisieren will, muss man, glaube ich, eher auf den Realitätsgehalt des Versprechens und die damit notwendigen Bankstrategien aufmerksam machen. Die Aussichten der Geschäftsbanken haben sich mithin immer weiter verdüstert, was Sie in Ihrer Rezension mit dem Hinweis auf die Verlagerung in Schattenbanken deutlich gemacht haben. Letzteres spricht für die Unfähigkeit zur Regulation und für ein katastrophales Ende der gegenwärtigen Phase.

Das ist ist eine gute Bestandsaufnahme, aber für KennerInnen nicht besonders neu. Für Gedanken dazu wäre ich sehr verbunden. Was mich nun allerdings interessieren würde, ist die Bestandsaufnahme von Frau Navidi gut, aber nicht sonderlich neu oder meine Kritik daran? Interessant erscheint mir Ihre Frage, warum die Wahrheit so wenig Chancen hat, von den Medien rezipiert und von der Menge gehört zu werden. Man könnte auch fragen: Darauf habe ich einmal eine philosophische Antwort zu geben versucht.

Privater Reichum — öffentliche Armut Hier, bei den Vertretern offizieller Organe, stehen Macht und materielle Entlohnung allerdings in auffallendem Gegensatz zueinander. Während die Generäle an der Spitze privater Unternehmen sich in Dollars geradezu suhlen, müssen sich Staatsoberhäupter oder auch Notenbankchefs vergleichsweise mit einem Trinkgeld zufrieden geben: Wie funktioniert die Bereicherung? Die anderen arbeiten lassen!

Die neuen Feudalherren Es versteht sich, dass die Kontrolle der realen Ökonomie durch einige wenige Schattengeneräle an ihrer Spitze zu einer schleichenden Entmündigung der Bürger führt, einer Aushöhlung ihrer demokratischen Selbstbestimmung und letztlich zu einer Rückkehr in ein längst überwunden geglaubtes System: Nicht anders verhält es sich mit ihren Nachfolgern, den Schattenfürsten: Denn die Herren der Schattenwelt sind praktisch immun: Wie wird man ein Super-Hub?

Diese Rechtfertigung macht sich Sandra Navidi zu Eigen: Das Glück der Menschen hinter den Zahlen soll er seinem Gott bedenkenlos opfern, ja, wie jeder Besessene auch noch das eigene Glück: Die exorbitant hohen Vergütungen, die sich die finanzielle Schattenwelt aufgrund ihres Mammondienstes und der damit einhergehenden Opfer zugesteht, werden von Frau Navidi durchaus kritisch gesehen: Von der Finanz zur Politik oder umgekehrt Politiker legen die Regeln fest, denen das ökonomische System folgen soll.

Wie sehr die zweite Alternative bereits Wirklichkeit ist, wird von Frau Navidi deutlich genug ausgesprochen: Staaten können zu ihrem Schutz daher nichts Besseres tun, als sich gegen eine zu umfassende Kontrolle durch Mega-Fonds zu wehren; eine zu weitgehende hierarchische Vernetzung, vervielfältigt die Gefahr, dass jedes kleine Feuer sich gleich zu einem Weltbrand ausweitet: Hallo Herr Jenner, gute Rezension!

Sehr geehrter Herr de Craigher, für diesen Hinweis bin ich Ihnen dankbar! Matzner Meine — damals nicht abgeschickte — Replik: Allen Stiftungen ist gemeinsam, dass ihr Vermögen aus der Industrie stammt und dass sie ihr Geld nun für die Förderung konservativer Anliegen einsetzen.

Schwestern, die auf Aggressivität setzen. Die reichste und einflussreichste unter ihnen ist die Lynde and Harry Bradley Foundation, sie besitzt ein Vermögen von etwa Millionen Dollar.

Harry Bradley galt als extremer Rechter, der sich für einen Kapitalismus ohne Grenzen einsetzte und sich dagegen wehrte, Schwarze und Latinos in seiner Firma zu beschäftigen.

Die Stiftung wurde reich, als die Firma für anderthalb Milliarden Dollar an den Rüstungskonzern 56 Rockwell International verkauft wurde. Neokonservative wie Max Boot wenden gerne ein, dass liberale Stiftungen wie Ford, Rockefeller und MacArthur zusammen pro Jahr Millionen Dollar ausgeben würden und damit zehnmal mehr als die genannten konservativen Stiftungen. Dabei verschweigt Boot allerdings zwei Details: Zweitens setzen konservative Geldgeber stärker als die Liberalen auf Advocacy Think Tanks, also auf politische Lobbygruppen.

Die Linke, folgert er, sei deswegen im Wettbewerb der Ideen ins Hintertreffen geraten. Sie 57 forderten Vorbereitungen auf einen Militärschlag gegen Nordkorea, ferner sollten die Regime Syriens und Irans fallen, und bisherige Verbündete sollten zu Gegnern werden, nämlich Saudi-Arabien wegen Förderung des islamischen Terrors sowie Frankreich wegen Opposition gegen den Irakkrieg.

Die amerikanische Öffentlichkeit aber ist der ewigen Generalmobilmachungsrhetorik müde, und auch aus dem rechten Lager schlug dem Autorenduo Anfang des Jahres Befremden und Spott entgegen. Der erzkonservative Publizist Pat Buchanan höhnte: Perle und Frum machen es den Kritikern leicht mit Sätzen wie diesem: Es geht um Sieg oder Holocaust.

September auch die schlimmsten Terrorakte aller Zeiten gewesen sein, an Völkermord reichen sie bei weitem nicht heran. Und kaum jemand glaubt, dass Nordkorea oder Iran die Zivilisation in Nordamerika auslöschen können, wie Perle befürchtet. Die Neokonservativen, so bemerkten es viele Kritiker des Perle-Buchs, scheinen jedes Gefühl dafür verloren zu haben, was sie mit ihren dauernden Schlachtrufen der USGesellschaft und der Welt zumuten.

Für sie ist der Irak abgehakt, und es ist Zeit für einen neuen Gegner. Etwa 30 ehrenamtliche Mitglieder gehören dem einflussreichen Board an. Sie haben Zugang zu geheimen Dokumenten und entscheiden auch über Rüstungsprogramme mit. Im Frühjahr musste Perle die Leitung des Defense Policy Board im Pentagon wegen eines Interessenkonflikts niederlegen, und im Februar zog er sich dann aus dem Gremium vollends zurück.

Er wolle Bush und Rumsfeld im Wahlkampf nicht zur Belastung werden, erklärte er angesichts der breiten Ablehnung seiner Thesen. Die Präsidentschaftswahl im November könnte dies besiegeln. Die wichtigsten Mitglieder dieses Kabinetts werden auf den nächsten Seiten porträtiert. Gewinnertypen wie Perle sind darunter, Idealisten wie Wolfowitz auch.

Keine ausgesprochenen Schurken, keine richtigen Bösewichte. Dennoch kam einigen von ihnen für ihre Pläne der Der Maschinist war Cheney. Der gescheiterte Macher steht am Anfang der folgenden Porträts — das letzte Kapitel über die Denkfabrik widmet sich Powell, dem Chamäleon. Ende Januar in seiner Privatbibliothek empfing, schaute sehr freundlich drein.

Auf einem Pressefoto, das während der Begegnung entstand, ist zu sehen, wie der Besucher dem Oberhaupt der katholischen Kirche ein Geschenk überreicht, eine Taube aus Kristall. Er schaut weder den Mann noch die Taube an. Seine ausgestreckte rechte Hand allerdings berührt das Kristall, als wolle er seine Echtheit prüfen.

Bush, schenkte dem Papst, der immer vor dem Waffengang im Irak gewarnt hatte, das Symbol des Friedens. Auf Anhieb ist das nicht leicht zu verstehen. Ohne ihn läuft nichts in Washington. Und er hat eine Mission, die seine Anhänger so in Worte fassen: Darunter auch vieles, was nicht stimmte.

Das meiste davon hat Cheney, Jahrgang , stumm hingenommen. Er sei konservativ, und zwar stramm konservativ. Die brauchten doch nur einmal nachzuschauen, wie er sich bei Abstimmungen verhalten habe. Er habe immer mit den Rechten gestimmt. Es gebe keine Abstimmung über die Anschaffung von Waffensystemen, bei der er jemals mit Nein gestimmt hätte. Er ist ein Routinier des Regierungshandwerks. Am Ende war er der zweite Mann der Fraktion, der Einpeitscher. Von bis arbeitete Cheney als Verteidigungsminister bei George H.

Bush, dem Vater des gegenwärtigen Präsidenten. Er verdiente in fünf Jahren 44 Millionen Dollar. Das ist in den USA legal. Die Universität in Yale musste er wegen schlechter Noten verlassen.

So verdingte er sich daheim für zwei Dollar die Stunde als Hilfsarbeiter beim Bau von Überlandleitungen, ging zurück nach Yale, brach dann endgültig ab.

Zweimal wurde er von der Polizei betrunken am Steuer erwischt. Er hat dann doch die Kurve bekommen und seinen Bachelor und ein Jahr später seinen Master in Politikwissenschaften an der Universität von Wyoming gemacht. Aber er musste vorankommen, denn er hatte mit 23 Jahren geheiratet. Im Jahr als er seinen Master machte, wurde die erste Tochter geboren.

Ab jetzt wollte er Erfolg haben. Er erwog, Cheney in seinen Stab in Washington aufzunehmen. Doch der maulfaule Newcomer verpatzte diese erste Begegnung. Rumsfeld fand, Cheney sei nicht eloquent genug. Kurz darauf nahm er ihn doch. Viele, die mit Cheney zu tun hatten, berichten von dessen extremer Schweigsamkeit. Er redet noch knapper als die Leute im Westen ohnehin, ja, er kaut die Worte.

Stundenlang hätten die beiden kein Wort gesagt. Dann habe ihr Dick ein Gespräch angefangen: Ende der Konversation bis zur Ankunft. Cheney ist ein leidenschaftlicher Angler. Darüber kann er auch schon mal ins Reden kommen.

Manchmal erzählt er, wie er als junger Mann beim Fischen in der Schonzeit erwischt wurde: Sie haben mir auch noch die verdammten Fische weggenommen. Verschiedene seiner früheren Chefs beschreiben in ihren Memoiren Cheneys Stärken: Auf jedem Posten hat er sich unentbehrlich gemacht und eine stupende Liebe zum Detail entwickelt. Selbst um die Motive von Weihnachtskarten hat er sich gekümmert.

Cheney wird von manchen Beobachtern den Neokonservativen zugerechnet. Das ist eine zu einfache Sicht. Er ist kein Ideologe wie Wolfowitz und hat auch nie für die Demokraten gearbeitet. Die meisten der Neocons sind enttäuschte Demokraten, viele davon mit einer Affinität zur Sozialpolitik.

Cheney interessiert sich für Geheimdienste, fürs Militär und vor allem für Amerikas Führungsanspruch. Er war immer schon ein rechter Republikaner. In der Regierung des Gerald Ford machte sich der junge Cheney nicht nur als Organisationstalent unentbehrlich, er stand auch für einen härteren Kurs gegenüber den Sowjets. Als sich Ford aus Rücksicht auf die Regierung in Moskau zierte, den ausgebürgerten russischen Schriftsteller Alexander Solschenizyn zu empfangen, fand Cheney die Entscheidung falsch.

Treffen mit sowjetischen Führern seien sehr wichtig, schrieb er im Juli an Rumsfeld, aber die Amerikaner seien keine buddies der Russen. In den achtziger Jahren fand er es wichtig, die Contras zu unterstützen, jene Rebellen, die mit Waffengewalt die gewählte sozialistische Regierung von Nicaragua stürzen wollten. Mit der liberalen Presse hatte er immer schon Probleme. Dick Cheney war in Rage. Doch die Regierung Ford hat sich nichts davon getraut. Und selbstverständlich umgeben ihn viele Geheimnisse.

In den achtziger Jahren nahm Cheney ebenso wie Rumsfeld an einer streng geheimen Regierungsübung teil. Es wurde der worst case geprobt: Die Sowjets hatten, so das Planspiel, Amerika mit Atomwaffen angegriffen; der Präsident und der Vizepräsident waren tot. Drei Teams — deren Mitglieder abends heimlich in riesige Atomschutzbunker in der Nähe von Washington einzogen — hatten nun die Aufgabe, die Führung des Landes zu übernehmen: Team 66 grau, Team blau und Team rot.

Jedes davon bestand aus etwa sechzig Beamten und Politikern, zwei davon wurden von Cheney und Rumsfeld geleitet. Perfektion und Kontrolle, Geheimhaltung, ewiges Misstrauen, Untergangsszenarien — ein Politiker, der für den Ausnahmezustand lebt und arbeitet.

Cheneys extremem Sicherheitsdenken fällt es schwer, sich auf Veränderungen einzulassen. Selbst als der Kommunismus am Ende war und der Ostblock auseinander fiel, warnte er weiter vor der Gefahr aus dem Osten.

Brent Scowcroft, der nationale Sicherheitsberater von Bush senior: Er glaubte, dass die Reformen im Osten nur kosmetisch sind. Wenn es schief gehe, sei das Militär in den USA erledigt. Also schaltete er sich aktiv in die Kriegsplanung ein. So sei nicht bekannt gewesen, dass der Irak sein Atomwaffenprogramm gleich auf drei verschiedenen Wegen vorangetrieben hatte, und das Biowaffenprogramm an dem amerikanische Unternehmen kräftig beteiligt waren sei ebenfalls unterschätzt worden.

Cheney überwinterte kurze Zeit in einem Think Tank. Ein Schweiger wie er ist kein Mann für die Massen. August erklärte Cheney: Drei Herzinfarkte, den ersten mit 37 Jahren, hatte er hinter sich, dazu eine Operation, in der ihm vier Bypässe implantiert wurden.

Abschied von der Politik? Gesamtumsatz der beiden Geschäfte: Bei Halliburton bewährte sich Cheney vor allem als Türöffner. Am Irakkrieg verdiente das Unternehmen auf zweifache Weise: Auch diverse Affären, darunter ein Skandal um Schmiergeldzahlungen und überhöhte Abrechnungen bei der Versorgung der Truppen im Irak, konnte die enge Verbindung von Regierung und Unternehmen nicht trüben.

Beim Wiederaufbau in Afghanistan und vor allem im Irak kommen auffälligerweise die zahlungskräftigsten Sponsoren der Republikaner im Wahlkampf zum Zuge. Die Nähe zur Regierung Bush zahlte sich nicht nur für Halliburton aus.

Eigentlich ist das Amt des Vizepräsidenten, das Cheney seit Januar innehat, relativ unbedeutend. Solange der Präsident lebt, hat der Vize in der Regel wenig zu sagen.

Doch Cheney hat sich diese Position selbst ausgesucht. Bush hatte ihn im Wahlkampf gebeten, den 69 passenden Vize zu finden, und die Wahl von Cheney war auf Cheney gefallen. Und er hat etwas daraus gemacht: Und Cheney beherrscht die Tricks der wirklich Mächtigen. Er spricht wenig, meist als Letzter und dann so leise, dass alle genau aufpassen müssen, um ihn zu verstehen. Und sie passen auf, denn Cheney ist in der Lage, zu strafen und zu belohnen. Es war vor allem Cheney, der nach dem umstrittenen Wahlsieg für den relativ unerfahrenen Bush ein Team aus alten Freunden und Weggefährten zusammengestellt hat — kalte Krieger, Politprofis, Hardliner mit Wirtschaftserfahrung vor allem.

Die meisten hat er gut gekannt. Er hat ein feines Gespür dafür, von wem er Gefolgstreue erwarten kann — und für Verrat ein Gedächtnis wie ein Elefant. Eine Welt, bestimmt von schicksalhaften Mächten und epochalen Bedrohungen. Eine Welt, in der die Apokalypse stets nahe ist. Lange schon vor dem September hat sich Cheney mit dem Horrorszenario beschäftigt, dass Schurkenstaaten oder Terroristen oder Kriminelle über chemische, biologische oder gar atomare Waffen verfügen könnten.

Cheney sei von der Vorstellung geprägt, dass der Mensch zum Schlimmsten fähig ist und dass man also immer mit dem Unerwarteten rechnen muss, hat der Historiker Victor David Hanson ein Gespräch mit dem Vizepräsidenten zusammengefasst. Und natürlich kommt Cheney — wie fast alle anderen am Kabinettstisch — immer einmal wieder auf Pearl Harbor zurück, nie ohne zu betonen, wie unvorbereitet die USA damals gewesen seien.

Deutsche Politiker lesen gerne Biographien, 70 amerikanische Politiker bevorzugen historische Bücher. Der ungediente Cheney, der einmal Verteidigungsminister war, beschäftigt sich am liebsten mit Militärgeschichte. Geburtstag schenkten ihm seine beiden Töchter eine Karte mit Details einer Schlacht aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Einer seiner Vorfahren hatte mitgekämpft.

Nach den Terroranschlägen am Und von dort aus übernahm er das Kommando. Bush, der in Florida weilte, empfahl er, nicht nach Washington zurückzukehren, weil die Terroristen möglicherweise die Führung der Regierung töten wollten.

Er wusste, was zu tun war. Er kannte das alles. In den geheimen Übungen der achtziger Jahre, die die Lage nach einem Atomschlag simulierten, hatte er gelernt, wie man eine Katastrophe bewältigt. Während Paul Wolfowitz gleich darauf den Irak ins Visier nahm, übte Cheney, der gern die Sphinx spielt und lieber Fragen stellt, als voreilig Antworten zu geben, öffentlich zunächst Zurückhaltung.

Intern aber machte er Druck. Der Krieg gegen den Terror müsse total sein: Verteidigung ist nicht 71 genug. Auf Cheneys Schreibtisch landeten alle Berichte, die irgendeine Beziehung zwischen den Anschlägen vom September und dem Irak unterstellten.

Auch die Expertisen über das angeblich riesige Arsenal an irakischen Massenvernichtungswaffen wurden an ihn adressiert. Dennoch war es sehr ungewöhnlich, dass er am August als Erster öffentlich zur Attacke blies. Das sei überhaupt nicht das Thema, habe Cheney gesagt.

Saddam und die unübersehbare Bedrohung sei das Thema. Es war, als ob alles andere nicht existierte. Es zeigt einen lachenden Cheney, der auf den zufrieden dreinschauenden Paul Wolfowitz zeigt. Mit derlei Selbstgerechtigkeit war es spätestens im Frühjahr vorbei. Man isst Büffelfleisch und bespricht die Lage. Die Lage ist ernst, unübersichtlich, aber fest steht, dass sich Amerika im Krieg befindet.

Paul Wolfowitz verweist auf den Irak. Am Ende verabschiedet sich Präsident George W. Bush von jedem mit Handschlag. Und sie ist schwarz. Johnson die Liberalisierung seines Vorgängers John F. Kennedy fortsetzte, waren in der Familie Rice bedeutungslos. Man schaffte es nicht, obwohl man schwarz, sondern weil man Rice war. Condoleezza Rice kommt aus Birmingham in Alabama, wo ihr Vater als presbyterianischer Prediger wirkte. Obwohl sie nicht weit vom Schwarzenghetto aufwuchs, sah sich die Familie in einer anderen Welt.

Nebenher lernte sie Französisch, erhielt Ballettunterricht, spielte Flöte und war immer die Beste in der Schule. Erst in den Teenagerjahren setzte sich in der Familie die Erkenntnis durch, dass ihr Klavierspiel bei allem Einsatz wohl doch nicht zum Weltniveau reichen würde, das sich das Mädchen und die Eltern für sie erträumt hatten. Aber da war noch ein anderer Traum: Acht Jahre war sie alt gewesen, als sie mit ihrem Vater in die 76 amerikanische Hauptstadt fuhr.

Vielmehr betont sie bei Gelegenheit, dass ihre Vorfahren zwar Sklaven, aber doch etwas Besseres gewesen sein müssen. Der Hohn Belafontes trifft sie nicht: Denn sie ist hart. Dass sie es so früh, mit gerade einmal 26 Jahren, zur Professorin brachte, hat ganz sicher damit zu tun, dass sich die Stanford University mit einer jungen Schwarzen schmücken konnte, auch wenn sie es bestreitet. Stanford befand sich seit zwei Jahren in den roten Zahlen; kaum hatte Condi Rice das Amt übernommen, 77 wurde wieder Gewinn erzielt.

Dafür kürzte sie allerdings sämtliche Vergünstigungen, unter anderem zur Unterstützung von Frauen und Schwarzen. Es kam wegen ihrer Amtsführung mehrfach zu Demonstrationen auf dem Campus; auch ein Hungerstreik fand statt.

Die Reaktion der Vizepräsidentin: Sie durften stolz auf sie sein. Zwar brillierte sie nicht, wie es sich für ein Mädchen gehört hätte, am Flügel oder an der Stange, aber zum Star auf der Bühne hat sie es dennoch gebracht.

Niemand hätte erwartet, dass ein behütetes Kind, das in den Sechzigern und Siebzigern sorgfältig darauf achtete, nicht mit den zornigen, wenn auch gewaltlosen Aktivisten um Martin Luther King verwechselt zu werden, ausgerechnet die Politik zu ihrem Metier erwählen würde. Sie studierte inzwischen Politische Wissenschaften bei Josef Korbel, einem tschechischen Emigranten, der an der Universität in Denver vorwiegend über osteuropäische Zeitgeschichte las.

Die Pufferstaaten zwischen der Sowjetunion und Deutschland waren bis einer nach dem anderen in die Hegemonie der Sowjetunion geraten. Für ihn wie auch für seine Schüler war der sowjetische Kommunismus kein Papiertiger, sondern stets eine reale Bedrohung aller amerikanisehen Prinzipien gewesen: Freiheit, Unabhängigkeit und der immer wieder bestätigte Glaube, dass es an jedem Einzelnen liege, ob er den gesellschaftlichen Aufstieg schafft.

Condoleezza Rice schaffte den Aufstieg als erbitterte Antikommunistin. Condoleezza Rice gehört nicht nur zu den wenigen Osteuropa-Experten in der amerikanischen Regierung, sie beherrscht das Russische auch so gut, dass sie persönlich zwischen Michail Gorbatschow und dem älteren George Bush vermitteln konnte. Mit einem Forschungsstipendium versehen, arbeitete sie an der tiefreaktionären Hoover Institution, an der nach wie vor die inzwischen bejahrten kalten Krieger den Ton angaben.

Immerhin konnten sie sich auf den Präsidenten Ronald Reagan berufen, der die kriegerische Auseinandersetzung nicht scheute, vorausgesetzt, sie war kalkulierbar und brachte Wählerstimmen. Condoleezza Rice war seine wichtigste Beraterin für Osteuropa. Zu ihrer Sprechrolle gehörte auch eine Passage, in der der ehemalige Präsident zu begründen versuchte, warum er nicht auf Bagdad und gegen Saddam Hussein marschiert war. Der Posten bei Chevron war mit Sicherheit der wichtigste, weil sich von diesem Mineralölkonzern aus die engsten Verbindungen zur Familie Bush und vor allem zum texanischen Gouverneur George W.

Bush ergaben, der seinerseits zeitweilig im Ölgeschäft aktiv gewesen war. Noch war Clinton Präsident, aber er konnte nach zwei Amtszeiten nicht wiedergewählt werden. Auch sein Eingreifen in den jugoslawischen Bürgerkrieg überzeugte die konservativen Wähler nicht.

Für ihren Geschmack vertraute dieser Präsident zu sehr auf die Vereinten Nationen, gab zu viel von der amerikanischen Macht an ausländische Kräfte ab; er war ihnen zu sehr Internationalist und zu wenig Isolationist. Das war denn auch der implizite Vorwurf des programmatischen Artikels, den Condoleezza Rice im Sommer des Wahljahres in der Zeitschrift Foreign Affairs veröffentlichte.

Sie wurden noch älter. Was gut ist für Amerika, ist gut für die Welt. Die Rechtfertigung dafür ist neu; sie unterscheidet sich sowohl vom Zynismus Kissingers als auch der Menschenrechtspolitik eines Jimmy Carter und Bill Clinton: Sie besteht in einer evangelikalen Moral, aus der sich Auserwähltheit und Überlegenheit ableiten.

Sowohl Bush als auch seine Beraterin sind fromme Christen. Sie hängen allerdings einer genuin amerikanischen Lesart von 81 Gläubigkeit an, der zufolge, um es kurz zu sagen, mein Gott der bessere ist, weil er mich erfolgreich gemacht hat. Das gilt für Bush und für Condoleezza Rice, das gilt aber auch für Amerika, das nach dem Anschlag vom September zunächst in tiefste Selbstzweifel stürzte.

Der amerikanische Justizminister John Ashcroft hat es so formuliert: Wir haben jetzt auch Gelegenheit, durch unsere moralische Autorität zu führen, durch unsere Grundwerte Freiheit und Pflichtgefühl.

Sie ist nach Möglichkeit immer in seiner Nähe. Für den Präsidenten spricht sie aus, was er noch kaum denkt, formuliert sie aus, was er nie so präzise zu sagen wüsste. Als Bob Woodward im August eine Audienz auf dem texanischen Landsitz des Präsidenten gewährt wurde, war Condoleezza Rice selbstverständlich zugegen. Mit ihrer Empfehlung nannte er bereits damals den Irak und Nordkorea als seine nächsten Ziele.

Und sie verfügten über genügend Überzeugung und auch fromme Helfer, um der brutalen Machtpolitik, die diesem Denken entspricht, den Anschein eines göttlichen Auftrags zu geben. Aber auch ihr Stern beginnt zu sinken. Der ehemalige Sonderbeauftragte für die Terrorabwehr, Richard Clarke, lastete ihr an, vor dem September seine Warnung in Bezug auf drohende Terroranschläge in den Wind geschlagen zu haben.

Vermutlich habe sie zunächst nicht einmal gewusst, was al-Qaida sei. Die sonst so gefasste Frau wirkte nach den Vorwürfen von Clarke gereizt und nervös.

Sichtlich angespannt trat sie im April vor 82 dem Untersuchungsausschuss der Terroranschläge vom Es habe Tausende möglicher Bedrohungen gegeben, sagte sie. August veröffentlichen, aus dem hervorging, dass Bin Laden über ein Netzwerk von Anhängern verfüge und schon seit Terroranschläge in den USA verüben wolle.

Verglichen damit waren die Hinweise auf den Irak sehr dürftig gewesen. Die beiden Gefährten hatten sich mit Kongressabgeordneten zum Frühstück getroffen, um sie von der Notwendigkeit höherer Rüstungsausgaben zu überzeugen. Was dann geschah, hat der stellvertretende Verteidigungsminister später dem Reporter Sam Tanenhaus erzählt. Das Fernsehen zeigte erste Bilder. Die Flure im Pentagon waren voller Qualm. Wolfowitz rannte dem Rauch und den Flammen entgegen.

Er hechtete ins Chaos wie in ein warmes Bad. Überall Trümmer, Verletzte und Tote. Eigentlich hatte er so etwas immer erwartet. Seit Jahrzehnten hatte er gepredigt, dass eines Tages etwas Ungeheuerliches passieren könne. Etwas, das sich Menschen nicht vorstellen wollen, weil es so schrecklich sein werde.

Es liege in der Natur des Menschen, sich die Welt schönzureden, aber die Gefahr sei allgegenwärtig. Noch 84 kurz bevor Flug AA77 ins Pentagon gelenkt wurde, hatte er vor den Kongressleuten seine Schreckensvisionen ausgemalt. Pearl Harbor hätten damals auch alle für unvorstellbar gehalten. Immer diese Geschichte, als wenn man sie nicht gekannt hätte.

Dezember ins Gedächtnis der Amerikaner eingebrannt. Niemand in der Regierung habe damals damit gerechnet. Die Geheimdienste hätten nicht gewarnt, die Militärs hätten es nicht für möglich gehalten, so Wolfowitz im Juni vor Kadetten der Militärakademie West Point.

Schumacher zeigt, in welcher Weise Endzeitvorstellungen das Selbstgefühl formen können. Wolfowitz braucht die Vorstellung von der Apokalypse wie ein Junkie den Schuss. Immer hatte er mit dem Allerschlimmsten gerechnet, 85 und jetzt, am September, war es geschehen. Amerika war im eigenen Land angegriffen worden, und es hatte Tausende Tote gegeben. Dass die Terrororganisation al-Qaida hinter dem Massenmord steckte, war rasch klar, aber Wolfowitz waren die Gotteskrieger des Osama Bin Laden als Feinde nicht bedeutend genug.

Er zielte sofort Richtung Bagdad, und dafür war ihm jedes Mittel recht. Wolfowitz installierte eine Lügenfabrik, die Beweise gegen den Irak fabrizierte. Und er legte sich, wie Cheney, mit Colin Powell an, der nicht auf Kurs war. Kühn behauptete Wolfowitz, dass Bagdad auch schon hinter dem ersten Anschlag auf das World Trade Center im Jahr gesteckt habe, obwohl keiner der Ermittler je eine Verbindung hatte finden können.

Wolfowitz hegte zudem die Vermutung, Saddam könne in dem Bombenanschlag von Oklahoma City im April verstrickt sein, bei dem Menschen starben. Wolfowitz hatte eine Saddam-Obsession. Die Neokonservativen bewundern ihn, er steht bei ihnen im Ruf, Genie und Machiavellist zu sein.

Zur Hegemonie Amerikas, zum präventiven Angriff, zum Alleingang hatte er sich schon bekannt, als das selbst in den USA noch als unschicklich galt. Amerika müsse so mächtig werden wie noch nie in seiner Geschichte, um das Böse besser bekämpfen zu können, war stets seine Botschaft gewesen. Das Böse war für ihn nur ein anderes Wort für Saddam Hussein. Der klein gewachsene Wolfowitz, Jahrgang , ist ein harter, aber leiser Falke.

Er war hochintelligent und fix, er dachte schneller als die anderen. Er lernte fünf Sprachen, darunter Arabisch, studierte zunächst Mathematik und Chemie an der Cornwell University, aber mehr noch interessierte er sich für Geschichte und Politik. Sein Lehrer wurde der streng konservative Politologe Allan Bloom, der über die alten Griechen dozierte und für den Athen und Jerusalem die Wurzeln der Zivilisation waren. Bloom hatte fanatische 87 Schüler um sich gesammelt.

Seine Anhänger kleideten sich wie er, sie rauchten Marlboro wie er, sie diskutierten leidenschaftlich wie er. Bloom wetterte gegen die permissive Gesellschaft. Allan Bloom wiederum war ein Jünger des Philosophen Leo Strauss, und weil Strauss in Chicago lehrte, ging Wolfowitz nicht nach Harvard, sondern nach Chicago, wo der aus Deutschland geflüchtete jüdische Exilant dozierte. Strauss ist einer der interessantesten und schwierigsten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts, und er hatte in Chicago viele Jünger, die später einflussreich wurden.

Strauss bewunderte den früheren britischen Premier Winston Churchill, der gegen Adolf Hitler aufgestanden war. Die Straussianer in Chicago interessierten sich nicht nur für die theoretische Durchdringung von Tyranneien, sondern auch für die praktische Auseinandersetzung mit ihnen, unter anderem durch den Einsatz von Geheimdienstarbeit.

Sie kamen zu dem Schluss, dass Tyranneien mit den normalen Methoden nicht auszuforschen seien. Weil sie die Welt aus der Perspektive der Demokratie sähen, kämen sie den Winkelzügen der Tyrannen nie auf die Schliche. Als Wolfowitz nach Chicago kam, stand Strauss bereits 88 kurz vor seiner Emeritierung. Deshalb hat er nur zwei Kurse bei Strauss belegt — über Plato und über Montesquieu. Sein eigentlicher Mentor war der Mathematiker und Politikwissenschaftler Albert Wohlstetter, den er in Chicago kennen lernte.

Wohlstetter war als strategischer Kopf schon damals in seinen Kreisen eine Berühmtheit. Über die Verwundbarkeit der amerikanischen Nuklearstreitmacht hatte er viele Aufsätze geschrieben. Der Professor dachte als einer der Ersten darüber nach, wie die USA im Kriegsfall nuklear angreifen könnten, ohne einen Gegenschlag befürchten zu müssen. Wolfowitz akzeptierte und fand ein Thema seines Lebens: Damals sorgte er sich recht hellsichtig, dass Israel als erste Nation Atomwaffen besitzen und die arabischen Feinde Israels nachziehen könnten.

Bei der Abstimmung im Senat gewannen die Hardliner mit Scoop Jackson trat dafür ein, im Namen der Freiheit Kriege zu beginnen. Die Geheimdienste hätten die Gefahr kräftig unterschätzt. Die Nachrichtendienstler seien nicht skeptisch genug. Sie gäben sich vielmehr mit Erklärungen zufrieden, die eigene frühere Positionen bestätigten.

Ähnlich hat Wolfowitz 26 Jahre später argumentiert, als er eine Spezialkommission im Pentagon einsetzte, die Argumente für den Irakkrieg finden sollte. Wolfowitz verachtete Pragmatiker wie Henry Kissinger. Zunächst verlief sein Szenarium in gängigen Bahnen.

Die Sowjets könnten versuchen, die Ölfelder am Persischen Golf zu erobern. Davor hatten schon andere vor ihm gewarnt. Dann aber warf er eine Frage auf, die vor ihm noch keiner gestellt hatte: Was wäre, wenn eine andere Nation die Vorherrschaft in dieser Region gewinnen wollte? So könnte der Irak Kuwait und SaudiArabien überrollen.

Die USA müssten sich darauf vorbereiten, eine solche Invasion zu verhindern. Ende , ein Jahr vor der nächsten Präsidentenwahl, wurde Wolfowitz von einem Freund, der Republikaner war, die Aufforderung übermittelt, die Regierung Carter zu verlassen: Ein Jahr später, , wurde er als Staatssekretär verantwortlich für Ostasien- und Pazifikfragen. In Washington stellte er sich ein neues Team zusammen. Libby machte fortan 91 Karriere und blieb immer in enger Verbindung mit Wolfowitz.

Aus Chicago kam der gebürtige Afghane Zalmay Khalilzad, der ebenfalls bei Wohlstetter studiert hatte und später für Wolfowitz ein Grundsatzpapier über die amerikanische Hegemonie schreiben und dann die Lösung im Irak mit vorbereiten sollte. Die Reagan-Ära hat die Wolfowitz-Truppe geprägt. Wolfowitz wurde erneut Staatssekretär und Leiter der Mitarbeiter zählenden Abteilung Verteidigungspolitik. Damit war er der drittwichtigste Mann im Pentagon.

Die Sekretärinnen arbeiteten in zwei Schichten für ihn. Die erste begann um acht Uhr morgens und endete um 16 Uhr, die zweite arbeitete bis Mitternacht. Manchmal, berichteten Mitarbeiter, sei Wolfowitz hinter den aufgetürmten Akten nicht mehr zu sehen gewesen. Paul Wolfowitz hat über die Erfolge seiner Arbeit sein Leben definiert. Einer aus der zweiten Reihe, den der Ehrgeiz nach vorne trieb. Von seiner Frau lebt er getrennt, er hat drei erwachsene Kinder.

Cheney nahm ihn mit nach Riad. Er handelt von einem elitären Lehrer und seinen Anhängern, einer exklusiven Gemeinschaft im Geiste, die glaubt, den Weltenplan durchschaut zu haben. Mit Ravelstein ist kein anderer als Allan Bloom gemeint, jener Politologe, der den jungen Studenten Wolfowitz in Cornwell unterrichtet hatte. Blooms Streitschrift — in Deutschland kaum beachtet — formulierte einen ungeheuren ethischen Anspruch, nach dem es einem Teil Amerikas am Ende der achtziger Jahre offenbar heftig verlangte.

Die Schüler denken nicht nur wie ihr Meister, sie übernehmen auch seinen Stil. Während eines Basketball-Endspiels, das er mit seinen Studenten bei angelieferter Pizza verfolgt, erfährt Ravelstein von einem seiner Schüler exklusiv aus Washington, dass der Krieg um Kuwait zu Ende ist: Bush wird es morgen verkünden.

Interessant ist die Verachtung, mit der seine Figuren, konservative oder eher rechte Intellektuelle, von der Politik und von den Politikern sprechen. Im besten Fall gehen sie als Agenten des Weltgeistes durch, als Werkzeuge von Intellektuellen, die an Werten festhalten, die diese aus der Lektüre von Plato und Montesquieu geschöpft haben. Das Bild, das Bellow hier zeichnet, trifft ziemlich genau den Ursprung und Charakter jenes Sendungsbewusstseins, aus dem die Neokonservativen und ihre konservativen Mentoren ihre Weltsicht und ihr Selbstgefühl beziehen: Sicher ist für Politiker wie George W.

Bush, um bei Bellows Beispiel zu bleiben, eine Rolle im intellektuellen Heilsplan vorgesehen. Die gedankliche Anstrengung zu seiner Durchdringung aber wird von anderen geleistet, von jenen, die zwar in der zweiten Reihe stehen, aber wissen, worum es geht: Männer wie Wolfowitz oder Libby.

Danach sollten amerikanische Truppen von Saudi-Arabien aus einen Teil des Irak besetzen; irakische Einheiten, die etwa gegen die Amerikaner anrücken würden, sollten aus der Luft bombardiert und vernichtet werden. Die irakische Opposition sollte Zeit bekommen, sich zu etablieren. Aber die Generäle in Washington unter Colin Powell lehnten ab.

Wolfowitz nahm an der Siegesparade auf dem Broadway nicht teil. Amerika habe sich zu schnell zurückgezogen, sagte Wolfowitz später in einem Vortrag: Dann sei das 95 Militärbudget gekürzt worden, und es habe kaum noch dazu gereicht, den Koreakrieg zu gewinnen.

Im Zentrum steht Amerika: Eine Macht, die keine andere neben sich duldet. Einzelheiten dieses Dokuments hatte Khalilzad mit Wohlstetter besprochen. Bis heute wird es mit dem Namen Wolfowitz verbunden, aber der smarte Hardliner hat es erst gelesen, als es durch eine Indiskretion in der New York Times erschien und viel Ärger machte. Wolfowitz und auch Libby fanden das Papier keineswegs überzeugend — es ging ihnen in wichtigen Passagen nicht weit genug.

Er wurde von Freunden gedrängt, Investmentbanker zu werden — mit seinen Verbindungen zum Pentagon hätte er rasch sehr reich werden können —, doch er lehnte ab. Er wurde Dekan und dozierte über internationale Beziehungen. Und jene, die Unterstützung verweigern, werden bedauern, so gehandelt zu haben. Dem Präsidentschaftskandidaten war noch vieles 96 fremd, was den Politprofis in Washington geläufig war, aber er hörte zu.

Wolfowitz fühlte sich an seine politische Vaterfigur Scoop Jackson erinnert. Wenn Bush von etwas überzeugt sei, dann marschiere er, sagte Wolfowitz. Nach dem Sieg von Bush glaubten einige seiner Freunde, er werde jetzt zum Verteidigungsminister aufsteigen. Doch Wolfowitz ist der typische zweite Mann — der wohl einflussreichste Handlanger in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Einzigartige Ingenieursleistungen für modernste Produktionsanlagen, starke Qualitätssicherung, innovative Marketing- und Vertriebskonzepte sowie hochkomplexe Planung der Logistik.

Studierenden verschiedener Fachrichtungen ermöglicht Ferrero erste Einblicke in die Arbeitswelt über drei- bis sechsmonatige Praktika in Frankfurt und Stadtallendorf. In einem dynamischen Umfeld werden Praktikanten aktiv in die täglichen Herausforderungen eingebunden und arbeiten an spannenden Projekten mit.

Darüber hinaus bieten wir den Einstieg in verschiedenen, weiteren Fachbereichen und Funktionen. Wer schon früh Verantwortung übernehmen, an Erfolgen teilhaben und schnell vorankommen will, findet bei Ferrero die idealen Voraussetzungen. In starken Teams lernen wir von- und miteinander und wachsen täglich gemeinsam an spannenden Herausforderungen. Ferrero steht für Nachhaltigkeit und langfristige Förderung.

Wir schätzen unsere Mitarbeiter sehr und würdigen ihren Anteil am Erfolg mit einer fairen Vergütung sowie einem breiten Angebot verschiedener monetärer und nicht-monetärer Benefits. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen unsere Konsumenten und unsere Marken. Doch ohne die Menschen, die dafür jeden Tag ihr Bestes geben, wäre unser weltweiter Erfolg nie möglich geworden. Dementsprechend investieren wir genauso konsequent in die Zufriedenheit und Förderung unserer Mitarbeiter wie in das Wachstum unserer Marken.

Das merkt man auch in der Unternehmenskultur, die geprägt ist von einer Mischung aus Tradition und Wandel, aus festen Grundwerten und innovativem Denken. Wir glauben daran, dass Ideen entstehen, indem wir uns stetig weiterentwickeln und Neues ausprobieren. Mit Leidenschaft, Ausdauer und Verantwortung. Bei Ferrero verfolgen wir gemeinsam unsere Ziele und möchten gemeinsam die Zukunft des Unternehmens gestalten. Daher entstand in enger Zusammenarbeit von allen Mitarbeitern ein Unternehmens-Credo — ein gemeinsamer Rahmen, der Orientierung im täglichen Miteinander gibt.

So entsteht eine Atmosphäre von Vertrauen und Innovationsgeist, die jeden Tag aufs Neue hilft, unsere Unternehmensziele zu erreichen. Hervorragende Produkte brauchen hervorragende Persönlichkeiten.

Diese Einstellung zeichnet auch unsere Mitarbeiter aus. Menschen, die im Team Dinge anpacken und bewegen wollen und ihre Aufgaben mit Leidenschaft voranbringen. Innovativ, visionär und zugleich bodenständig. Wir suchen Menschen, die den Erfolg von Ferrero aktiv mitgestalten wollen und ihn gemeinsam mit uns in die Zukunft tragen. Wenn Sie dies mitbringen, sind Sie bei uns richtig! Neben der fachlichen Qualifikation als Grundvoraussetzung für die Eignung für eine offene Position, sind für uns Persönlichkeit, Engagement und bisherige Erfahrung ausschlaggebend — das Gesamtbild eines Bewerbers ist letztlich entscheidend.

Übersetzt in vier praktische Tipps bedeutet dies:. Der Bericht dient nicht wie oft angenommen dazu, den Arbeitgeber schlecht zu reden sondern die Perspektive ist die, dass sich junge Menschen über die Tätigkeit bewusst werden sollen.

Es ist bitter, dass man auf Führungsebene diese Rezessionen als solches abtut, dass sie nur von denen kommen, die wortwörtlich nichts im Leben erreicht haben. Es passt aber eventuell auch zu der ein oder anderen persönlichen Mentalität die von den Führungskräften gelebt wird nicht alle Donare. Jedoch wäre das eine "Wischi Waschi" Bewertung, wenn man das eigentliche Hineinhören in die Personen vernachlässigt. Die Atmosphäre ist einfach von passivem und nicht aktivem Zuhören geprägt.

Aus meiner Perspektive ist kritisches Hinterfragen nicht erwünscht. Willkür und Absurditäten in fachlichen Fragen und Argumentationen sind keine Seltenheit. Wenn Fehler gefunden werden wollen, werden diese auch gefunden. Versucht einfach zu befolgen. Ihr könntet am Anfang auf jmd. Zur Hierachie wurde im Kommentar hier auf Kununu vom Zumindestens fällt es schwer. Im Endeffekt ist es eine moralische Frage die man sich selbst beantworten muss. Ich wünsche euch viel Glück, dass ihr jemanden bekommt, der euch den Rücken stärkt.

Natürlich gibt es auch solche Fälle. Ihr seid also nicht alleine auf dieser Ebene. Ihr werdet relativ schnell merken, dass ihr hier vertrauensvolle Gesrpräche aufbauen könnt. Es ist lustig zu sehen wie in der Normierungs und Normalisierungsphase der Unterschied der Gruppenebenen deutlich erkennbar wird. Übergeordnet ist blenden und teilweise Abgehobenheit ein oftmaliger Begleiter.

Viele vergessen, wo wir alle mal angefangen haben. Die Dinge aus dem Key Account anders sehen zu müssen wie auf der operativen Ebene ist verständlich aber Demut und Respekt sollten grundlegend wichtige Tugenden sein.

Es ist ja auch ganz nett, dass Key Accounter sich mal die Mühe machen in die Märkte zu fahren nur bringt das nichts, wenn man vorab auf seine Ziele gepolt ist. Vorrang für die Bewertung ist der Zusammenhalt direkter Kollegen.

Die Aufgabe zeichnet sich eigentlich nur dadurch aus; dass ihr in eurer Persönlichkeit reift. Mein Ratschlag ist hierbei nur, bleibt menschlich und bewahrt euch das kritische Denken zumindest vorm Kunden bzgl. Nimmt den Kunden ernst. Natürlich kann man auch hier einfach sagen "Display vom Lager, Paper weg, systematisch aufbauen - fertig". Eure Aufgabe ist es zu verstehen, dass auch "menschliche Ressourcen" freundlich behandelt werden müssen und das JEDER der will, auf seinem Niveau das Beste gbt so lange ihr Respekt, ihn motiviert und euren Gegenüber Verständnis zeigt.

Es wird Fälle geben die nie wollen aber die, die wollen und bei denen ihr das oben genannte berücksichtigt, werden euch dankbar sein und ihr werdet ihnen dankbar sein. Denn beide leben voneinander und ihr habt ein normales Leben. Ihr sagt das ist doch klar, nicht für alle.

Generell wird euch erstmal zugehört und das bildet schon mal ein gutes Fundament. Ihr solltet ein histrionisches Selbst entwickeln. Gefühlt fahrt ihr damit besser Referenz ist klein. Alles cool zu finden trübt aber eventuell den Blick. Es kommt primär auf eure Identifikation mit Ferrero an und wie gut ihr im Umsetzen von Anweisungen seid. Eigentlich ist es auch egal wie viel Herzblut ihr in die Sache steckt und wie viele Analyseberichte ihr für euer Gebiet erstellt um Potenziale zu entdecken.

Lasst es sein, euch zu Liebe. Wartet auf Anweisungen und setzt sie um. Beschränkunf auf realitätsnahe Fakten hätte Zeit Tagesplanung gespart. Werden unter anderem sehr geschätzt, weil Sie duch die Jahre Erfahrungen gesammelt haben und gute Dinge vollbracht haben. Es gibt einen Weg und der ist klar vorab definiert.

Miteinbezogen, das man mit dem Studium einfach zusätzliche Optionen am Anfang offen hat. Das Trainee Gehalt ist wie ich finde sehr gut. Trainee Programm ist aus meiner Sicht utopisch. Lasst Kakao von mir aus ein Genussmitell und kein Grundnahrungsmittel sein, dennoch ist es eine natürliche Ressource. Auf alles was in Prozesskette um diese Bohne und andere Rohstoffe passiert kann ich keine fundierte Aussage treffen.

Was ich aber bewerten kann ist das, was mit der Restware an Saisonartikeln geschieht. Sozialbewusstsein ist auch wieder so breit gefächert.

Es fällt mir schwer aber ich tendiere auf Grund dessen und weil es fair bleiben soll zu einer 3-Sterne Bewertung. Am Anfang habt ihr einen gewaltigen Zeitaufwand vor euch. Je nachdem wie stark das Pflichtbewusstsein eures Vorgängers war , kann das schon am Tag sowie in der mittelfristigen Planung selbst erheblich lange dauern um Kunden und Markt auf seine Seite zu holen.

Das das Langzeitauswirkungen hat wird auch hier wieder vollständig vernachlässigt. Teilt nicht mit wie lange Ihr gearbeitet habt, wenn Überstunden anfielen ist das nicht positiv. Es wird euch ganz einfach folgendes gesagt "Dann muss man sich besser organisieren und stukturieren". Das für den Zielkonflikt zwischen Warenanlieferung,-menge, Arbeitszeit, Langzeitplanung und Service keine schnelle Lösung gefunden werden kann ist eventuell mit sehr viel Verständnis aus Unternehmenssicht noch hinnehmbar.

Es ist immer einfach aus einem warmen Büro heraus zu kritisiern. Bekommt eure Gebiet in den Griff und es ist ok. Hört man intern genauer hin so sieht es teilweise anders aus. Mit einem Spitzengehalt fällt es natürlich schwer das alles aufzugeben. Es wurde alles gesagt. Fairness von Anfang an sollte immer von beiden Seiten gegeben sein. Es ist keine Position in der man sich entfalten kann. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen mit Ferrero als Arbeitgeber zu schildern.

Wir finden es schade, dass Sie den Eindruck gewonnen haben, dass eine kritische Denkweise und neue Ideen von Vorgesetzten nicht gefördert werden.